BioShock: Levine gesteht Fehler ein

Vor allem in Bezug auf die Story

Ken Levine, Creative Director von BioShock, hat auf der Game Developers Conference im Rahmen seiner Rede "Storytelling in BioShock: Empowering players to care about your stupid story" einige Fehler in Bezug auf den Shooter eingestanden.

"Das Aufwerfen von Fragen ist interessanter als sie zu beantworten. Denkt an Lost - was ist ihr komplettes Repertoire? Es geht im Grunde um einen Haufen von Fragen, die sie eine lange Zeit nicht beantworten. Denkt an Cloverfield, was ist das? Es ist Godzilla mit weniger Informationen", so Levine.

"Da wir anspruchsvoll sind, nennen wir sowas einen Mystery Balloon. Denkt dabei an einen halb gefüllten Helium-Ballon, der nach unten sinkt." Die Entwickler müssten dafür sorgen, dass dieser Ballon rechtzeitig wieder nach oben gestoßen wird und nicht zu tief fällt.

"Das Problem dabei ist, wenn Ihr ihn zu sehr nach oben befördert, wie in der dritten Staffel von Lost, dann verliert Ihr Publikum. Sie wollen einige Fragen beantwortet haben, aber keinesfalls alle."

In Bezug auf BioShock kann er daher einige Kritiken und Spieler verstehen, die mit dem späteren Verlauf der Geschichte unzufrieden waren: "Ich denke, dass die letzten Levels hinsichtlich des Gameplays zu den stärksten Abschnitten gehörten", so Levine.

"Aber als wir alle Fragen rund um Ryan beantworteten, erreichte der Mystery Balloon den Boden und ließ die Leute in der Luft hängen. Ich habe unterschätzt, welchen Einfluss dies auf das Spiel und die Sichtweise der Spieler haben würde."

"Man muss dabei sehr vorsichtig sein, weil eine gebende Hand auch etwas nehmen kann. Und genau das passierte im dritten Akt von BioShock. Wir haben dabei eine große Lektion gelernt."

Trotzdem verlangen natürlich nicht alle Spieler nach einer komplexen Story, was Levine vollkommen akzeptiert: "Wir verstehen die Leute, die einfach BioShock spielen und etwas in die Luft jagen wollen. Die Verkaufszahlen zeigen, dass wir auch diese Personen erreicht haben." Spricht man sie hingegen nicht an, würde man viele der von Irrational erstellten Spiele erhalten, die sich lediglich 150.000 Mal verkauften.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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