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Pokémon Go - Icognito fangen: Wie ihr das seltene Alphabet-Pokémon findet

Sie sind irgendwo da draußen.

Neben dem Ansporn, möglichst viele Arenen einzunehmen und sich in Raids zu beweisen, stellt die größte Antriebsfeder in Pokémon Go das Vervollständigen des Pokédex dar. Wer sich dieser Aufgabe in Pokémon Go stellen will, muss jedoch wohl oder übel auch ein Icognito fangen. Und das ist schwerer als es klingt: Kein anderes Taschenmonster ist in freier Wildbahn seltener anzutreffen als das mysteriöse Alphabet-Wesen.

Icognito (das im Englischen als Unown bekannt ist) wurde erstmals mit der zweiten Pokémon-Generation eingeführt. Bereits in der Goldenen, Silbernen und später auch Kristall-Edition konnten es sich besonders ehrgeizige Trainer zur Aufgabe machen, die sogenannte Alph-Ruine zu durchsuchen, um alle 28 verschiedenen Formen des Kerlchen zu fangen.

In Pokémon Go müsst ihr euch zwar nicht durch verfallene Trümmerhaufen wühlen. Die Wahrscheinlichkeit, die Icognito-Sammlung zu vervollständigen, ist aber noch einmal bedeutend geringer als vor über 15 Jahren auf dem Game Boy Color.

Achtung: In einem Anflug von Güte hat Niantic kurzzeitig heftig an der Spawn-Rate von Icognito geschraubt: Noch bis zum 21. August taucht das Taschenmonster in Städten wie Berlin, Bochum und Leipzig bedeutend häufiger auf, als es normalerweise der Fall ist. Es gab also nie eine bessere Chance, Jagd auf den kleinen Kerl zu machen.

Das Geheimnis des Icognito-Alphabets

Die große Besonderheit an Icognito ist seine außergewöhnliche Form. Während andere Pokémon sich wie ein Ei dem anderen gleichen (wenn wir von den überaus seltenen Shiny-Pokémon absehen), tritt dieses Wesen in verschiedenen Varianten auf - derer gibt es gleich 28. Diese Zahl ergibt sich aus dem Umstand, dass jedes Icognito einem Buchstaben des Alphabets nachempfunden ist und zwei weitere auf das Frage- und Ausrufezeichen reserviert sind.

Demnach reicht es also nicht, das ulkige Gebilde nur ein einziges Mal in einem Pokéball zu sperren. Stattdessen sollte euch dieses Kunststückchen im Idealfall ganze 28 Mal gelingen (voraussichtlich sogar deutlich öfter, aber dazu später mehr). Das Problem jedoch: Überhaupt ein einziges Icognito zu finden gleicht bereits der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Icognito fangen: Alle 28 Varianten zu bekommen ist nahezu unmöglich

Nachdem Entwickler Niantic im Februar 2017 die zweite Pokémon-Generation für Pokémon Go veröffentlichte, waren sich Spieler einige Zeit im Unklaren, ob unter den über 80 Neuzugängen auch das mysteriöse Alphabet-Kerlchen steckte. Die Ursache: Das Monster besitzt eine dermaßen niedrige Spawn-Rate, dass es kaum jemand zu Gesicht bekommt.

Zu diesem Ergebnis gelangte auch die Seite Pokémon Go Hub. Nach der Auswertung von unerhörten sechs Millionen Datensätzen stand fest: Icognito ist das Pokémon mit dem niedrigsten Auftreten in freier Wildbahn. Unter 6.084.759 gespawnten Pokémon befand sich lediglich ein einziges Alphabet-Monster! Selbst das legendäre Despotar tauchte immerhin doppelt so häufig auf.

Damit ist auch klar, welche Mammutaufgabe das Zusammenstellen einer vollständigen Icognito-Sammlung darstellt. Zu allem Überfluss ist bislang aber auch nach wie vor unklar, nach welchen Regeln das Taschenmonster auftaucht. Als Psycho-Pokémon müsste es theoretisch vor allem in Städtchen anzutreffen sein und Berichten zufolge soll es tatsächlich unter anderem in Berlin, Sydney und Milwaukee gesichtet worden sein. Dennoch ist unklar, ob das mysteriöse Wesen vorrangig in bestimmten Regionen anzutreffen ist.

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Ein weiteres Problem beim Sammeln rechnete Reddit-Nutzer RobbieD85 mithilfe einfacher Mathematik aus: Es ist nicht so, als würde es reichen, 28 Mal ein Icognito zu fangen (was bereits schwer genug wäre). Vielmehr steigt mit jeder neuen Variante in eurer Sammlung die Wahrscheinlichkeit, lediglich eine Version zu fangen, die ihr bereits besitzt. Das Ergebnis dieser Rechnung ist entsprechend niederschmetternd: Laut Statistik müsst ihr etwa 100 wilde Icognitos fangen, bevor ihr alle verschiedenen Arten in euren Besitz gebracht habt. Viel Spaß dabei.

Macht euch also keine falschen Hoffnungen, was eine vollständige Icognito-Sammlung anbelangt. Erst wenn Niantic die lange geforderte Tauschen-Funktion ins Spiel implementiert, rückt diese schöne Vorstellung tatsächlich in greifbare Nähe.

Belohnungen: Icognito-Medaillen freischalten

Icognito_Medaille

Als wäre der Antrieb, eines der seltensten Pokémon im ganzen Spiel zu besitzen, nicht schon Motivation genug, könnt ihr dadurch zudem bis zu drei verschiedene Medaillen sammeln. Was ihr für sie tun müsst, findet ihr nachfolgend:

  1. Bronze-Medaille: Drei unterschiedliche Icognitos fangen
  2. Silber-Medaille: Zehn Unterschiedliche Icognitos fangen
  3. Gold-Medaille: Alle Icognitos fangen

Achtet darauf, dass ihr wirklich verschiedene Arten des Monsters fangen müsst, um die Belohnungen zu erhalten. Es reicht etwa nicht, "nur" drei Exemplare zu fangen - es muss sich dabei um drei verschiedene Buchstaben handeln.

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  • Icognito ist nicht Teil einer bestimmten Ei-Gruppe. Erwartet also nicht, dass so ein Kerlchen plötzlich aus einem 10-Kilometer-Ei schlüpft.
  • Wie es auch bei einigen weiteren seltenen Pokémon der Fall ist, ist Icognito kein Teil eines Nests.
  • Das Freischalten der Icognito-Medaillen geht offenbar nicht mit besonderen Belohnungen wie einer höheren Fangquote oder ähnlichem einher, wenn man Reddit Glauben schenkt.
  • Eine weitere Reddit-Erkenntnis: Die Buchstaben-Pokémon scheinen mithilfe von Lockmodulen angelockt werden zu können. Natürlich bleiben sie aber ein äußerst seltener Anblick, erwartet also nicht, bereits nach zwei Lockmodulen eine Begegnung zu haben.
  • Sollte doch mal eines der Kerlchen erscheinen, können alle Nutzer in der Umgebung dasselbe Icognito fangen (etwa in der "B"- oder "M"-Form). Die Wettkampfpunkte und weitere Faktoren können sich jedoch dennoch unterscheiden.
  • In Auseinandersetzungen oder Arena-Kämpfen ist das Buchstaben-Pokémon gänzlich unnütz. Mit niedrigen Statuswerten und "Kraftreserve" sowie "Verzweifler" als einzigen Attacken gewinnt es keinen Blumentopf.
  • Icognito kann sich nicht weiterentwickeln.
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