Dark Souls: 'Harte Zeiten' bei der Arbeit an der PC-Version des Rollenspiels

Mangelnde PC-Erfahrung macht es nicht einfacher, keine speziellen Optimierungen.

Dark-Souls-Entwickler From Software hat Producer Daisuke Uchiyama zufolge eine "harte Zeit" bei der Umsetzung des Rollenspiels für den PC.

Wie er im Gespräch mit Eurogamer angibt, hat man auch unterschätzt, wie schwierig es werden würde, das Spiel zu portieren. Spezielle Optimierungen für den PC wird es darüber hinaus nicht geben.

"Ehrlich gesagt haben wir aufgrund unserer mangelnden Erfahrung im Hinblick auf Portierungen für den PC eine harte Zeit. Erst dachten wir, es wäre ein Kinderspiel, doch das stellte sich als falsch heraus. Wir sind nach wie vor mit der Entwicklung beschäftigt, arbeiten intensiv daran."

"In Japan gibt es keinen großen PC-Markt und diese Zielgruppe haben wir vorher nie wirklich in Betracht gezogen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir uns bislang nicht dem PC zugewendet haben."

In den Konsolen-Versionen gab es zum Teil einige Probleme mit der Framerate. Diese Probleme behebt man auf dem PC nicht.

"Was die Framerate [in der Konsolen-Version] anbelangt, zum Beispiel in Blighttown, möchte sich From Software aufrichtig dafür entschuldigen", so Uchiyama. "In Bezug auf die PC-Version lautet die kurze Antwort: Nein [die Framerate-Probleme werden nicht behoben]. Wir wollten die PC-Version so schnell wie möglich veröffentlichen, es ist im Grunde eine strikte Portierung der Konsolen-Version. Wir waren nicht in der Lage, irgendwelche spezifischen Optimierungen für den PC vorzunehmen. Als Ausgleich haben wir uns darauf konzentriert, neue Inhalte sowohl für alte als auch für neue Spieler zu erstellen."

Und dieser neue Inhalt soll nicht gerade klein ausfallen. Laut Uchiyama werden erfahrene Spieler rund zehn Stunden dafür brauchen. Obendrein wird das Ganze ins Spiel eingebunden und nicht einfach vom Hauptmenü aus gestartet. Konsolen-Spieler können also ihren vorhandenen Charakter nutzen, müssen aber schon einen bestimmten Punkt im Spiel erreicht haben.

"Es gibt drei neue Schauplätze, vier neue Bosse und zusätzliche Waffen", erklärt er. "Auf den neuen Content zuzugreifen, ist ein wenig kompliziert. Je nachdem, wo ihr euch in der Story befindet, unterscheidet sich die Integration ein wenig. Ihr müsst einen bestimmten Punkt im Spiel erreichen, um Zugriff darauf zu erhalten. Es steht nicht direkt von Beginn an zur Verfügung, er ist eher in der zweiten Hälfte des Spiels zugänglich."

Diese neue Geschichte dreht sich um den Charakter Artorias, der zuvor im Spiel schon erwähnt wurde: "In der Konsolen-Version taucht nur der Name Artorias auf, aber im neuen Content sieht man ihn tatsächlich als Charakter", erklärt Uchiyama. "Der Spieler wird in die Vergangenheit gezogen, 300 Jahre zurück, als Artorias nicht nur eine Legende war, sondern tatsächlich existierte."

Was die Zukunft anbelangt, hat man laut Uchiyama derzeit keine Pläne für etwaige andere Plattformen oder einen Nachfolger, konzentriert sich vornehmlich auf die PC-Version und den DLC.

Wenn man aber zum Beispiel die Wii U oder die Vita in Betracht ziehen würde, müsste man schon etwas machen, das genau auf diese speziellen Plattformen passt und nicht einfach nur eine Portierung der Konsolen-Version.

Erscheinen wird Dark Souls für den PC am 31. August, die neuen Inhalte folgen im Winter auch als DLC für PS3 und Xbox 360.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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