Assassin's Creed: Weiblicher Hauptcharakter wäre in Zukunft 'nicht überraschend'

Bei Black Flag stellte sich diese Frage aber nicht, da die Story schon länger geplant war.

Mit Aveline hat die Assassin's-Creed-Reihe im Vita-Titel Assassin's Creed 3: Liberation ihren ersten weiblichen Hauptcharakter bekommen, doch die Hauptreihe wird bislang von Männern dominiert. Das muss aber nicht so bleiben.

Beim jüngst angekündigten Assassin's Creed 4: Black Flag stellte sich diese Frage aber noch nicht, wie Game Director Ashraf Ismail erklärt: „Wir entschieden uns schon wirklich früh dafür, die Geschichte der Kenways zu erzählen. Wir hatten also bereits die Idee, Edward, Hytham und Connor in den Mittelpunkt zu rücken. Diese Idee hatten wir schon vor Jahren."

Daher habe man - wenn man die gesamte AC3- und Black-Flag-Ära betrachtet - nie wirklich darüber nachgedacht, einer Frau die Hauptrolle zu geben.

„Aus der Perspektive der Piraten gesehen gab es zwar ein paar berüchtigte Piratinnen, aber es war nicht gang und gäbe. Wir wollten also nicht, dass sich die Leute an diesem Detail stören."

Für die Zukunft schließt man hingegen nichts aus: „Ich würde sagen, dass es nicht überraschend wäre, eine Assassine in einem Assassin's Creed der Hauptreihe zu sehen. Aber für uns, für AC4, war es immer Edward."

Zuletzt sagte Epics Chris Perna, dass es in Anbetracht des Marktes schwierig wäre, einen weiblichen Hauptcharakter zu rechtfertigen. Doch Ismail betonte nochmals, dass man nichts ausschließen wolle.

„Tatsächlich weiß ich nicht, woran das Markenteam für die nächsten paar Spiele arbeitet", sagt er. „Aber ich kann euch sagen, dass das Konzept einer weiblichen Attentäterin kein Tabu ist. Es ist nichts, was wir auch nur annähernd vermeiden wollen."

Überlegungen diesbezüglich hatte es einst auch schon für Assassin's Creed 3 gegeben, wie Ubisofts Creative Director Alex Hutchinson im letzten Jahr angab

"Das ist immer eine Sache, über die wir nachdenken. Ich denke, viele Leute würden das gerne sehen", sagte er.

"In dieser Zeitperiode ist das ein wenig schwierig. Die Geschichte der Amerikanischen Revolution ist die Geschichte der Männer", so Hutchinson weiter. "Es gibt einige wenige Leute, wie etwa John Adams' Frau. Sie haben ihr Bestes versucht, es in der TV-Serie nicht nach einem Haufen Typen aussehen zu lassen, aber es war wirklich ein Haufen Typen."

"Es fühlte sich irgendwie falsch an, wenn man all diese Männer in jeder Szene sah und dann inmitten von ihnen im Verborgenen [einen weiblichen Assassinen]. Die Leute würden es für unglaubwürdig halten."

Assassin's Creed 4: Black Flag - Trailer

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