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Welcome to VICELAND BioShock & blaue Igel

Shooter meets Tierwelt

Okay, alle mal kurz ein Zeichen geben, die Vice kennen, bitte?

Sehr schön. Alle. Das haben wir uns gedacht. Dann müssen wir ja nicht erklären, dass Vice "vor zwölf Jahren als Subkultur-Fanzine gegründet wurde und damit das erste kostenlose, international verbreitete Lifestyle- und Szene-Magazin der Welt ist." Wir zitieren hier natürlich.

Außerdem "erkennen Vice-Leser neue Trends, machen sie sich zu Eigen und stellen so auf der ganzen Welt die Weichen in Sachen Style und Kultur." Vice- und Eurogamer-Leser sind sich also gar nicht so unähnlich.

Aus unserer erfolgreichen Reihe, wie die Lifestyle- auf die Videospiele-Welt sieht, bringen wir Euch wieder Ausschnitte aus Vice. Wie immer ungeschönt und hemmungslos.

Wer darüber hinaus auf den Geschmack gekommen ist, der findet Vice überall in Deutschland. Und zwar kostenlos. Nicht fragen, einfach mitnehmen.

Was diese Ausgabe zu bieten hat, findet Ihr natürlich wie immer auf Viceland.de. Ganz bezaubernd: Ein Artikel über Gothics in Mexiko. Liebevoll als Mexigoths bezeichnet. Und wer schon immer mal Eis mit Bohnengeschmack schlecken wollte, findet das in der Rubrik Tidbits. Im Sonderteil China gibt’s außerdem Hintergründiges zu Chinas Computerfriedhof zu lesen. Headline? CTRL+ALT+MÜLLHALDE. Wohl bekomms!

  • BioShock
  • Publisher: 2K Games
  • Plattform: Xbox 360
  • Genre: Ego-Ego-Ego—Shooter

Ok, ich schäme mich ein bisschen, weil BioShock vermutlich das beste Spiel aller Zeiten ist, das beste, was ich je gespielt habe. Ich schäme mich, weil ich weiß, das erzähle ich in fast jeder Ausgabe der Vice, dass dieses oder jenes das beste Spiel ist. Und glaubt mir, es hat nichts mit irgendwelchen geheimen Werbeverträgen zu tun. Ich weiß auch nicht was los ist. Irgend-wie ist die ganze Games-Branche zur Zeit auf Stereoiden, was gute Spiele betrifft. Mittlerweile bringen die Publisher ein gutes Spiel nach dem anderen auf den Markt, und das macht mich irgendwie glücklich—und vermutlich auch überschwänglich, was meine Reviews betrifft.

Aber jetzt mal im Ernst: BioShock ist wirklich das beste Spiel aller Zeiten. Und ich weiß auch mittlerweile, warum die letzten großen Videospiele so verdammt gut waren und warum BioShock so unglaublich überragend ist. Die Publisher haben den Markt durchschaut.

Früher war es immer so, dass ein Videospiel erschien und damit genau eine Gruppe von Leuten angesprochen wurde. Nämlich Nerds. Nerds, die auf beschissene Nerdklischees stehen. Das waren üblicherweise Raumschiffe, dicke Titten und außerirdische Invasoren, Kisten mit Gesundheitspaketen drin und voraussehbare Enden. Mittlerweile ist es aber so, dass Publisher gelernt haben, so viel wie möglich an videospielerischen Wunschvorstellungen in ihre Spiele zu packen. Und Bioshock ist so etwas wie die Wundertüte des Video-spielens. Du hast die düstere Welt für die Nerds, ein „Art déco“-Interieur für die „Kunstspiele“-Fraktion und eine verdammt gut erzählte Story für die Gelegenheitsspieler. BioShock ist ein Spiel für Menschen, die Bücher anfangen zu lesen und dann weglegen, und als Grund für das Weglegen des Buches Dinge sagen, wie: „Wenn mich das Buch nicht fesselt, dann lege ich es sofort weg.“ BioShock nimmt dich aber von der ersten Minute an an die Hand und zieht dich rein in eine leicht verständliche und leicht spielbare Horror-Zukunfts-Zombie-verrückte Wissenschaftlerwelt. Das ist echt gut. Es hat ja auch nur 30 Jahre gedauert, bis die Publisher begriffen haben, dass wir nicht immer dasselbe spielen wollen. Und das wir eine glaubwürdige Welt wollen.

Eine Welt, in der es nicht darum geht, Außerdische zu vertreiben, die Menschheit zu retten, sondern uns selbst. Uns ganz alleine. Und irgendwie fühlt man sich dann immer der Videospielfigur verpflichtet, will sie retten, will sie durch unheimlich feuchte Gänge leiten, in die Freiheit und vielleicht in eine bessere Welt. Und weil Videospiele das nicht mehr so bescheuert erzählen, sondern stringenter und besser als die meisten Hollywoodfilme sind, fixt uns, beziehungsweise mich, das auch so an. Und irgendwann, ich sehe es schon kommen, ist es wirklich so weit. Die Videospiele werden die Entertainmentwelt übernehmen. Und die Welt wird doch noch von den Nerds übernommen werden. HANDT UCH

  • Sonic Rush Adventure
  • Publisher: Sega of Europs
  • Plattform: DS
  • Genre:Tierkunde

Die Familie der Igel gehört zur Ordnung der Insektenfresser und umfasst rund 25 Arten. Das Körpergewicht variiert zwischen 20 Gramm und 2 Kilogramm. Lebensraum ist Europa, Afrika und Teile Asiens. Der Igel lebt meist auf dem Boden und gräbt Baue, einige können aber auch klettern. Außerhalb der Paarungszeiten lebt der Igel in der Regel als Einzelgänger. Den Rest seines Lebens verbringt er mit Schlafen und Essen. Wir sehen also, liebe Studenten, wenn es eine Top 100 Liste der langweiligsten Tiere gäbe, der Igel wäre dabei. Nun ist die Frage, wie eine Gruppe verrückter Japaner auf die Idee gekommen ist, ein knallbuntes Videospiel um das tranige Borstentier zu kreieren. Ich habe keine Ahnung und es mir eigentlich auch scheißegal. Denn Sonic war, ist und wird wohl auch für immer das coolste Jump’n’Run Game aller Zeiten bleiben. Peter Pan der Bär

In der Vice-Spielerubrik findet Ihr noch mehr.

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