Blizzard hebt die Sperre des Pro-Hongkong Hearthstone-Spielers nicht auf

Auch die beiden Caster bleiben gesperrt.

Nachdem sich Blizzard auf der BlizzCon am Freitag für die Handhabe seiner Kontroverse um den Hongkonger Hearthstone-Profi (gewissermaßen) entschuldigte, zeigten einige Fans sich enttäuscht, das nicht genauer darauf eingegangen wurde, wie man in Zukunft besser damit umgehen werde. Auch wurde nichts dazu gesagt, ob der Chung "Blitzchung" Ng Wais Sperre weiter reduziert oder gar aufgehoben würde. Auch hörte man nichts neues darüber, was im Fall des sechsmonatigen Bans der beiden taiwanesischen Caster nun Sache ist.

Nach einem Interview Blizzards mit PC Gamer kennen wir nun die Antwort in Bezug auf die Sperren: Sie bleiben bestehen. Gleichermaßen bleibt man offenbar dabei, dass geschäftliche Interessen am chinesischen Markt mit den Entscheidungen für die Sperren nichts zu tun gehabt hätten.

"Wir wollen, dass die offiziellen Übertragungen, die einen kleinen Anteil des erschaffenen Contents ausmachen, sich nur um die Spiele drehen", so Blizzard-Präsident J. Allen Brack.

"Noch einmal, es geht nicht um den Inhalt von Blitzchungs Aussage. Es geht darum, dass es nicht um die Spiele ging. Hätten wir nichts unternommen, hätten wir nichts getan, ihr könnt euch vorstellen, welche Folgen das für zukünftige Interviews gehabt hätte. Sie wären für die Leute zu Gelegenheiten zu Stellungnahmen für was auch immer sie wollen geworden. Das ist einfach ein Weg, den wir nicht beschreiten wollen."

Brack sagte außerdem, dass Blizzard möchte, dass sich die Spieler auf ihren privaten Social-Media-Kanälen ausdrücken, nicht auf offiziellen Kanälen. Was das angeht, hat sich das Unternehmen bisher nicht mit Ruhm bekleckert, denn erst vor drei Tagen sagte ein Overwatch-Trainer, dass er seinen Pro-Blitzchung-Tweet (via nach der Kontroverse löschen musste, die Dallas Morning News berichteten).

Was die beiden Caster angeht, die sich in der Kontroverse verfangen haben, sagte Brack, dass Blizzard darüber nicht wirklich nachdenke. Der Grund für ihre Sperre sei gewesen, dass sie darin versagt hätten, den Fokus der Übertragung auf dort zu halten, "wo er hingehörte". "Und das sind die Spiele, die Sieger und die Geschichten, die dabei entstanden."

"Sie waren in ihrer Arbeit nicht erfolgreich. So fiel die Entscheidung."

Brack betonte ebenfalls noch einmal, dass der Weibo Post direkt nach Blitzchungs Sperre - der in westlichen Medien weit verbreitet wurde - von Blizzards chinesischem Publisher NetEase kam.

"Blizzard ist rechtlich nicht befugt, Spiele in China zu betreiben oder herauszubringen. Man muss einen Partner haben. Das sind die Regularien, das ist das Gesetz. NetEase ist unser Partner."

"Wir sind rechtlich nicht befugt, diese Kanäle zu betreiben. Wir sind nicht befugt, etwas beizutragen. Das ist eine NetEase-Entscheidung. Sie sind der Publisher in China."

Trotz der Entschuldigung gab es am Rande der BlizzCon Proteste bezüglich der Sperre, wie unser englischer Kollege Robert Purchese berichtete. Während eines World-of-Warcraft-Panels lief zudem ein Demonstrant auf die Bühne und rief "Free Hong Kong".

Wir werden sehen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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