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Killzone 2

Angespielt und nachgefragt

Wie kann man eine Meute sensationsgeiler Journalisten begeistern, auch wenn man nichts Neues zu zeigen hat? Geld, Drogen und Frauen sind zu gefährlich, da könnten einige Kollegen ja auf die Idee kommen, beeinflusst zu werden. Nein, es ist viel simpler. Einfach den Redakteuren die Möglichkeit geben, an einen kommenden Blockbuster zum ersten Mal selbst Hand zu legen und schon ziehen sie sich brav die gesamte Präsentation noch einmal rein und schreiben auch noch darüber.

Natürlich handelt es sich dabei um keinen gewöhnlichen Titel, sondern um die Shooter-Hoffnung der PS3-Gemeinde: Killzone 2. Statt auf eine großen Leinwand aus mehreren Metern Entfernung zu starren, saßen ca. acht Schreiberlinge direkt vor einem großen Sony-Fernseher und bestaunten, was die Debug-Station da so alles auf den Bildschirm zauberte.

Außerdem verriet uns Game Director Mathijs de Jonge zu Beginn der Präsentation ein Geheimnis: Das Entwickler-Team wurde selbst etwas vom ersten Killzone 2-Video auf der E3 2005 überrascht. Intern gab es das erst zu sehen, nachdem es fertig war. Dafür sind sie nun umso glücklicher, dass die vorhandene Version so nah an die Vorgaben heran kommt. Da sind wir ja mal gespannt.

Willkommen in Bitterfeld

“Also bei der miesen Luft wäre ich aber auch sauer!“

Die Hintergrundgeschichte müssten die meisten Leser eigentlich schon von unserer E3 2006 Vorschau kennen. Im Krieg gegen die abtrünnigen Helghast-Kolonisten hat sich das Schlachtenglück endlich zugunsten der ISA gedreht. Mit einer gewaltigen Streitmacht versucht die Koalition den unwirklichen Heimatplaneten der rotäugigen Bösewichter zu erobern. Ihr selbst spielt diesmal keine unterschiedlichen Charaktere, sondern den einfachen Soldaten Sev, der dank auswechselbarer Waffen in die verschiedenen Rollen des ersten Teils schlüpfen kann.

Im späteren Verlauf soll man laut dem Game Director von Guerilla Mathijs de Jonge auf die Hauptdarsteller des ersten Teils treffen, die bei der Invasion natürlich kräftig mitmischen. Wie schon auf der E3 in Los Angeles gibt es in Leipzig nur einen Level zu spielen, bei dem Sev zusammen mit einer kleinen Truppe eine große Flugabwehranlage auslöschen muss. Brav von der Marketing-Abteilung trainiert, erklärt uns Mathijs, dass allein dieser eine Level satte 2 Gigabyte an Speicher verbraucht. „Ohne den Platz der Blu-Ray-Disk ist dies natürlich nicht möglich“, erklärt der erfahrene Entwickler, ohne mit der Wimper zu zucken – eine wirklich erstklassige schauspielerische Leistung.

Die Gegner sehen wirklich böse aus, auch wenn das Design von dem Anime Jin Ro geklaut wurde.

Die Ladesequenz ist endlich vorbei und wir befinden uns auf einem Transportgleiter wieder, der durch eine malerische Wolkenlandschaft fliegt. Die Sonne scheint über den Wolken und unter unserem Team befindet sich nur ein herrliches Weiß. Gerade mal ein Stockwerk tiefer brennt die Luft. Kaum ist der Gleiter aus den Wolken aufgetaucht, wird er beschossen. Das Nachbargerät wird voll erwischt und schmiert brennend ab. Sev erreicht heil den Boden und schwärmt mit dem Team aus.

Bedingt durch den niedrigen Rang wird man bei Killzone 2 keine Befehle verteilen. Stattdessen ist man ein Teil des Teams und lässt sich von den Fähigkeiten der KI überzeugen. Zu einem Koop-Modus wollen die Entwickler noch keine feste Aussage machen, denkbar wäre er aber. Erneut muss man feststellen, wie fantastisch der Titel aussieht. Der schmutzig-graue Filter ist zwar nicht Jedermanns Sache, aber Animationen und Effekte sind erstklassig.

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