Blizzard: 'Haben wichtige Lektionen gelernt'

Der Spielemarkt ist ein Donut

In der Eröffnungsrede zur Austin Game Developers Conference stellte Blizzards Michael Morhaime wichtige Lektionen vor, die sein Unternehmen im Laufe der Jahre gelernt hat. Am bedeutungsvollsten ist demnach das Gameplay.

"Wenn wir das nicht hinbekommen, spielt alles andere keine Rolle", so Morhaime. Anschließend verglich er den Spielemarkt mit einem Donut. Dessen Mitte repräsentiere den Kernmarkt, wo die Hardcore-Spieler viele Titel kaufen und spielen. Der Rest des Donuts stellt den wesentlich größeren Casual- beziehungsweise Massenmarkt dar. Um erfolgreich zu sein, müsse man in beide Bereiche vorstoßen.

Das Ziel ist die Erschaffung eines Spiels, das zwar einfach zu erlernen, aber schwierig zu meistern ist. Als Beispiel nannte er hier Activisions Guitar Hero-Reihe.

Ein weiter wichtiger Punkt sind Stärkung und Schutz der eigenen Marke. Morhaime weiter: "Der Name Blizzard ist unser wichtigster Besitz. Wir wollen, dass er etwas bedeutet. Er soll für hochqualitative, spaßige und technisch einwandfreie Produkte stehen." Die Unternehmen müssten dem Druck widerstehen, ein Spiel frühzeitig auf den Markt zu werfen.

"Eine zu frühe Auslieferung ist ein sehr risikoreiches Unterfangen. Man kann einer Marke oder einem Namen dadurch beträchtlichen Schaden zufügen." Unternehmen sollten nicht ihre Zukunft verpfänden, um in einem Quartal ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Als positive Beispiele nennt Morhaime die hauseigenen Titel Diablo und die World of WarCraft-Erweiterung The Burning Crusade. "Wir haben wie verrückt gearbeitet, um Diablo rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft fertigstellen zu können, aber es war einfach noch nicht bereit. Es gab kaum etwas, was wir dagegen hätten tun können."

Obwohl das Spiel erst am 31. Dezember auf den Markt kam, verkaufte es sich im folgenden Jahr mehr als prächtig. Die gleiche Geschichte könnte man bei The Burning Crusade erzählen. Auch hier fand der Release erst im Januar statt, aber dennoch setzte man gleich am ersten Tag 2,4 Millionen Exemplare ab und stellte damit zugleich einen neuen Rekord auf.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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