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Die 10 wertvollsten Spielefirmen 2022 - Microsoft kauft den Spitzenreiter

Wie groß ist der Kauf von Activision Blizzard im Vergleich wirklich? Wir stellen den Marktwert der wertvollsten Spielefirmen einander gegenüber.

Blizzards Spielerzahlen sinken jedes Quartal weiter, während die internen Probleme des Publishers weiterhin an die Öffentlichkeit gelangen - aber das ist bald egal, denn der Technologie-Gigant Microsoft übernimmt Activision Blizzard für satte 60,66 Milliarden Euro.

Microsoft angelt sich den aktuell größten Publisher

Durch diese Akquisition könnte sich das Machtverhältnis zwischen den Publishern - vor allem aber zischen den Konsolenherstellern - verschieben. Schon jetzt springen die Aktien des WoW-Entwicklers in die Höhe und auch die Hoffnung auf eine Veränderung der Unternehmenskultur besteht.

Doch nicht nur Activision Blizzard gewinnt, der gesamte Gaming-Markt wächst jedes Jahr ein Stückchen weiter. Besonders das letzten Jahre haben der Branche einen guten finanziellen Schub nach oben gegeben - denn nie hatten die Menschen so viel Zeit und Langeweile wie in der Corona-Pandemie. Mit wenigen Ausnahmen konnten die Entwicklerstudios in den Krisenjahren große Gewinne einfahren. Die Tendenz ist steigend.

Umsätze und Gewinne sind jedoch das eine - welchen Wert die Entwickler aktuell auf dem Markt haben eine andere. Der Umsatz beschreibt alle Einnahmen eines Unternehmens, was nach Abzug aller Kosten übrigbleibt, ist der Gewinn. Der Börsenwert hingegen zeigt den wirtschaftlichen Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien einer Firma.

Damit ihr wisst, welche Gaming-Unternehmen derzeit den höchsten Marktwert besitzen, stellen wir euch hier die zehn wertvollsten Spielefirmen mit Rang und Namen einmal vor und setzen den neuen Kauf von Microsoft ins Verhältnis.

Die Top 10 der größten Spielefirmen

In unserer Liste mit aufgenommen haben wir Entwickler und Publisher, die an der Börse sind und sich eindeutig der Gaming-Branche zuordnen lassen. Microsoft, Sony und Tencent haben einen deutlich höheren Wert auf dem Markt, haben sich diesen jedoch auch mit Unterhaltungselektronik, sozialen Medien oder einem der weltweit größten Betriebssysteme ergattert. Das ist nicht unbedingt ein fairer Vergleich.

Activision Blizzard ist aktuell das wertvollste Gaming-Unternehmen.

Hinweis: Wenn nicht anders ausgewiesen, stammen die Werte von Google Finanzen oder Yahoo Finanzen - Stand: 18. Januar 2022.

1. - Activision Blizzard (57,87 Mrd. Euro)

Aktueller Marktführer in der Gaming-Branche ist Activision Blizzard. Das junge Unternehmen (seit 2008) besteht aus den Zweigen Activision, Vivendi Games sowie Activision Blizzard und ist für Spiele-Giganten wie World of WarCraft oder Call of Duty bekannt. Im Vergleich zu seinem Marktwert im letzten Jahr - 74,38 Mrd. Euro - hat der Spielegigant jedoch etwas abgespeckt - nicht zuletzt aufgrund der Klage aufgrund des angeblich diskriminierenden Unternehmensklimas.

2. - Nintendo (53 Mrd. Euro)

Nintendo belegt den zweiten Platz. Mit Spielkarten im Jahr 1889 begann die erfolgreiche Reise für das japanische Unternehmen. Heute ist Nintendo mit seinen Konsolen und Spielreihen aus dem Mario-Universum und darüber hinaus ganz vorne mit dabei.

3. - Electronic Arts (34,73 Mrd. Euro)

Puh, da konnte sich Electronic Arts gerade noch so ein Platz auf dem Treppchen sichern. Mit 34,73 Mrd. Euro liegt es jedoch noch eine gute Nase vor dem vierten Platz. Neben den eigenen Studios verhelfen Partnerschaften mit Respawn Entertainment oder Codemasters dem Sportspiel-Giganten, seine starke Position auf dem Markt zu halten.

Erst in diesem Jahr übernahm EA Codemasters - und somit auch Dirt, F1 und Project Cars.

4. - Take-Two (16,13 Mrd. Euro)

Take-Two krallt sich mit fast zehn Milliarden Euro Abstand den fünften Platz. Unter seinem Dach vereint das amerikanische Unternehmen die Tochtergesellschaften Rockstar Games und 2K. Aus ihrer Feder stammen etwa die Borderlands-Serie oder Red Dead Redemption.

5. - Bandai Namco (14 Mrd. Euro)

Bandai Namco ist der zweite japanische Entwickler auf dieser Liste. 2006 gegründet, hat sich die Gaming-Größe heute bereits mit vielen namhaften Anime-Adaptionen fest in der Gaming-Kultur etabliert und vermarktet unter anderem FromSoftwares kommenden Titel Elden Ring.

6. - Nexon (14 Mrd. Euro)

Der südkoreanische Games-Entwickler Nexon (z. B. Maple Story und Combat Arms) liegt mit 14 Mrd. Euro gleichauf mit Bandai Namco. Im Vergleich zum Vorjahr (24,6 Mrd. Euro) hat das Unternehmen ganz schön an Wert verloren.

7. - Krafton (11,2 Mrd. Euro)

Der südkoreanische Entwickler hinter PUBG: Battlegrounds ist erst seit letztem Jahr an der Börse dabei und gehört direkt zu den Top-Firmen. Erst kürzlich wurde das populäre Battle-Royale des Studios Free-to-play.

PUBG: Battleground, PUBG: New State und Tera sind die bekanntesten Titel von Krafton.

8. - Embracer (9,2 Milliarden Euro)

Zur Embracer Group gehören THQ Nordic, Koch Media, Coffe Stain, Saber Interactive und sogar Gearbox gehört seit 2021 zu den Entwicklerstudios des schwedischen Medienkonzerns. Mit diesen und weiteren Studios verdient sich dieses Unternehmen den neunten Platz.

9. - Netmarble (6,9 Mrd. Euro)

Mit Netmarble, einem südkoreanischen Handy-Games-Entwickler, verlassen wir die 10-Milliarden-Marke. Durch Titel wie The Seven Deadly Sins, BTS World oder Star Wars: Force Arena erreicht die Firma immerhin einen Börsenwert von 6,9 Mrd. Euro. Handyspiele sind aktuell eine sehr lukrative Sparte und machten nicht umsonst 2020 den größten Teil des Games-Umsatzes aus.

10. - Ubisoft (6,3 Mrd.)

Mit Spielen wie Assassin's Creed, Rainbow: Six Siege und Far Cry krallt sich der französische Entwickler und Publisher gerade so den letzten Platz dieser Liste. Im Vergleich zum letzten Jahr (8 Mrd. Euro) ist Ubisoft ein wenig abgerutscht.

Mit Far Cry und Assassin's Creed im Portfolio schafft es Ubisoft auf den zehnten Platz.

Schade, Capcom hat es mit einer Marktkapitalisierung von 5,2 Mrd. Euro nicht mehr in die Top 10 geschafft. Der geheime Platz 11 liegt mit Monster Hunter und Resident Evil immer noch knapp vor Entwicklern wie Square Enix oder CD Projekt - und das ist weit mehr als nur ein Trostpreis.

Valve und Epic Games wären sicher auch für diesen Vergleich interessant gewesen, leider sind die Unternehmen privat geführt und als Betreiber von Vertriebsplattformen nicht auf Augenhöhe mit den klassischen Entwicklern und Publishern vergleichbar. Schätzungen zufolge liegt der Marktwert von Valve 2021 bei etwa 10 Mrd. Euro - wobei das im Vergleich zu den aktuellen Platzierungen doch etwas niedrig klingt. Epic Games ist als große Vertriebsplattform und Entwickler auf dem Markt etwa 25,29 Mrd. Euro wert, wie aus einem Artikel von cnbc hervorgeht.

Ist die größte Gaming-Akquisition für Microsoft ein Klacks?

Anders steht es um die Videospielgiganten Sony, Microsoft und Tencent. Sie spielen in einer ganz anderen Liga. Kein Wunder, denn sie sind nicht nur Marktführer in der Gaming-Branche, sondern auch in anderen Bereichen der Hard- und Software. Um die drei Unternehmen zumindest grob einzuordnen, stellen wir ihre Umsätze im Gaming-Bereich den Umsätzen von Activision Blizzard im Jahr 2020 gegenüber.

Gaming-Umsätze im Jahr 2020:

  • Activision Blizzard: 7,14 Mrd. Euro
  • Sony: 19,97 Mrd. Euro
  • Tencent: 25,81 Mrd. Euro
  • Microsoft: 12,18 Mrd. Euro

Um das Ausmaß der Akquisition von Microsoft besser in einen Kontext setzen zu können, bedarf es dem Vergleich der Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen. Microsoft sei Dank landen wir hier sogar erstmals im Billionen-Bereich.

Marktwert vom 18. Januar 2022:

  • Activision Blizzard: 57,87 Mrd. Euro
  • Sony: 144,21 Mrd. Euro
  • Tencent: 490 Mrd. Euro
  • Microsoft: 2,02 Bio. Euro

Microsoft steht mit 2,02 Bio. Euro im Rampenlicht des Marktes. Neben der Xbox verkauft die Tech-Firma mit Windows mal eben noch das weltweit größte Betriebssystem. Trotz der dreifachen Summe des eigenen Gaming-Jahresumsatzes kommt einem der Kauf von Activision Blizzard für 60,66 Milliarden Euro gar nicht mehr so teuer vor, wenn man sich den gesammelten Marktwert ins Gedächtnis ruft.

Sony hätte das mit seinem Taschengeld sicher nicht stemmen können. Selbst der chinesische Riese Tencent, ihr wisst schon, der Firma, die von allem und jedem Anteile hat - Riot Games, Epic Games, Ubisoft, Blizzard, Frontier, etc. -, sieht neben Microsoft auf einmal so niedlich aus.

Activision Blizzard dürfte finanziell also nur profitieren, wenn es unter dem Dach von Microsoft entwickelt. Und was uns Spieler anbelangt: Auch für die Gamer könnte diese Übernahme viele positive Folgen haben.

Über den Autor

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Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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