BioWare entschuldigt sich für die misslungene Transgender-Repräsentation in Mass Effect: Andromeda

Ein "unglückliches Resultat des iterativen Game Design Prozesses".

BioWare hat viel Kritik einstecken müssen für die unglückliche Darstellung eines Transgender-Charakters in Mass Effect: Andromeda. Der Entwickler hat sich das Feedback zu Herzen genommen und sich entschuldigt. Die Charakterinteraktionen mit der entsprechenden Figur würden mit einem kommenden Patch überarbeitet.

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Hainly Abrams.

So wie Mass Effect Andromeda im Laden stand, trifft man im Spiel eine Figur namens Hainly Adams, die im Dialog mit Ryder nicht nur direkt enthüllt, dass sie Transgender ist, sondern auch ihren einstigen Namen verrät, obwohl die beiden einander nicht kennen.

In der Transgender Community sind diese "dead names" nicht gerade etwas, was man mal eben so verrät, ganz abgesehen von der Tatsache, dass die eigentliche Funktion der Figur, Wissenschaftliche Leiterin, so komplett in den Hintergrund gedrängt wird. Es wirkte, als wolle der Entwickler nur zügig eine Inklusions-Checkliste abhaken und stieß deshalb wenig überraschend auf Protest.

BioWare bezog auf Twitter mittlerweile Stellung:

"Wir bei BioWare versuchen immer, Spiele zu erschaffen, die unsere Bandbreite an Spielern und die Welt im Allgemeinen repräsentieren. Das tun wir, indem wir uns aktiv mit unserer vielfältigen Belegschaft und einer Reihe an Communities beraten."

"In Mass Effect: Andromeda war einer unserer NPCs, Hainly Abrams, nicht in sorgfältiger oder umsichtiger Art implementiert. Wir entschuldigen uns bei allen, die mit ihr interagierten oder sich durch die Konversation gekränkt fühlten. Das war nicht unsere Absicht, sondern ein unglückliches Nebenprodukt des iterativen Game Design Prozesses und einer Änderung in der Struktur des Dialogs dieser Figur."

Im kommenden Update soll der Dialog von Abrams nun geändert werden.

"Wir hatten mehrere Diskussionen mit Mitgliedern der Transgender Community, sowohl intern bei BioWare als auch in der erweiterten Community und arbeiten daran, das Problem zu beheben. Nach den Änderungen wird Hainly gewisse Informationen erst mit Ryder teilen, nachdem ein gewisses Vertrauen entwickelt wurde, und nur wenn die Spieler entscheiden, den NPC zu unterstützen", so BioWare.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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