Platinum hielt Metal-Gear-Rising-Offerte zunächst für einen Scherz

Bayonetta-Director sitzt im Sattel

Nach eigener Aussage hielt Platinum Games das Angebot, die Entwicklung von Metal Gear Rising von Kojima Productions zu übernehmen, zunächst für einen Scherz.

Dies entnimmt Andriasang dem Transkript eines runden Tisches in der aktuellen Famitsu, an dem unter anderem auch Hideo Kojima und Atsushi Inaba zugegen waren. Hier wird außerdem der Name des Directors des Titels verraten. Hideki Kamiya hat entgegen langläufigen Spekulationen nichts mit "MGR" zu tun. Stattdessen ist offenbar Platinum Games Kenji Saito im Regiestuhl, der in gleicher Position schon Bayonetta zum Hit machte.

Kojima Productions sei erstmals 2012 an Platinum herangetreten, mit eingangs beschriebener Reaktion des Teams um Inaba und Kamiya. Etwa zur Zeit der PS-Vita-Ankündigung habe man aber begonnen ernsthaft über die Offerte zu sprechen.

Laut Hideo Kojima sei man zuvor zwar durchaus in Sachen Geschichte, Charaktergestaltung und Ereignisdichte vorangeschritten, das Game Design hätte aber stets Schwierigkeiten bereitet, da Stealth und schnelle Action nicht zusammengepasst hätten.

Bereits frühe Arbeiten Platinums an MGR hätten ihn zu dem Urteil geführt, "das ist es!". Das Spiel war um die Schleich-Komponente beschnitten worden und lief mit 60 Bildern pro Sekunde. Später änderte Platinum sogar etwas an der Story, was auf Seiten des Autoren nicht auf hundert prozentige Gegenliebe gestoßen sei.

Dass die Bayonetta- und Vanquish-Entwickler Metal Gear Rising unter ihre Fittiche genommen hatten, wurde im Dezember auf den VGAs bekanntgegeben. Zuvor war Metal Gear Rising, dass nun als Untertitel das Kunstwort "Revengeance" trägt, lange in der Versenkung verschwunden.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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