Hunt: Showdown bekommt Battle-Royale-artigen Modus in Update 4.0

"Quick Play" wohl noch vor Ende der Woche auf dem Test-Server.

Hunt: Showdown hatte ja schon immer einige Battle-Royale-Anleihen, nun aber will Crytek nopch ein wenig eindeutiger in diese Richtung gehen, indem es den Quick-Play-Modus grundlegend überarbeitet und deutlicher vom Hauptspiel abhebt.

Diese und viele andere spannende Änderungen an meinem persönlichen Geheimtipp des Jahres gab der emsige Entwickler gestern in einem Live-Stream zum Besten.

Wie es scheint, ist der neue Quick-Play-Modus tatsächlich keine schlechte Idee. Der Gedanke dahinter ist, den Spielablauf massiv zu beschleunigen indem man Lauer- und Belagerungstaktiken durch einen gewaltigen Zug nach vorne ersetzt. Als Ziel gab Crytek etwa 15-minütige Runden an.

Jeder Spieler startet mit einem zufälligen Tier-3-Jäger, zufälligem Loadout und je einem Werkzeug und einem Verbrauchsgegenstand. Und dann geht alles nur noch darum, die Hinweise zu finden. Bossgegner spielen im Quick Play keine Rolle.

Mit jedem Hinweis, den man findet, erhält der Hunter einen zufälligen Perk hinzu, der vierte Hinweis ist gleichbedeutend mit dem Aufnehmen des Kopfgeldes nach Erlegen des Bosses im normalen Modus. Daraufhin bildet sich um euch herum ein Kreis von 200 Metern Durchmesser, den ihr nicht verlassen könnt. Ab dann geht es nur darum, wie lange ihr am Leben bleibt, während die anderen Spieler, um eure Position wissend, Jagd auf euch machen. Je länger ihr überlebt, desto mehr Geld verdient ihr.

Außerdem könnt ihr in diesem Modus auf der Karte Waffen finden, die ihr behalten oder verkaufen könnt. Überlebt euer Hunter - und nur einer kann eine Partie Quick Play lebendig verlassen, könnt ihr ihn behalten und samt Perks mit ins nächste Spiel nehmen.

Für Quick Play und den normalen Spielmodus legt ihr jeweils einen eigenen Pool an Jägern an, jeweils fünf ist das Limit.

Klingt für mich nach einer coolen, flinkeren Variante, die vor allem dazu gut ist, sich warmzuspielen. Hoffen wir, dass dieser Modus nicht wie bei Fortnite das eigentliche Spiel verdrängt. Aber davon geht wohl selbst Crytek nicht aus, denn der Entwickler kündigte auch abseits von Quick Play viele Neuerungen an:

Nett ist vor allem, dass das Update tägliche und wöchentliche Herausforderungen mit sich bringt, die dann einen Anreiz geben sollen, im laufenden Spiel gegen Belohnungen gewisse Aufgaben zu erfüllen. Je nach Schwierigkeit der Challenge soll es Waffen in wechselnder Güte geben, was für Leute, die Hunt schon länger spielen, sehr sexy klingen dürfte. Gute Waffen sind ziemlich teuer in diesem Spiel.

Die nächste Änderung ist der schon seit längerem versprochene Outfit-Selektor: Nun könnt ihr eurem Hunter einen anderen Aufzug verpassen, sofern ihr ihn schon freigeschaltet habt.

Eine andere Verbesserung betrifft das Gunplay. Kleinere Gegenstände beziehungsweise Waffen werden künftig schneller weggesteckt und gezogen als größere, Wurfgegenstände wurden nun in ihrer Benutzung vereinheitlicht und die Animationen für den Wechsel sollen nun "smoother" sein.

Was die KI-Gegner angeht, bekommen die allseits verachteten Hellhounds jetzt stählerne Masken, die Kopfschüsse verhindern sollen (Crytek hasst mich offenbar). Und wer nun einem Gegner mit einer lautlosen Waffe ausschaltet, soll keine Todesschreie oder lautes Schädelplatzen mehr befürchten, was Stealth-Ansätze wieder etwas gangbarer macht.

Der Rest sind Level-Design- und Balance-Anpassungen: Einige Spawn-Punkte in den Wassergegenden der alten Stillwater-Karte werden angepasst, auch die Vegetation dort soll nun mehr Deckung bieten, während das Höllenloch Alain & Sons nicht mehr diese hohe Spawn-Punkt-Dichte haben dürfte wie zuvor.

Die Geldbelohnungen für Aufstiege wurden ebenfalls gekürzt, um den vielen neuen Gelegenheiten, an Geld und Waffen zu kommen, Rechnung zu tragen. Auch wurde das Inventar mit Limits belegt, Jede Waffe kann man zum Beispiel nur noch fünf Mal im Inventar haben, während man von Schmuggelware sogar nur ein Exemplar pro Gegenstand haben darf.

Was kommende Änderungen angeht, meinte Crytek, dass man noch an zusätzlichen Wetterbedingungen und Tageszeiten für die neue Karte, Lawson Delta, arbeite. Auf Schnee solle man aber noch nicht hoffen. Zwar bestehe technisch grundsätzlich die Möglichkeit, aber es sei schwer umzusetzen. Dafür gibt es mit 4.0 beide Bosse auf der Karte, was zumindest für mich sie wieder attraktiver macht. Ein Boss auf einer Map mit derart guter Sicht führt wird mir einfach irgendwann zu hektisch.

Die XBox-One-Version sei weiterhin in Arbeit.

Mehr zu Hunts neuem Battle-Royale-Ausflug, sobald wir ihn gespielt haben.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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