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Company of Heroes 2 - Lösung, Tipps und Tricks

Tipps zum neuen Deckungssystem, allen Einheiten, dem Venteranenstatus und dem Truppenmanagement, dazu alle Vor- und Nachteile des neuen Wettesystem ColdTech sowie zum Sichtfeldsystem TrueSight.

Relic Entertainment liefert den Fans endlich den zweiten Teil des lang erwarteten Krachers Company of Heroes. Das Entwicklerteam hat sich vieles vorgenommen und an zahlreichen Ecken kleine und große Verbesserungen vorgenommen. Dankt der neuen Essence Engine 3 und den Simulationssystemen aus der hauseigenen Entwicklung gestallten sich die Schlachten nun noch realistischer und eröffnen viele neue taktische Wege, um den Gegner auszutricksen, zu verwirren und anzugreifen. Allerdings können euch die Neuerungen auch selbst zu schaffen machen.

Unsere Tipps und Tricks sollen euch die Vorteile und Risiken des neuen Wettersystems ColdTech - liebevoll General Winter genannt - aufzeigen und euch dabei unterstützten, sie zu eurem Vorteil einzusetzen. Gleiches gilt für das überarbeitete TrueSight-System, dass für ein realistisches Sichtfeld eurer Truppen sowie die des Gegners zuständig ist und große taktische Vorteile, aber auch einige Nachteile mit sich bringt. Zudem widmen wir uns ausgiebig dem überarbeiteten Deckungssystem und erläutern die Vorteile der verschiedenen Deckungszustände, die Nachteile der Dynamischen Deckung und wie ihr eure Truppen schnell in Deckung bewegt oder feindliche Deckung überwindet.

Auch die zahlreichen Einheiten der Infanterie, Artillerie und Panzertruppen kommen nicht zu kurz. Ihr erfahrt, wie ihr eure Soldaten im Kampf am effektivsten einsetzt, sie am Leben haltet und gegebenfalls rettet, um ihre Erfahrungspunkte und Veteranenstatus zu erhalten. Darüber hinaus gehen wir auf die unterschiedlich gepanzerten Fahrzeuge ein und zeigen euch ihre Schwachpunkte, die ihr angreifen oder schützen müsst. Zudem geben wir euch Tipps, wie ihr euren Fuhrpark instand setzt und wie ihr eure Kompanie zusammenstellt und befehligt.

Inhaltsverzeichnis

Company of Heroes 2: ColdTech-Wettersystem (General Winter) - Extreme Kälte, Schnee, Blizzards

Company of Heroes 2: Terrain und Deckung - Deckungszustände, Dynamische Deckung, Deckung überwinden

Company of Heroes 2: Infanterie - Trupps, Rückzug, Trupps wieder auffüllen, Unterstützungsfeuer

Company of Heroes 2: Panzer und Fahrzeuge - Leichte und schwere Panzer-Fahrzeuge, Panzer-Fahrzeuge richtig angreifen und zurückziehen, Fahrzeugschäden und Reparatur

Company of Heroes 2: Veteranenstatus, Einheitenzusammenstellung, Truppenmanagement

Spielprinzipien

Wer den ersten Teil bereits gespielt hat, wird sich in Company of Heroes 2 extrem schnell zurechtfinden. Auf den ersten Blick gibt es nur wenig Unterschiede. Die Steuerung ist nahezu gleich geblieben, genauso, wie das Gameplay selbst. Der Basenbau steht wie üblich mehr im Hintergrund und es müssen keine Einheiten produziert werden, um Ressourcen für die Kriegsführung abzubauen. Stattdessen konzentriert ihr euch voll darauf, die Eroberungspunkte einer Karte für euch zu gewinnen und zu halten. So gelangt ihr an die Rohstoffe für eure Armee. Je mehr Eroberungspunkte ihr kontrolliert, umso mehr dominiert ihr die Schlacht.

Von den Eroberungspunkten gibt es unterschiedlich Viele auf einer Karte. Sie können in der Regel nur mit Fußtruppen und in speziellen Fällen auch mit einigen Fahrzeugen erobert werden. Das funktioniert relativ einfach, indem ihr eure Truppen zum Eroberungspunkt beordert. Nach einiger Zeit füllt sich dort eine kreisförmige Anzeige und ihr übernehmt die Kontrolle über den Punkt. Dafür erhaltet ihr dann Ressourcen, sofern der Punkt auf der Karte neben eurem bisherigen Einflussbereich liegt. Solltet ihr einen Sektor hinter den feindlichen Linien erobern, der allerdings nicht direkt an euer bisheriges Territorium angrenzt, erhaltet ihr dafür keine Ressourcen. Euer Gegner allerdings auch nicht. Es kann also durchaus sinnvoll sein, dem Feind bestimmte Punkte immer wieder abzunehmen, um seinen Rohstofffluss zu bremsen.

Eroberungspunkte, die noch kein Kommandeur für sich beansprucht hat, werden Weiß/Grau angezeigt. Sollte ein Gegner einen Sektor bereits für sich eingenommen haben, erscheint eine rote Umrandung des Sektors. Um bereits beanspruchte Eroberungspunkte zu erobern, müsst ihr etwas mehr Zeit aufwenden, da das Gebiet zuerst neutralisiert werden muss, ehe es eure eigenen Truppen beanspruchen können. Das Neutralisieren funktioniert genauso wie die Eroberung eines unbeanspruchten Sektors - Soldaten zur Flagge hinschicken und abwarten, bis sich die feindliche kreisförmige Anzeige geleert und die eigene Anzeige gefüllt hat.

Je nach Spielmodus gibt es drei bis vier grundliegende Arten von Sektoren, die ihr erobern könnt und die euch unterschiedliche Ressourcen einbringen. Arbeitskraft, Munition und Treibstoff gibt es immer. Im Spielmodus „Siegmarke" - das auf einem Punktesystem für Eroberungen und Verluste basiert - kommen noch Sektoren mit Siegesmarken hinzu. Neben den Standarderoberungspunkten gibt es auch - je nach Karte - einige spezielle Sektoren, die euch gewisse Vorteile einbringen, wenn ihr sie erobert. Wird der Sektor zum Beispiel durch einen Schraubenschlüssel auf der Karte markiert, werden in der Nähe des Eroberungspunktes eure Fahrzeuge repariert - natürlich nur, wenn er euch gehört. Gleiches gibt es in Form eines roten Kreuzes auch für die Fußtruppen. Alternativ könnt ihr auch einen Wachturm beim Eroberungspunkt vorfinden, den ein Trupp besetzen und euch somit einen größeren Überblick über das Areal verschaffen kann.

Ressourcen

Eure Armee wird nicht mit Luft betrieben. Die Ausbildung und Konstruktion von Einheiten und Gebäuden kostet jede Menge Arbeitskraft, Munition und Treibstoff. Zudem muss eine Armee auch unterhalten werden. Das drückt sich in Form von geringeren Einnahmen aus. Je mehr ihr eure Armee vergrößert, umso geringer ist euer Einkommen. Ihr müsst euer Territorium also ständig erweitern, um die Einnahmen so hoch wie möglich zu halten und eure Armee zu erweitern. Allerdings könnt ihr nicht unbegrenzt Einheiten aufs Feld beordern. Bei einem Bevölkerungslimit von üblicherweise 100 ist Schluss. Das bedeutet allerdings nicht, dass ihr einhundert Einheiten befehligen könnt. Jeder Trupp und jedes Fahrzeug nimmt einen gewissen Bevölkerungsteil in Anspruch. Je höherwertiger die Einheit, umso höher der Bevölkerungsteil.

Um die Einkommensrate von Munition oder Treibstoff zu erhöhen, können von euren Pionieren zusätzliche Lager an normalen Eroberungspunkten errichten lassen, die euer Einkommen leicht aufbessern. Zudem bieten die Lager den Vorteil, dass sie erst zerstört werden müssen, um den Sektor zu erobern. Das kann euch unter Umständen die nötigen Sekunden verschaffen, um weitere Truppen zur Verteidigung hinzuzuziehen.

Arbeitskraft

Arbeitskraft ist sozusagen eure Grundwährung. Mit ihr bildet ihr neue Truppen aus und errichtet Gebäude. Rechts neben dem aktuellen Betrag eurer verfügbaren Arbeitskraft wird euer Einkommen angezeigt. Je größer eure Armee ist, umso geringer ist die Einkommensrate.

Munition

Munition wird hauptsächlich für die aktivierbaren Fähigkeiten eurer Einheiten benötigt (z.B. die Molotowcocktails oder Panzergranaten). Hinzu kommen bestimmte Kommandanten-Fähigkeiten (Aufklärungsflüge, Bombardements, Fahrzeugmarkierungen, Spezialeinheiten etc.), diverse Upgrades einzelner Einheiten (Flammenwerfer, leichte oder schwere Maschinengewehre etc.) oder das Errichten von Feldverteidigung wie Minen. Um die Einkommensrate der Munition zu erhöhen, müsst ihr weitere Sektoren einnehmen.

Treibstoff

Neben Arbeitskraft kosten bestimmte Gebäude, alle Fahrzeuge und die deutschen Kampfphasen auch eine gewisse Menge Treibstoff. Selbiger ist in der Regel seltener auf der Karte zu finden und erreicht nicht annähernd die Ertragsrate der Arbeitskraft. Je höherwertiger ein Fahrzeug ist, umso mehr Treibstoff müsst ihr für seine Konstruktion berappen. Zudem sind die deutschen Fahrzeuge allesamt erheblich teurer, als ihre sowjetischen Pendants. Da es im Feld relativ wenig Sektoren mit Treibstoff gibt, sind diese üblicherweise hart umkämpft.

Sichtfeld der Einheiten (TrueSight-System)

Zu den größten Neuerungen von Company of Heroes 2 zählt das TrueSight-System, das für ein noch realistischeres Sichtfeld der Einheiten im Nebel des Krieges (Fog of War) sorgt, als es bereits im ersten Teil der Fall war. Grundlegend bedeutet es, dass eure Soldaten - unabhängig davon, wie groß ihr maximaler Sichtradius ist - nur soweit sehen können, wie es die Umgebung und Hindernisse zulassen. Sprich: Man weiß erst was sich hinter einer Hausecke, einem Hügel, einer Mauer, einem Wald etc. versteckt, wenn man Einheiten dorthin beordert und nachsieht. Dieses System wurde im zweiten Teil noch weiter verfeinert, sodass nun zum Beispiel auch der Qualm von brennenden Fahrzeugen oder der Staub von einstürzenden Gebäuden das Sichtfeld eurer Einheiten behindert.

Das TrueSight-System ist für den Spieler ein zweischneidiges Schwert. Grundsätzlich solltet ihr versuchen, euch den realistischen Sichtbereich zunutze zu machen, um Einheiten ungesehen zu bewegen, Soldaten zu verstecken, Hinterhalte vorzubereiten oder beim Rückzug schneller zu entkommen. Das funktioniert im Grunde bei allen Objekten auf dem Schlachtfeld, die größer als einfache Soldaten sind. Der Haken an der Sache ist, dass das natürlich auch eure Gegner versuchen werden. Rückt also nicht blindlings vor, sondern bleibt stets etwas paranoid. Fragt euch, wo ihr einen Hinterhalt planen würdet und schickt gegebenfalls einen Spähtrupp los, der die Gegend überprüft. Alternativ könnt ihr auch Gebäude, Fahrzeuge oder Mauern mit schwerem Gerät wegbomben und so einen Hinterhalt aufdecken.

Markus Hensel Avatar
Markus Hensel: Seit 2011 bei Eurogamer.de dabei. Zockt alles aus dem Hause Blizzard, insbesondere D3, Overwatch, Starcraft 2 und WoW-Raids (auch nach 10 Jahren noch). Hört Rock und Metal, hat einen Drachen-Fetisch, kann mit Fußball nichts anfangen, ist stolzer Besitzer eines Monstergrills und mag Kuchen und Kekse (viel zu sehr).
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