PlayStation Moves Dr. Richard Marks
Das Ergebnis von zehn Jahren Forschung
Im September startet Sony mit Move als zweiter Konsolenhersteller eine Frontaloffensive auf Freunde bewegungskontrollierter Spiele. Sony selbst preist das Gerät als vielseitig und präzise an. Eine Tatsache, von der wir uns vor Ort auf einer Präsentation in einem Berliner Hotel für euch überzeugen konnten.
Allein, brauchen wir noch mehr Bewegung? Das ist eine Frage, die uns Dr. Richard Marks, der bei Sony schon viele Jahre in leitender Funktion in der Forschung und Entwicklung der Hardwareabteilung arbeitet - unter anderem auch am ersten EyeToy, das schon vor der Wii ein beachtlicher Erfolg unter Wenigspielern war - nicht beantworten kann. Er kann allerdings einige interessante Dinge zur Technik und dem Entwicklungsprozess der Peripherie erzählen. Dr. Richard Marks über Move, Wii-Vergleiche und die Notwendigkeit, Buttons zu haben.
Eurogamer: Wann habt ihr mit der Entwicklung von Move begonnen und was waren die größten Herausforderungen dabei? Ich kann mir vorstellen, dass vor allem der Herstellungspreis eine Rolle gespielt hat?
Dr. Richard Marks: Das war ein langer Forschungsprozess. Wir haben zu Anfang nicht gesagt, "wir wollen genau dieses Gerät hier machen". Wir begannen mit EyeToy im Jahr 2000, wollten eine neue Art, Spiele zu spielen, erschaffen. Eine Sache, die wir schon damals versucht hatten, war, einen farbigen Ball auf einen Stab zu stecken, bewegten ihn umher und verfolgten ihn mit der Kamera. Wir konnten derartige, nette Dinge damit machen, es war aber nicht besonders zuverlässig. Ohne mehr Sensoren und den farbigen Ball hinzuzufügen bekamen wir es nicht zuverlässig genug hin.

Dr. Richard Marks
Die Idee, all dies zusammenzuführen, kam uns vor etwa zweieinhalb Jahren. Das war der Punkt, an dem wir feststellten, dass wir es auf kosteneffektive Weise machen konnten. Zuvor waren die drei Sensoren, die sich in Move befinden, ziemlich teuer und nicht gut genug. Vor zweieinhalb Jahren beschlossen wir also, dieses Produkt so zu machen, aber es ist die Kulmination der Forschung der letzten zehn Jahre.
Eurogamer: Die Leute vergleichen euer Gerät ziemlich häufig mit den Wii-Controllern. Und wenn man den Navigation Controller und Move in der Hand hält, ist es doch schon ein ähnliches Setup. Was sagst du den Leuten, die behaupten, ihr würdet nur dem Beispiel Nintendos folgen?
Dr. Richard Marks: Nun, was PlayStation Move angeht, ich glaube, viele Leute finden es ähnlich, weil es ein einhändiger Controller ist. Und es gab schon vorher eine ganze Menge einhändiger Geräte. Ich weiß also nicht, warum die Menschen die beiden so übermäßig vergleichen. PlayStation Move ist komplett anders designed. Es begann alles mit unserer Arbeit an der Kamera, denn diese wird benutzt, um es zu verfolgen. Wir wissen immer, wo sich das Gerät befindet. Diese anderen Systeme wissen das nicht. Es hat interne Sensoren, die denen ähneln, die im DualShock sind, und ähnlich zu denen in Wii MotionPlus sind. Der DualShock hatte die Gyroskope allerdings lange bevor die Wii sie hatte. Aber dafür interessiert sich anscheinend niemand.
Eine weitere Sache ist, unser Gerät ist eher wie ein Griff oder ein Stiel gestaltet. Man hält ihn so [demonstriert einen Schwerthieb]. Man kann es auch als Pointer benutzen, aber metaphorisch gesehen ist es eher ein Griff, das Heft eines Schwertes oder dergleichen und keine Fernbedienung. Es ist dazu da, geschwungen und umher bewegt zu werden und es auf diese Weise zu halten.
Es ist wirklich abhängig von meiner Gemütslage, aber manchmal frustriert es mich. Ich verstehe ja, dass die Leute ein einhändiges Gerät sehen, viele der Spiele sind sehr körperbetont sind und dies als Ähnlichkeit empfunden wird. Aber was die Präzision und Möglichkeiten von Move angeht - ich meine, der Teil, der wie eine Wii-Fernbedienung funktioniert, stellt weniger als die Hälfte von dem dar, was Move ausmacht.

Eurogamer: Nun, es ist wohl wirklich einfach so, dass die Leute ein Gerät sehen, das einen körperlich ins Spiel einbezieht.
Dr. Richard Marks: Das kann man aber auch von EyeToy sagen. [Grinst]
Eurogamer: Stimmt. Aber Nintendo hat ja immer gesagt, sie wollten ein Gerät, das einer Fernbedienung ähnelt, weil es für die breite Masse weniger abschreckend ist. Habt ihr keine Angst, dass euer Gerät daneben etwas zu... sagen wir „exotisch“ anmutet? Nicht vertraut genug?
Dr. Richard Marks: Unser Ziel war, es simpel und einfach halten. Es ist ein Gerät, von dem man mehr oder weniger sofort weiß, wie man es benutzt, wenn man es in die Hand nimmt. Und es hat keinen Analog-Stick. Wir haben herausgefunden, dass es nämlich das ist, wovon sich viele Leute eingeschüchtert fühlten. Der Analog-Stick ist eine größere Barriere als die Tasten, denn viele Geräte haben nun mal Tasten und die Leute benutzen sie trotzdem. Bei Joysticks geht es los, dass die Leute sagen, "das ist ein Gaming-Gerät, ich habe keine Ahnung, wie man Games spielt". Manche Leute finden, es sieht ein bisschen wie ein Mikrofon aus und Mikrofone werden auch nicht als einschüchternd empfunden. Insofern mache ich mir nicht so viele Sorgen, dass die Leute es abschreckend finden werden.
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Kommentare (12) Latest comment vor 2 Jahren
Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!
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haben sie sogar selbst schon entwickelt -> video beweis
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Das war die Einleitung und ich dachte jetzt kommt eine Art Erlebnissbericht von Move ......
Stattdessen gibts nen typisches Marketinginterview....
Habt ihr Move nun selbst benutzt oder nicht?
Und wenn ja.... wie ist es?
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...was für eine Heulsuse!
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]http://du alshockers.com/2010/07/20/sony-...[/link]
ich hab mal wieder herzhaft dabei gelacht, welche sinn-freien Argumente Sony für sich verbucht nur um besser abzuschneiden... und welche Sony verschweigt.
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Lenken, schon klar. Aber Schalten, Gasgeben, Bremsen?
Ich bin zwar kein Fan von diesen Fuchtel-Controllern, aber Move macht auf mich den kompletteren Eindruck von diesem Gewurschtel.
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Für mich ist MOVE nix anderes als eine WIIMOTE 2.0,
was ist nicht so schlecht finde, aber fragwürdig so zu tun als wäre es jetzt das absolte Wunderwerk der Technik und ein großer Fortschritt für das Gaming-Hobby allgemein... :P
KINETIC hingegen ist ein Witz, MS EYETOY des Jahres 2010...
Ein "Kontroller" wird immer genauer und präziser/schneller sein als eine "Bewegungserkennung".
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bisher sind die von herrn dr marks und seinem team entwickelten demos am spannensten aus, aber die wird man wohl nie testen können (ganz vielleicht auf der gamescom)
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