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Rain

MGS trifft Splinter Cell trifft Silent Hill

Auf der Tokyo Gameshow dreht sich ja doch nicht alles um die Playstation 3! An Microsofts TGS-Stand zum Beispiel überraschte man uns mit einer spielbaren Xbox 360-Version von Rain. Ehemals unter dem Titel Vampire’s Rain angekündigt, lässt sich Artoons Action-Titel am ehesten als Mix zwischen Metal Gear Solid, Splinter Cell und Silent Hill beschreiben. Na ja, zumindest enthält es Bestandteile aus allen drei Hits. Kurz noch was zu den Entwicklern: Artoon wurde von Naoto Oshimo gegründet, der früher bei Sonic Team angestellt war. Zusammen mit zehn weiteren Kollegen verließ er das Unternehmen, um Artoon zu gründen. Das Studio ist unter anderem für das ordentliche Blinx: The Time Sweeper verantwortlich und hat aktuell auch beim Rollenspiel Blue Dragon die Finger im Spiel.

Vampir-Jagd

Vampire, Kanonen und Regen: Eine todsichere Mischung!

In Rain übernehmt Ihr die Rolle von John Lloyd, der einer vierköpfigen Spezialeinheit angehört. Deren Aufgabe ist die Bekämpfung unangenehm auffallender Vampire. Da Vampire eigentlich immer unangenehm auffallen, könnte man auch sagen, dass die Truppe einfach alle Blutsauger platt machen soll. Diese sehen fast aus wie normale Menschen, besitzen aber übermenschliche Kräfte, die sie nur allzu gerne einsetzen. In der TGS-Demo hatten wir es mit dem zweiten Level des Spiels zutun, der in Los Angeles angesiedelt ist. Düster, verregnet, grafisch eindrucksvoll und ziemlich dicht, was die Atmosphäre betrifft. Wäre plötzlich Sam Fisher ins Bild gelaufen, hätte uns das nicht gewundert. Das Missionsziel lautete jedenfalls: Teamkameraden finden und dann los zur Abhol-Zone.

MGS lässt grüßen

Wer alleine gegen mehrere Blutsauger kämpfen muss, hat geringere Überlebenschancen, als Lebkuchen zur Weihnachtszeit.

Die Aufgabe wäre eigentlich ganz einfach, wenn da nicht überall Vampire wären, die nur darauf warten uns die rote Suppe abzusaugen. Jetzt kommt der Solid Snake-Aspekt ins Spiel. Genau wie in früheren Metal Gear Solid-Episoden, findet sich eine kleine Echtzeitkarte auf dem Screen. Darauf werden die Feinde und deren kegelförmiges Blickfeld angezeigt. Man tut also gut daran nicht in deren Sichtradius zu spazieren. Wird man von einem Nosferatu entdeckt, vibriert das Joypad und es bleibt ungefähr eine Sekunde Zeit sich zu verkrümeln. Verpasst Ihr diese Chance, ist es schnell um euch geschehen. Selbst wenn sich so ein Gegner auf der Straße befindet und Ihr euch auf einem Dach außer Reichweite wähnt, habt Ihr Pech gehabt. Für die superathletischen Killer sind solche Entfernungen nämlich überhaupt kein Problem. Da hilft nur noch ballern und beten. Da uns in dieser Mission lediglich eine popelige Pistole zur Verfügung stand, half aber selbst das nicht viel. Binnen Sekunden wurden wir zu Fleischsalat verarbeitet.

Nach ein paar Fehltritten hatten wir den Bogen raus und bewegten uns sicherer durch die sturmgebeutelte Umgebung. Schiss hatten wir trotzdem dauernd, was man der beklemmenden Atmosphäre hoch anrechnen muss. Diese wurde von der ansehnlichen Grafik gut unterstrichen. Der Regen gefiel uns besonders gut, da er sogar realistisch am Körper der Spielfigur herunter lief. Auch die Lichteffekte machten einiges her. Die Steuerung bot das obligatorische Third-Person-Handlng. Mit dem linken Stick bewegen, mit dem rechten Stick umsehen und so weiter. Leitern erklimmt John einfach, in dem Ihr darauf zugeht. Um sich an Vorsprünge zu klammern und hoch zu ziehen, genügt ein Druck auf die Sprungtaste.

Versteckspiel für Erwachsene

An wen erinnert uns dieser Typ bloß?

Wie in anderen Stealth-Titeln greift Ihr auf spezielle Optik-Gadgets zurück. Zum Beispiel ein Nachtsichtgerät, das Feinde praktischerweise in leuchtendem Rot erscheinen lässt. Erwähnten wir schon, dass die Spielfigur sogar in Sachen Outfit und Körperhaltung an Sam Fisher erinnert? Zurück zum Spielablauf. Wir schleichen also durch Gassen, umgehen die Sichtkegel diverser Feinde, klettern auf Laternenmasten und Dächer, um unser Ziel zu erreichen. Schnell wird klar, dass in Rain immer mehrere Routen zur Verfügung stehen. Den sichersten Weg zu finden, ist die halbe Miete. Als wir endlich unser Team erreichen, erschreckt uns ein geskripteter Vampir-Angriff beinahe zu Tode. Danach geht es in üblicher Manier weiter. Zwischendurch seilen wir uns von einem Gebäude ab und überqueren eine Häuserschlucht, in dem wir an einem Kabel entlang rutschen. Geschafft. In einer Sequenz erfahren wir übrigens, dass die Vampire auf Regen ein wenig allergisch reagieren, weshalb die heftigen Schauer eine ideale Gelegenheit darstellen, deren Treiben ein Ende zu bereiten. Somit wäre auch geklärt, warum das Spiel Rain heißt. Vom angekündigten Online-Modus war übrigens noch nichts zu sehen, aber auch so war das Ganze mehr als viel versprechend. Wir sind besonders auf die Abschnitte gespannt, die nicht spielbar, aber bereits in diversen Trailern zu sehen waren. Erinnerten in Sachen Stil und Atmosphäre nämlich eher an Titel wie Silent Hill oder Resident Evil.

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