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PlayStation hat mit NFTs und Blockchain-Technologie experimentiert, verrät ein neues Patent

Das steckt dahinter.

Ein neues Patent von Sony deutet an, dass sich Sony Interactive Entertainment aktiv mit NFTs und Blockchain-Technologie in Spielen auseinandergesetzt hat.

Das Patent wurde bereits vergangenes Jahr eingereicht und in diesem Monat öffentlich gemacht, es hört auf den Namen "Tracking Unique In-Game Digital Assets Using Tokens on a Distributed Ledger" (via Gamesual).

Was verbirgt sich dahinter?

Es geht um ein System, mit dem sich die Erstellung, Verwendung, Modifizierung und Transfer digitaler Assets in einem Spiel nachverfolgen lässt.

"Menschen finden es oft bedeutungsvoll, einzigartige physische Gegenstände zu besitzen oder zu benutzen, die mit angesehenen Persönlichkeiten oder Aktivitäten in Verbindung stehen", heißt es darin.

"Fans des Baseballspielers Babe Ruth oder von Baseball im Allgemeinen versuchen zum Beispiel oft, von Ruth signierte Bälle, von Ruth in einem wichtigen Baseballspiel geschlagene Bälle, Sammelkarten mit dem Bild von Ruth und ähnliches zu erwerben und zu besitzen."

Das System könnte dabei zum Einsatz kommen, die Authentizität von digitalen Assets zu überprüfen, die von bekannten Spielern oder beliebten Content Creators verwendet werden und die Spielerinnen und Spieler wiederum kaufen, verkaufen oder leihen möchten.

"Spieler von Multiplayer-Spielen erlangen Popularität in Spielen oder Turnieren, die oft live gestreamt oder anderweitig an zahlreiche Zuschauer übertragen werden", heißt es weiter. "Ebenso werden bekannte Spieler oft live gestreamt oder übertragen von Einzel- oder Mehrspieler-Videospiele, z. B. wenn die Spieler Speedruns, Herausforderungen im Spiel, Mehrspieler-Matches oder andere Spielaktivitäten durchführen oder versuchen."

"Einige Spieler, die besonders geschickt oder charismatisch sind, können sich eine große Fangemeinde aufbauen, ähnlich wie die Fans berühmter Sportler, Sänger, Schauspieler oder anderer Berühmtheiten."

"In einigen Videospielen kann ein Spieler während des Spiels digitale Gegenstände benutzen. Solche digitalen Güter können beispielsweise bestimmte Figuren, Kostüme oder Gegenstände sein. In herkömmlichen Videospielen gibt es mehrere Versionen desselben Spielgegenstandes in derselben Kopie des Videospiels und/oder in verschiedenen Kopien des Videospiels."

"Diese verschiedenen Versionen desselben Spielgegenstandes sind traditionell fungibel, da sie nicht voneinander zu unterscheiden sind. Selbst wenn beispielsweise ein bestimmter Spielgegenstand im Videospiel nur selten zu erhalten ist, wird er im Videospiel als eine Codefolge dargestellt, die mit den Darstellungen anderer Instanzen desselben Spielgegenstands im selben Videospiel und/oder in anderen Kopien desselben Videospiels identisch ist. In herkömmlichen Videospielen unterscheidet sich also kein digitaler Vermögenswert von anderen Exemplaren desselben Spielgegenstandes."

"Daher gibt es in herkömmlichen Videospielen keine Möglichkeit, die Geschichte eines bestimmten Spielgegenstands zu kennen, zu verfolgen oder zu authentifizieren. In herkömmlichen Videospielen gibt es beispielsweise keine Möglichkeit, ein bestimmtes Exemplar eines Spielgegenstandes, mit dem ein berühmter Spieler des Videospiels ein berühmtes Turnier gewonnen hat, von anderen Exemplaren des Spielgegenstandes zu unterscheiden."

Inwiefern PlayStation dahingehend weitere Schritte unternehmen möchte, bleibt abzuwarten. Zuletzt startete mit PlayStation Stars ein neues Belohnungsprogramm, bei dem sich Spielerinnen und Spieler durch verschiedene Aktivitäten auch digitale Belohnungen verdienen können.

Sony hatte aber schnell betont, dass es sich dabei nicht um NFTs handelt. Aber ob das in Zukunft so bleibt?

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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