gamescom 2019: Blut, Helden und Vielfalt: Der Horde-Modus von Gears 5 verspricht einiges

Aber hält er es auch?

Die gamescom brachte uns die Erkenntnis, dass der Horde-Modus in Gears 5 zurückkehrt. Und auf der Messe stürzte ich mich sogleich an der Seite einiger zufällig zusammengewürfelter Mitstreiter in ein kleines Horde-Match, um Welle für Welle die anrückenden Feindhorden aufzuhalten. Gegner, die natürlich von Runde zu Runde schwieriger werden und euch mehr auf die Probe stellen.

Kurz: Horde spielt sich im Kern wie Horde. Aber es wäre langweilig, einfach nur den bekannten Horde-Modus in Gears 5 zu stopfen und nichts zu ändern, daher findet ihr die Anpassungen hier im Detail und bei den Gameplay-Mechaniken. Da hätten wir zum Beispiel die Helden in Form verschiedener Charaktere, die auf unterschiedliche Spielstile abgestimmt sind. Jeder von ihnen bringt eigene Fähigkeiten, Perks und Waffen mit sich.

Dazu zählen die "Ultimate Ability", die sich erst auflädt, und eine passive Fähigkeit. Nehmen wir Marcus. Er ist ein Tank und steckt Schaden gut weg. Sein ultimativer Skill ist "Living Legend" und bewirkt, das vorübergehend jeder Schuss von ihm oder von Teamkollegen in der näheren Umgebung in Deckung automatisch ein Headshot ist. Nicht schlecht. Und mit seiner passiven Fähigkeit regeneriert bei erlittenem Schaden langsam die ultimative Attacke.

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Volltreffer, da bleibt nicht mehr viel übrig.

Kait schlüpft indes in die Rolle des Scouts und hat die Möglichkeit, als ultimativen Skill eine optische Tarnung zu aktivieren, wodurch sie sich unsichtbar übers Schlachtfeld bewegt. Noch besser: Einzelne, schwächere Gegner lassen sich exekutieren, ohne dass die Tarnung auffliegt. Hinzu kommen Perks - jeder Held mit Ausnahme der Engineer-Rolle hat vier Stück - mit jeweils zehn möglichen Upgrades. Über den Verlauf eines Matches hinweg verbessert ihr damit die Skills eures Charakters, ob in puncto Gesundheit, Reparaturgeschwindigkeit oder Schadensbonus.

Und noch eine Option: Eure Helden steigen im Level auf und ihr erhaltet auf diese Art neue Skills. Das geschieht in Form von Karten und um die Skills zu verbessern, benötigt ihr Duplikate, die ihr bekommt, wenn ihr fünf Wellen mit einem Charakter absolviert. Je höher die Schwierigkeitsstufe, desto seltener die Qualität der Duplikate. Ebenso verwendet ihr Schrott aus Supply Drops zum Craften von Skill Cards. Dabei betonen die Entwickler, dass weder Skill Cards noch Skills mit Echtgeld käuflich sind.

Ein anderer wichtiger Rohstoff ist "Power". Power erhaltet ihr durch jeden Kill, wenn ihr die Hinterlassenschaft beim erledigten Gegner aufsammelt - jedes Teammitglied bekommt einen identischen Anteil. Und wenn ihr es innerhalb von 30 Sekunden tut, je nach Situation somit ein wenig was riskiert, gibt es mehr Power. Mit jeder zehnten Welle ab Welle 11 taucht zudem ein "Power Tap" auf der Map auf. Hier habt ihr die Möglichkeit, diese einzunehmen, wodurch sie euch in jeder Runde einen Power-Bonus geben. Bedenkt dabei, dass diese Power Taps zerstörbar sind. Sie verleihen dem Gameplay einen zusätzlichen taktischen Aspekt, versuchen euch aus eurer Basis herauszulocken. Wenn ihr Zeit dazu habt, sammelt ihr darüber hinaus herumliegende Waffen ein, verschrottet sie in eurer Basis und verwandelt sie somit in mehr Power.

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Welle für Welle rücken die Gegner an.

Ihr merkt: Die Entwickler legen wert auf möglichst viel Abwechslung. Ihr könnt euch in eurer Basis verschanzen oder offensiv agieren, um euch auf diese Art so viel Power wie möglich zu sichern und die Oberhand über den Feind zu behalten. Das birgt aber Risiken, da ihr viel unterwegs seid und somit leichteres Futter für die Gegner darstellt. Für die Individualisierbarkeit sprechen zudem acht verschiedene Schwierigkeitsgrade sowie bis zu sieben Modifikatoren, die sich aktivieren lassen. Und wenn mal Knappheit an menschlichen Mitstreitern herrscht, helfen euch KI-Kollegen aus. "Sie sind nicht so stark wie echte Spieler", sagen die Entwickler, helfen sollen sie euch dennoch.

Von all dem war in meinem Match auf der gamescom aber noch nicht sehr viel zu sehen, dazu war es insgesamt zu kurz. Auf dem Papier klingt es nach vernünftigen Anpassungen, die für mehr Abwechslung und Taktik sorgen könnten. Spaß macht es wie eh und je, sich im Team mit den Gegnerhorden anzulegen. Schnetzelt ihr euch zu Beginn noch mit Leichtigkeit durch die geringe Zahl an Feinden, steigen Zahl und Herausforderung mit jeder Stufe beständig an. Vor jeder Runde habt ihr ein wenig Zeit für die Vorbereitungen, baut Barrikaden auf und rüstet euch für den Feind. Stimmen genügend Mitspieler dafür, lässt sich die verbliebene Zeit bis zum Start der Welle überspringen. Dann stürzt sich jeder mit seinen Waffen wie Lancer oder Gnasher ins Gefecht - auch nett ist die Cryo Gun, die Gegner einfriert - und räumt auf. Gutes Teamplay und individuelle Skills sind gleichermaßen entscheidend, um so weit es geht zu kommen. Im Allgemeinen bleibt Horde auch in Gears 5 Horde, wie ihr es kennt, die vielen Detailänderungen dürften aber aller Voraussicht nach für einigen frischen Wind sorgen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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