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The Elder Scrolls Online: In High Isle stehen Politik und Strategie im Vordergrund

Ab in die Taverne zum Kartenspielen.

Wir haben es zum nächsten Kapitel in der Geschichte von The Elder Scrolls Online geschafft. High Isle heißt die neue Erweiterung und führt uns in das Vermächtnis der Bretonen ein. Neben vielen politischen Konflikten wartet auch eine spielerische Überraschung auf alle Spieler.

Ehre, Intrigen und viel Vermittlungsarbeit

Am 6. Juni ist es so weit. Dann erscheint High Isle für PC. Einige Wochen später, am 21. Juni, folgen dann die Konsolen. Vorbesteller erhalten ein paar Boni, aber auch wenn ihr erst einmal abwartet, gibt es noch genug zu entdecken.

Ohne zu viel der Geschichte vorwegzunehmen: Bereits früh in der Erweiterung werden wir in mehrere Konflikte eingeführt, müssen Personen ausspionieren, befreien und ziemlich viel reden.

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Viele Intrigen kommen langsam ans Licht und einige Charaktere fragen sich, wem sie überhaupt noch trauen können. Die Verstrickungen rund um die Bretonen - besonders der Warden - und Druiden gehen im Laufe der Geschichte immer tiefer... Aber nicht nur hier knistert es.

Im Dorf der Druiden lernt ihr mehr über die Hintergrundgeschichte dieses Volkes.

Besonders das Ritter-Bündnis "Ascendant Order" macht den Leuten zu schaffen, da diese sich mit aller Kraft gegen die Bemühungen um den Frieden stellen. Es gibt also keine monströse Bedrohung zu bekämpfen, sondern einen politischen Konflikt, bei dem das Schwert öfter stecken bleibt, als es einigen Draufgängern vielleicht lieb ist. Aber keine Sorge, ihr könnt in verschiedenen Höhlengeflechten, in Verleisen oder auf Lava-Feldern immer noch ein paar stramme Hiebe austeilen.

Insgesamt könnt ihr mehr als 30 Stunden in die neue Geschichte versenken, die sich mit weiteren DLC im Laufe des Jahres noch vertiefen wird. Das fühlt sich gar nicht so lange an, denn ESO weiß auch in High Isle, wie es euch sauber von einer zur nächsten Mission leitet. Ich hatte Schwierigkeiten mir einen guten "Ausstiegspunkt" zu suchen, als ich schlafen gehen wollte.

Hier und dort könnt ihr euch auch etwas austoben. Ganz ohne Gewalt geht es eben nicht.

Da wir uns, wie der Name schon sagt, auf der Hochinsel befinden - später wird auch die Gefängnisinsel Amos wichtig - kommen wir um ein Piratenthema nicht drumherum. Passend zur Thematik gibt es auch eine neue Prüfung für zwölf Spieler. "Grauenssegelriff beherbergt neue Bosse, die jeweils einen besonders schweren Modus besitzen. So kommen auch kampflustige Spieler auf ihre Kosten.

Das Besondere an diesen Inseln ist, dass sie komplett neu sind. Keine Geschichte aus The Elder Scrolls Online hat euch bisher an diesen Ort geführt. Doch das ist nicht das einzig Neue.

Karten auf den Tisch! So wird strategisch gespielt

Wer zwar gerne kämpft, aber lieber ruhig und besonnen vorgeht, dürfte sich über die Einführung des Sammelkartenspiels "Ruhmensgeschichten" freuen. Ich als alter Kartenspielliebhaber musste mich da natürlich reinfuchsen.

Das beste vorweg: Ihr müsst keine Käufe tätigen, um an Karten zu kommen. Es gibt bisher acht Decks mit jeweils 20 Karten, die ihr alle erhaltet, indem ihr einfach spielt. Ihr habt hier die Möglichkeit euch gegen verschieden schwere NPC zu behaupten oder einem anderen Spieler die Stirn zu bieten. In jedem Fall warten Belohnungen wie Gold, Fläschchen, Materialien, Emotes, Kosmetika und mehr auf euch.

Das Spiel im Spiel könnt ihr direkt ohne Umwege über eine Quest in der Hauptstadt Gonfalon starten. Generell ist die gesamte Erweiterung sehr Einsteigerfreundlich und lässt euch unabhängig vom Level oder eurer Allianz in das neue Gebiet eintauchen. Aber ich schweife ab.

Um in diesem komplexen Kartenspiel siegreich zu sein, müsst ihr strategisches Geschick aufweisen.

Ruhmesgeschichten lässt sich über zwei Wege gewinnen. Entweder über eine bestimmte Währung, die ihr durch bestimmte Aktionen sammeln könnt, oder durch die sogenannten "Patrons". Das sind vier Figuren am Spielfeldrand, die euch negativ, neutral oder positiv gesinnt sein können. Habt ihr die Gunst aller vier auf einmal mit bestimmten Zahlungen erworben, habt ihr ebenfalls gewonnen.

Zu Beginn des Spiels wählt ihr zwei Decks. Jeden Zug zieht ihr ein Blatt aus fünf Karten. Auf dem Tisch liegen fünf weitere, die offen für beide Spieler zugänglich sind. Viele Karten geben euch Gold oder Macht, die ihr für verschiedene Aktionen ausgeben könnt. Wollt ihr eine Karte auf dem Tisch mit stärkeren Effekten nehmen, müsst ihr Gold in der Höhe ihres angezeigten Wertes bezahlen. So sammelt ihr euch im Laufe eines Matches ein stärkeres Deck zusammen.

Kalter Krieg mit Karten

Acht Decks sind allerdings noch nicht besonders viel und das merkt man gerade am Anfang, wenn die Auswahl noch weiter eingeschränkt ist. Die Karten wiederholen sich oft und die Novizen, wie die Anfänger hier genannt werden, achten überhaupt nicht auf die vier Patrons am Spielfeldrand. So lassen sich die ersten Spiele schnell gewinnen. Schwerere Gegner bekommt ihr, wenn ihr weiter in den Rängen aufsteigt.

Der Aufbau der Karten ist soweit verständlich, die Symbole aber nicht immer eindeutig.

Die Karten sind auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aufgebaut, aber man kommt schnell dahinter. Auch die verschiedenen Kartentypen und Kombinationen sind schnell gelernt. Gegen schwerere Gegner muss man allerdings viel im Auge behalten. Erkauft sich euer Gegenspieler die Gunst eines Patrons zurück? Sammelt er viele Prestige-Punkte, um zu Siegen oder versucht er sich die besten Karten auf dem Tisch zu krallen?

Es erinnert viel mehr an ein richtiges Strategiespiel als es Hearthstone und Co. tun. Dort habt ihr euer festes Deck und müsst nicht um die Gunst verschiedener Figuren streiten und gleichzeitig mehrere Ressourcen klug einsetzen. Zudem finden in Ruhmesgeschichten keine richtigen Kämpfe zwischen Dienern statt, wie man es sonst so kennt. Die Karten besitzen Effekte und Preise, aber keine Angriffs- oder Verteidigungspunkte. Kampfkraft ist im Krieg eben nicht alles.

Irgendwie passt das kleine Tavern-Game, über das sich die Entwickler besonders freuen, auch sehr gut zur politischen Handlung der Geschichte und reiht sich sauber in den Inhalt des Kapitels ein.

Über den Autor

Melanie Weißmann Avatar

Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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