Espgaluda 2 • Seite 2

Exklusiv: „Weibliche Charaktere für männliche Fans“

Eurogamer: Planst du, Espgaluda 2 auch noch auf weitere Handys oder tragbare Konsolen zu portieren?

Yukihiro Masaki: Espgaluda 2 gibt es sogar schon für japanische Handys und wir würden gerne einen Versuch auf dem Android und Windows-Mobile-Plattformen starten, wenn wir die Möglichkeit dazu bekommen.

Eurogamer: Vergangenes Jahr hast du Mushihimesama Bug Panic für das iPhone bereits gezeigt. Besteht die Chance auf eine Veröffentlichung?

Yukihiro Masaki: Wie oben erwähnt, war Mushihimesama Bug Panic tatsächlich nur ein Testspiel, das wir für iPhone und iPod Touch entwickelt haben. Wir haben es einige unserer Fans spielen lassen, auf einer unserer Cave Matsuri, einem Festival, das wir für die Fans veranstalten. Falls von Seiten der Fans wirklich eine große Nachfrage für eine Veröffentlichung bestehen sollte, könnten wir es vielleicht möglich machen.

Eurogamer: Sind denn Mobiltelefone die Spielhallen von heute?

Yukihiro Masaki: Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob sie die Spielhallen einer neuen Generation sein werden. Aber ich denke, abhängig davon wie die Technik fortschreitet und sich die Situation dann darstellt, ändern die Dinge sich definitiv. Wir denken, dass das Mobiltelefon ein System mit großem Potential ist.

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Auffällig: Die jungen weiblichen Charaktere.

Eurogamer: Verrate uns etwas über deine weiteren Pläne! An welchen Spielen arbeitest du aktuell?

Yukihiro Masaki: Im Moment bereiten wir unser zweites und drittes iPhone-Projekt vor, doch die müssen wir noch geheim halten. Wir aktualisieren unsere offizielle Internetseite ebenso wie Twitter, wenn wir bereit sind, über diese Titel etwas offiziell anzukündigen, haltet also die Augen offen!

Eurogamer: Sind 2D-Spiele noch up-to-date?

Yukihiro Masaki: Das ist eine schwierige Frage und ich denke, es hängt vom jeweiligen Spiel ab. Für uns, solange die Spieler 2D wollen, ist es up-to-date.

Eurogamer: Wie denkst du über den Arcade-Markt? Könntest du dir vorstellen, keine Spiele mehr für die Spielhalle zu veröffentlichen?

Yukihiro Masaki: Cave hat seit seiner Gründung Titel für Spielhallen entwickelt und wir wollen die Spielhallen unterstützen, solange es diesen Markt gibt. Dennoch existiert das Problem, dass der japanische Arcade-Markt aktuell sehr schwere Zeiten durchmacht. Es ist also je nach Sachlage möglich, dass wir in Zukunft tatsächlich damit aufhören müssen, Arcade-Spiele zu veröffentlichen.

Eurogamer: Weshalb tauchen so viele junge Mädchen in den jüngeren Cave-Spielen auf?

Yukihiro Masaki: Wir denken, es ist leicht, sich mit diesen Charakteren zu identifizieren und es gibt uns die Möglichkeit, auch Spieler, die keine großen Shooter-Liebhaber sind, auf unsere Spiele aufmerksam zu machen. Einer der Gründe, weswegen unsere Spiele mit so vielen weiblichen Charakteren ausgestattet sind, sind unsere zahlreichen männlichen Anhänger. Indem wir diese Figuren einbauen, ist es uns tatsächlich gelungen, unsere Fanbasis zu erhöhen. Für den Moment verfolgen wir weiter diese Richtung.

Eurogamer: Euer Spiel Deathsmiles erscheint in Kürze in den Vereinigten Staaten, Mushihimesama Futari für die 360 besitzt keine Regionalsperre, die iPhone-Fassung von Espgaluda 2 ist international erhältlich – weshalb liefert Cave plötzlich seine Spiele für ein westliches Publikum?

Makoto Asada: Mushihimesama Futari und die Standard-Edition von Espgaluda 2 für 360 codefrei zu veröffentlichen, war ein Test, um zu sehen, auf welche Resonanz das bei unseren Anhängern in Übersee stößt. Es gibt keine besondere Verbindung zu der nordamerikanischen Lokalisierung von Deathsmiles. Unser Test ohne Regionalsperre endet mit Mushihimesama Futari und Galuda 2, aktuell planen wir in Zukunft keine codefreien Spiele mehr zu veröffentlichen. Unser nächstes Spiel, Deathsmiles 2X, wird eine reine Japan-Veröffentlichung und wir denken nicht an eine Version für Übersee. Wir glauben, unsere Spiele auf dem iPhone und iPod Touch sind, wie vorhin beschrieben, eine gute Möglichkeit für Leute auf der ganzen Welt, unsere Shooter auszuprobieren.

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Makoto Asada, Xbox-360-Produzent der Spielentwicklungsabteilung von Cave.

Eurogamer: Ballerspiele und ihre Entwickler blicken in Japan auf eine lange Tradition zurück. Weshalb hat Cave als eines der wenigen Studios überlebt, im Gegensatz zu Raizing, Psikyo oder Seibu?

Makoto Asada: Wir können nicht für andere Firmen sprechen, weil wir die Umstände dort nicht kennen, aber die simple Tatsache hinter dem andauernden Erfolg von Cave ist, dass das Unternehmen es geschafft hat, ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Dahinter stehen mit Sicherheit die loyalen Anhänger, die nicht aufhören, unsere Spiele zu spielen.

Eurogamer: Cave hat viele seiner Spiele für die 360 umgesetzt und mit frischen Spielmodi und grafischen Verbesserungen versehen – ist das ein profitables Geschäft? Wie viele Exemplare habt ihr zum Beispiel auf 360 von Deathsmiles oder Mushihimesama Futari verkauft?

Makoto Asada: Deathsmiles hat sich 35.000 Mal verkauft und von Mushihimesama Futari sind 28.000 Stück über den Ladentisch gewandert.

Eurogamer: Wieso veröffentlicht Cave seine Spiele nur auf Xbox 360 und nicht für PlayStation 3?

Makoto Asada: Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass sich Shooter-Fans in Japan gegenwärtig auf die Xbox 360 konzentrieren. Das ist der Hauptgrund, weshalb wir für dieses System entwickelt.

Eurogamer: Welches Cave-Spiel magst du persönlich am meisten?

Makoto Asada: Ich kann mich nicht bloß für eines entscheiden, tut mir Leid! Ich liebe sie alle!

Espgaluda 2 ist für iPhone, Xbox 360 und als Spielhallenplatine erhältlich.

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Joachim Hesse

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