gamescom angespielt: Rainbow Six: Siege

Ich habe keine Ahnung, was ich tue.

Was ist das überhaupt?

Ein Multiplayer-Shooter mit Fokus auf kurze, taktische Gefechte. Immer fünf gegen fünf. Während ein Team sich im Inneren eines Gebäudes verschanzt, muss die gegnerische Gruppierung von außen eindringen und im Regelfall noch Geiseln befreien.

Warum sollte es mich interessieren?

Weil es auf beiden Seiten ein halbes Dutzend Klassen gibt, die für stark unterschiedliche Spielweisen sorgen und jedem die Möglichkeit geben, seinen favorisierten Stil zu finden. Kein Ansatz ist perfekt, jeder und muss stets auf die jeweilige Situation angepasst werden. Beispielsweise könnt ihr komplette Wände einreißen oder Decken zerstören, wodurch ihr zwar neue Angriffspunkte freilegt, euch gleichzeitig aber auch erkenntlich zeigt. Denkt daran: Ihr sterbt bereits nach wenigen Treffern. Wer zuerst Sichtkontakt zum Feind erhält, gewinnt meist.

Auf der Seite der Verteidiger ist das Verhalten gänzlich anders. Hier geht es darum, so gut es geht Schwachstellen in der Umgebung zu sichern und mögliche Eintrittspunkte der Gegner abzufangen. Leider durfte ich nur in eine von drei Runden meine Basis verteidigen, doch hob es sich deutlich von der Methodik eines Angreifers ab. In wenigen Sekunden als Team die Positionen zu kommunizieren, das war trotz des Chaos ziemlich intensiv. Man kann sich je nach Lage wie eine unangreifbare Kraft fühlen oder die Hilflosigkeit eines in die Ecke gedrängten Tieres spüren. Als Letzter in der Gruppe alleine zu flüchten und verzweifelt Granaten durch Türen zu schmeißen, kann den Puls schnell nach oben jagen.

Was kann noch schiefgehen?

Die größte Hürde ist sicherlich die Balancierung beider Gruppen. Leider wird sich erst nach der Veröffentlichung zeigen, wie gut die möglichen Teamkonstellationen zueinander passen. Immerhin ist eine dominante Strategie nicht auszuschließen und solche Sachen zeigen sich meist erst, wenn Millionen Spieler gleichzeitig Taktiken ausprobieren.

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Ebenso ungewiss ist, wie gut Rainbow Six Siege mit zufällig zusammengewürfelten Spielern funktioniert. Denn ohne Kommunikation klappt praktisch gar nichts. Lone Wolfs sterben sofort im ersten Ansturm und lassen ihr Team in der Unterzahl zurück. Schon das Ausspähen per Drohne vor Beginn der Runde braucht Koordination, da es nur funktioniert, wenn jeder einen bestimmten Bereich nach den Feinden absucht. Aber auch hier gilt: Erst der Langzeitversuch kann zeigen, wie gut das System mit Fremden funktioniert.

Wie wird es denn?

Rainbow Six Siege wird bestimmt Spaß machen, wenn man denn genügend Zeit findet, sich mit allen Klassen, Waffen und Gadgets ausgiebig zu beschäftigen. Wie auf der gamescom in drei kleine Runden geschmissen zu werden, das war ein wenig überwältigend. Ich hatte ehrlich gesagt keinen Plan und folgte in der ersten Runde blind den Anweisungen des Entwicklers, was nur dazu führte, dass ich mit meinem Schlaghammer eine Bodenplatte zertrümmerte und prompt in einen Hinterhalt fiel. Beim zweiten Ansatz klappte es schon besser, nachdem ich mir den Schild schnappte. Damit ausgerüstet stellte ich mich schützend vor meine Kollegen und half ihnen ein wenig mit Pistolendauerfeuer.

Ich bin ehrlich: Eine wirkliche Beurteilung ist schlicht nicht möglich. Dazu müsste ich mich zuerst einen kompletten Abend an Rainbow Six Siege setzen, um mich besser in die Mechaniken einzuarbeiten und die Balancierung beider Teams zu beobachten. Zum Glück gibt es in der fertigen Version einen passiven Beobachtermodus, in dem ihr frei die Kamera auf dem Spielfeld steuert. Wechselt jederzeit zwischen der Ego-Ansicht einzelner Spieler und studiert ihre Taktiken. Ihr dürft zudem das Spielfeld von oben herab betrachten, um eine taktische Übersicht der Situation zu erhalten. Ich hoffe nur, dass ich dann auch gezielt einem professionellen Team folgen kann und mich nicht durch einen Haufen unfähiger Trolle wühlen muss. In dem Fall wäre Twitch weiterhin die bessere Alternative.

Obwohl ich meiner kurzen Anspielzeit ein wenig von den Möglichkeiten überfordert war und drei Runden mit einer Gruppe fremder Leute nicht ausreichen, um mir einen richtigen Eindruck bilden zu können, hat mir der kurze Einblick sehr zugesagt und ich blicke der Veröffentlichung freudig entgegen.

Wann kommt es und für was?

Erscheint am 13.10.2015 für PC, Xbox One und PS4.

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Über den Autor:

Björn Balg

Björn Balg

Redakteur

Freier Autor und wahrscheinlich der letzte Mensch ohne einen Facebook-Account. Liebt Trash und verbringt zu viel Zeit mit dem Ansehen von Katzenvideos.

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