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Als Star-Wars-Fan solltet ihr euch das Remaster dieses klassischen Shooters nicht entgehen lassen

Noch einmal die Todessternpläne klauen.

Durchweg gelungenes Remaster des klassischen Shooters, der nie schöner war als heute und sich auf PC und Konsole perfekt spielen lässt.

Ich glaube, in den vergangen Jahren habe ich mich über kein angekündigtes Remaster so sehr gefreut wie über das von Star Wars: Dark Forces. Einer meiner liebsten Shooter aus meiner Jugend mit dem Controller bequem von der Couch aus spielen? Take my money! Wenngleich ihr nicht mit falschen Erwartungen an die Sache herangehen solltet. Das Remaster von Dark Forces bewegt sich auf dem üblichen Niveau der Neuauflagen, die ihr von den Nightdive Studios bereits kennt.

Ist das jetzt gut oder schlecht? Das hängt wahrscheinlich davon ab, was ihr erwartet und was ihr euch erhofft. Fakt ist, dass wir hier, wie schon bei Turok und Co., ein äußerst originalgetreues Remaster haben. Es ist keine Komplettüberarbeitung, aber es sieht dank Detailüberarbeitungen, höherer Auflösung und Techniken wie Kantenglättung besser aus als je zuvor. Weitere moderne Beleuchtungs- und Rendering-Techniken kommen ebenso zum Einsatz wie höher aufgelöste Texturen. Je nach System und vorhandener Technik unterstützt Dark Forces bis zu 4K und 120 fps.

So muss das laufen

Auf der Xbox Series X, auf der ich spielte, habt ihr zum Beispiel die Wahl zwischen einem Software- und Hardware-Rendermodus. Letzterer ermöglicht erst Kantenglättung und Bloom. Außerdem könnt ihr etwa auf Wunsch das HUD ausblenden und das Sichtfeld ändern, verbesserte Sprites und Zwischensequenzen sind ebenfalls an- und abwählbar. Und was das Spielerlebnis schon ein wenig transformiert, ist die echte 3D-Perspektive. Soll heißen, dass ihr euch dann wie in modernen Shootern ganz bequem und natürlich mit dem linken Stick bewegt und mit dem rechten Stick umschaut - ebenso nach unten und oben. Im Original ist das doch etwas umständlicher.

Dark Forces lässt sich im Remaster jedenfalls super flüssig spielen und es ist eine Freude, sich mit Kyle Katarn schnell und elegant durch die imperialen Truppen zu pflügen. Das macht deutlich mehr Spaß, als sich mit der modernen Steuerung oder der Panzersteuerung von Tomb Raider 1-3 Remastered auseinanderzusetzen. Bei Laras frühen Abenteuern hat man das Gefühl, dass Steuerung und Kamera einem manchmal doch sehr im Weg stehen. Hier ist das nie der Fall und ihr könnt euch daher voll und ganz darauf einlassen, den Strumtruppen und andere imperiale Leute niederzuballern.

Und nicht nur das, es sind zugleich neue Features hinzugekommen. Je nach Plattform könnt ihr mit Bewegungssteuerung spielen. Es gibt ein neues Waffenrad für eine schnelle Auswahl der gewünschten Waffe. Und ihr spürt Vibrationseffekte beim Abfeuern der Waffen, der Explosion von Granaten oder wenn ihr eurem Sturmtruppler mit eurer Faust guten Tag sagt.

Star Wars: Dark Forces Remaster - Screenshots

Ein paar Extras obendrauf

Der einzige echte Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass ihr nach wie vor nicht in den einzelnen Levels speichern könnt. Zugegeben, die sind nicht ausufernd lang, aber wenn es vielleicht doch mal an einer Stelle hapert und ihr weg müsst, habt ihr womöglich ein Problem. Oder wenn ihr zwischendurch einfach müde werdet. Gespeichert wird in dem Sinne nur nach Abschluss eines Levels, wodurch ihr die nächste Mission freischaltet. Es gibt zwar einzelne Checkpoints in einem Level, aber nur für einen Respawn nach dem Tod. Wenn ihr den Abschnitt verlasst, könnt ihr später nicht dort wieder einsteigen.

Als i-Tüpfelchen kommt bei dieser gelungenen Neuauflage noch ein wenig Bonusmaterial hinzu. Auch hier gilt wieder: Der "Tresor" quillt nicht vor Extras über, hat jedoch ein paar Informationen, Artworks und dergleichen zu bieten. Das Highlight ist aber zweifellos der spielbare Avenger-Bonuslevel. Dabei handelt es sich um das Innere eines Sternzerstörers. Ursprünglich war dieser Level, der als Einstiegsmission konzipiert war, als Demo auf der Consumer Electronics Show (CES) spielbar, schaffte es aber nicht ins finale Spiel. Man hatte das Gefühl, "er sei für neue Spieler zu schwierig". Allerdings wurden Teile daraus woanders wiederverwendet. Es ist aber schön, ihn hier als spielbaren Bonuslevel zu bekommen.

Star Wars: Dark Forces Remaster – Fazit

Es war mir eine Freude, dieses Spiel noch einmal zu erleben. Es war immer so ein bisschen wie Doom, doch die Macht war mit ihm. Die dezenten Verbesserungen stehen ihm gut zu Gesicht und machen Dark Forces auf modernen Plattformen perfekt spielbar. Hinzu kommen ein paar schöne Extras, besonders der Bonuslevel sticht hierbei hervor. Einziger Wermutstropfen ist nur die fehlende Speicherfunktion innerhalb der Missionen, aber auch die ist durchaus zu verschmerzen. Letztlich kann ich sowohl denen, die Dark Forces bereits damals gespielt haben, und allen, für die es das erste Mal wäre, dieses Remaster nur ans Herz legen. Es ist noch heute einer der besten Star-Wars-Shooter.

Star Wars: Dark Forces Remaster
PROCONTRA
  • Sehr gutes, sauberes und originalgetreues Remaster
  • Bis zu 4K und 120 fps möglich
  • Dank modernisierter Steuerung perfekt spielbar
  • Schönes Bonusmaterial inklusive spielbarem Bonuslevel
  • Kein Speichern während der Missionen möglich

Ihr könnt Star Wars: Dark Forces Remaster auf Steam, im Xbox Store, im PlayStation Store und im eShop der Nintendo Switch kaufen.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

In diesem artikel

Star Wars: Dark Forces Remaster

PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC, Nintendo Switch

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.
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