Dragon Ball Z Kakarot - Kindheits-Flashbacks garantiert!

Hello again, Kakarot!

Flashback in das Jahr 2008: Als damals die Schulglocke läutete, ging es euch bestimmt wie mir - schnell nach Hause und den Fernseher anschalten, schließlich laufen mittags die coolsten Animes! Dazu zählte auf jeden Fall Dragon Ball Z. Die Geschichte des Affenjungen, dessen Haar von schwarz zu blond wechselt, haben wir sicher alle schon mal irgendwie und irgendwo gesehen. Habt ihr Lust auf noch eine Runde?

Son Gokus härteste Rivalen konntet ihr in anderen Spielen des Publishers, etwa DBZ: Xenoverse 2, bereits treffen und habt sie hoffentlich besiegt. In Dragon Ball Z: Kakarot erlebt der namensgebende Held ohne Affenschwanz alle wichtigen Kämpfe seiner Laufbahn erneut, hübsch verpackt in einem über 40 Stunden andauernden Rollenspiel im typischen Anime-Look. Es soll dieses Mal nicht nur um die Kämpfe als Saiyajin gehen, sondern auch seine Geschichte und die seiner Freunde erzählen. Deshalb springt ihr auf die knifflig zu steuernde Wolke Jindujun und fliegt ins Abenteuer!

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Eine originalgetreue, aber leere Welt.

Was direkt zu Beginn auffällt: Die Entwickler haben sich streng an die Vorlage gehalten. Die Welt, unterteilt in einzelne Spielabschnitte, wirkt unerwartet groß und weitläufig. Große Städte oder Siedlungen, NPCs an jeder Ecke oder Höhlen und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es kaum. Es wirkt fast wie ausgestorben, obwohl ihr immer wieder in den Lagern auf bekannte Charaktere stoßt. Das hat auch etwas mit der Authentizität des Spiels zu tun: Die Welt dieses Anime ist selten sonderlich belebt und geschäftig, ganz im Gegenteil. Die Schauplätze der Kämpfe sind oft weit ab von jeglicher Zivilisation, um keine Unschuldigen zu gefährden. Aus dieser Perspektive also eine gelungene Umsetzung der Vorlage, die leider beim Spielen schnell eintönig wirkt. Man muss ein großer Fan der Welt von Dragon Ball sein, um das als gelungenes Spielelement zu sehen und zu verstehen.

Während ihr die Laufbahn von Son Goku als Saiyajin erlebt, trefft ihr nach und nach viele Charaktere aus der Serie. Einige von ihnen stehen Kakarot auf dem Schlachtfeld mit Hilfsattacken oder heilendem Support bei, während andere als spielbare Charaktere zur Verfügung stehen. Sie alle glänzen nicht nur mit den Originalstimmen in der japanischen Synchronisation, sondern auch mit Witzen, die so 1:1 von Akira Toriyama stammen könnten. Das ruft Erinnerungen von damals hervor, als die Serie viele Nachmittage meines Lebens füllte. Die Entwickler haben sich dazu entschlossen, keine eigene Handlung mit neuen Charakteren zu kreieren, sondern einen Klassiker mit den bekannten Figuren spielbar zu machen.

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KAMEHAMEHA!

Die meisten Bekanntschaften überlassen euch kurz nach dem ersten Treffen ihr Seelenabzeichen, das einem Spielstein gleichkommt. Damit wechselt ihr in das Menü zum Community Board. Diese mobile Pinnwand ist in mehrere Abschnitte unterteilt und sorgt dafür, dass ihr zusätzliche Boni im Spiel abstauben könnt. Hier dreht sich alles um eure Freunde und ihre speziellen Talente. Setzt ihr mehrere Seelenabzeichen in Beziehung zueinander, erhaltet ihr, entsprechend ihrer jeweiligen Eignung für dieses Community Board, Vorteile und Status-Boosts.

Auf das Community Board für Essen passt zum Beispiel Bulma ganz hervorragend - denn sie kocht immer die Mahlzeiten für ihren Mann und Sohn. Son Gohan hilft ihr als fleißiger Junge dabei, was euch in der Kombination wiederum zusätzliche Status-Updates, sowie besseres Essen bringt. Und wo wir gerade beim Thema sind: Son Goku hat einen gesegneten Appetit und kann Berge an Tellern voller Fleisch verspeisen. Das füllt nicht nur seinen Magen und die innere Zufriedenheit, sondern verpasst dem jungen Saiyajin zusätzliche Statusverbesserungen für anstehende Kämpfe. Habt also immer einen gekochten Fisch in der Tasche, man weiß ja nie!

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Erinnert ihr euch noch an alle Charaktere?

Seid ihr gut gestärkt und habt euch mit Heiltränken ausgestattet, wartet vermutlich der nächste Kampf auf euch. Obwohl ihr in den ersten Spielstunden mit Son Goku noch ganz am Anfang seiner Sayajin-Karriere steht, knallt es auf dem Bildschirm so richtig. Das liegt zum einen an den Laserstrahlen des ersten größeren Gegners und zum anderen an Gokus charakteristischsten Angriff: dem Kamehameha. Um diese mächtige Attacke zu entfesseln, muss Kakarot zunächst KI sammeln und den Gegner bestenfalls zunächst mit anderen Attacken mürbe machen. Ist der Kontrahent angeschlagen, kann er sich für einige Sekunden nicht bewegen und dem mächtigen Strahl nicht ausweichen.

Da die Kämpfe in der Luft und an Land ausgetragen werden, müsst ihr eure Strategie oft verändern. Vor allem das Ausweichen will gelernt sein, denn bei explosiven Flächenangriffen von Radditz und Co. habt ihr sonst keine Chance. Blocken verhindert die ersten größeren Treffer, jedoch zerbricht auch diese Barrikade irgendwann und ihr werdet den vollen Schaden einstecken. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit und dem Verinnerlichen der verschiedenen Tastenkombinationen für mächtige Superangriffe, gehen die knackigen, aber nicht zu schweren Kämpfe gut von der Hand. Die Lernkurve ist steil, da ihr die wenig abwechslungsreichen Kampfmuster der Gegner irgendwann kennt und hoffentlich umgehen könnt.

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Vegeta ist ein riesiger Gegner - in vielerlei Hinsicht

Neben der Hauptstory, die euch offenbar recht linear durch die Geschichte von Son Gokus Leben (und den Tod) schickt, tauchen zahlreiche Nebenmissionen auf. Während der Preview-Session habe ich davon lediglich eine Hand voll gesehen und kann daher nur schlecht einschätzen, ob sie sich im Laufe des Spiels entwickeln oder umfangreicher werden. Bisher wirken sie recht einfach und schnell zu erledigen. Ein spielerischer Anspruch wird mit ihnen offenbar nicht angestrebt, dafür erzählen sie lustige Hintergrundgeschichten und Anekdoten für Fans der Serie.

Sehr weit am Anfang trefft ihr beispielsweise Muten-Rochi auf seiner kleinen Insel. Das schwimmende Stück Land ist kaum größer als eine Wallnussschale. Er lebt dort in seinem XS-Häuschen mit anderen Charakteren und einer Schildkröte. Das gepanzerte Tier ist allerdings ziemlich frech und versteckt ein Buch für Erwachsene (aka Bikinifotos) von Muten-Rochi irgendwo auf der Insel. Als freundlicher Saiyajin von Nebenan helft ihr natürlich auf den fünf Quadratmetern suchen und findet es, auf der Karte markiert und im Sand leuchtend, neben einer Palme wieder. Son Goku - zu Ihren Diensten!

Die ersten drei Spielstunden haben ausgereicht, um einen kleinen, aber durchaus aussagekräftigen Einblick in die Welt von Dragon Ball Z: Kakarot zu bekommen. Ich habe Äpfel gesammelt, der typischen Musik von Dragon Ball im Hintergrund gelauscht und zahlreichen Gegnern das Kamehameha entgegen geschleudert. In dieser Zeit habe ich verstanden, dass ich mich nicht durch eine überfüllte Innenstadt wie in Final Fantasy XV bewege und die meisten Areale mit Absicht ziemlich leer sind. Die (vorerst) abschließende Frage dazu ist doch eigentlich: Stört mich das? Die Antwort darauf beschreibt ziemlich gut meinen ersten Eindruck, der für das gesamte Spiel zutreffen dürfte: Fans werden es lieben - alle anderen haben genügend Alternativen.

Entwickler/Publisher: Cyberconnect 2/Bandai Namco Erscheint für: PC, PS4, Xbox One- Geplante Veröffentlichung: 17. Januar 2020 - Angespielt auf Plattform: PS4

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Über den Autor:

Franziska Behner

Franziska Behner

Freie Redakteurin

Die begeisterungsfähige Düsseldorferin hält sich eigentlich nur von Pixelspielen und Star Wars fern. Findet, dass in jedem Game Hasen(ohren) vorkommen sollten. Mit Kuchen und einem PS4-Controller in den Händen fast immer glücklich.

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