Among Us: Impostor - 5 Tipps und Tricks für Hochstapler

So bleibt euer Treiben unentdeckt.

Among Us rollt das Feld der aktuell erfolgreichsten Spiele buchstäblich von hinten auf: Die Videospiel-Umsetzung des Werwölfe- beziehungsweise Mafia-Gesellschaftsspiels ist seit 2018 erhältlich und auf einmal einer der meistgespielten Titel auf Steam, Android und iOS. Ob man Among Us nun mit bis zu neun Freunden angeht oder mit Fremden spielt: Wir haben für euch ein paar Tipps, Tricks und Strategien zusammengetragen, mit denen ihr als Impostor in Among Us die Reihen der Crewmates lichtet, den Verdacht von euch ablenkt und das Spiel gewinnt.

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Sabotage in Among Us: So macht ihr der Crew das Leben schwer!

Im Grunde geht es für die Impostor (von denen es bis zu drei Stück geben kann) darum, so lange unentdeckt zu bleiben, bis sie so viele Besatzungsmitglieder getötet haben, dass genau so viele Hochstapler ("Impostor") wie Besatzungsmitglieder ("Crewmates") vorhanden sind. Denn dann gibt es keine Mehrheit mehr, die einen Impostor durch Abstimmung aus der Luftschleuse pusten könnten. Die andere Variante ist eine erfolgreiche Sabotage der Sauerstoffzufuhr oder des Reaktors. Diese Dinge müssen binnen 30 Sekunden repariert werden, damit das Schiff nicht zerstört wird, was einen Sieg des Impostors bedeutet.

Die Crewmates hingegen haben automatisch gewonnen, wenn sie ihren "Tasks"-Balken gefüllt oder in der Abstimmung den richtigen Impostor bestimmt haben. Deshalb dürft ihr euch beim Unterwandern der Besatzung nicht nur darauf konzentrieren, möglichst viele von ihnen zu töten, ihr müsst auch ihren Aufgaben im Wege stehen. Das geschieht durch die Sabotage-Funktion, denn sabotiert ihr das Schiff, können sich die Crewmates nicht auf ihre Tasks konzentrieren und den Balken weiter füllen. Drückt ihr auf die entsprechende Taste unten rechts, wird eine Karte des Schiffes aufgerufen, auf der ihr verschiedene Dinge tun könnt. Ihr müsst bei der Sabotage nicht in der Nähe der jeweiligen Anlage sein.

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Die Qual der Wahl. Nutzt die Sabotage gern und häufig.

Noch bevor ihr entscheidet, was ihr tun möchtet, ist es wichtig, dass ihr bei der Auswahl eurer Sabotage nicht untätig stehenbleibt, da es sehr verdächtig aussieht, wenn ihr für ein paar Sekunden nichts tut und dann plötzlich der Alarm für die Sauerstoffzufuhr - "Oxygen Depleted in 30 seconds" - ertönt.

Die Mehrheit eurer Sabotagemöglichkeiten bezieht sich auf das Schließen aller Türen zu dem gewählten Raum für zehn Sekunden (was viele Impostor viel zu selten tun!). Das ist nützlich, wenn ihr mit einem Crewmate in einem Raum alleine seid und ihn um die Ecke bringen wollt - lasst euch in einem Raum mit nur einer Tür aber nicht neben seiner Leiche erwischen! - oder anders herum: Euch mit einem Spieler zusammen einschließt und dann die Tatsache, dass ihr ihn nicht umgebracht habt, als ihr mit ihm alleine wart, in Diskussionen als Argument für eure Unschuld anbringt.

Richtig böse wird es, wenn ihr auf der ersten Karte, The Skeld, im Westen eine Reaktorschmelze erzeugt, während die Mehrheit der Spieler im mittleren bis östlichen Bereich unterwegs ist (um zu sehen, wo sich alle aufhalten, könnt ihr im Raum "Admin" das linke Terminal benutzen und eure Sabotage so koordinieren). Da die Spieler nur 30 Sekunden Zeit haben, um die Schmelze zu verhindern, wozu zwei Spieler nötig sind, ist jede Sekunde wertvoll. Zu guter Letzt ist die Sabotage auch ein gutes Mittel, um Crewmates, die den Schutz in der Gruppe suchen, auseinanderzubringen und zu isolieren.

Spielt wie ein Crewmate: Tasks erledigen!

Wichtig ist, dass ihr von Anfang an als einer der Guten wahrgenommen werdet: Das bedeutet in erster Linie, dass ihr euch so verhalten solltet, wie ein Crewmate das auch tun würde, was wiederum vor allem bedeutet, Tasks zu erledigen - oder so auszusehen als ob man das würde. Impostors können nicht wirklich Tasks angehen, die Minispiele sind ihnen nicht zugänglich. Deshalb generiert das Spiel ein paar "Fake-Tasks" für euch, an denen ihr euch orientieren und bei denen ihr dann so tun könnt, als wärt ihr beschäftigt.

Das Problem dabei ist, dass ihr dabei nicht zu genau beobachtet werden solltet, denn wenn nach Erledigen des Tasks der Balken oben links nicht ansteigt und das jemand sieht, kommt er euch schnell auf die Schliche. Diese Taktik ist vor allem zu Beginn vielversprechend, wenn noch viele Spieler am Leben sind und der Balken eigentlich unentwegt ansteigt.

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Der Scan in der Medbay ist eine 'Visual Task': Als Impostor unbedingt umgehen, denn für euch erscheint kein Scan.

Unfassbar wichtig ist es, beim "So-tun-als-ob" nicht eine der im Englischen "visual Tasks" genannte Tätigkeit (sinngemäß: "animierte Aufgaben") vorzutäuschen. Auf der ersten Karte, The Skeld, gibt es derer fünf: Das Leeren des Mülls ("Empty Garbage") oben rechts in der Cafeteria, das Leeren des Schachtes ("Clear Chute") in den Räumen O2 und in Storage, das Abschießen von Asteroiden im Raum Weapons ("Clear Asteroids"), sich Scannen lassen in der Medbay ("Submit Scan") und das anschalten der Schilde ("Prime Shields") im Bereich Shields. Alle diese Tasks haben sichtbare Animationen, die nur dann einsetzen, wenn ein Crewmate sie vollführt. Fernbleiben!

Eine gute Möglichkeit, Tasks aus dem Weg zu gehen, ist es, sich oft und gerne an den Überwachungskameras sehen zu lassen. So als wärt ihr sehr daran interessiert, auf den Monitoren unlautere Tätigkeiten zu beobachten. Ihr findet sie im Raum Security. Auch das Verfolgen eines "verdächtigen" Spielers (ohne ihn zu töten, weil man "ihn im Auge behalten sollte") ist eine gute Ausrede, sich um Tasks herumzudrücken.

Wie ein Crewmate denken: Meldet verdächtige Vorkommnisse und bürgt für andere!

Ein guter und selbstverständlich unschuldiger Crewmate mit nichts als weißer Weste berichtet von Leichen, die er "findet" ("Report"-Taste) und meldet Bedenken an Personen an, die keine Tasks erledigen oder sich um "visual Tasks" scheinbar herumdrücken. Natürlich bürgt er auch für Crewmates, die er bei "Visual Tasks" beobachtet hat oder lässt sich im Umkehrschluss bei der Reparatur eines Sabotageaktes beobachten. So schafft man sich Freunde, so wirkt man unschuldig! Was ihr natürlich seid. Ganz klar! Keine Frage!

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Oh nein! Sie haben Orange erwischt. Wer kann es bloß gewesen sein!?

Stimmt bei einem Voting, welchen Spieler man aus der Luftschleuse werfen sollte, auch mal für das Überspringen einer Abstimmung ("Skip Vote"), wenn die Beweislage uneindeutig ist, und zögert auf der anderen Seite nicht, für das Herauswerfen der jeweils verdächtigsten Person zu stimmen. Auch für einen Mit-Impostor, der sich allzu verdächtig verhalten hat. Impostor-Kollegen, die auf frischer Tat ertappt wurden, solltet ihr sogar initiativ opfern! Das wäscht eure Weste vorerst rein und kann in späteren Spielphasen ein wichtiger Trumpf sein, andere von eurer Unschuld zu überzeugen.

So wählt ihr das richtige Opfer in Among Us

Natürlich ist es wichtig, regelmäßig Crewmates zu töten, irgendwann kommt ihr nicht darum herum. Es sollte aber immer aus eurer Crewmate-Scharade folgern und nicht das Erste sein, woran ihr denkt. Nutzt Gelegenheiten, die sich ergeben, erzwingt sie aber nicht und lasst ein Crewmitglied im Zweifelsfall lieber am Leben. Ein lebendiger Astronaut, der denkt, ihr wärt auf seiner Seite, ist wertvoller als ein schneller unauffälliger Kill.

Merkt euch, welcher Spieler was gemacht hat! Hat jemand von den Unschuldigen schon Verdacht auf sich gezogen? Dann kann es hilfreich sein, diesen am Leben zu lassen. Gleiches gilt für offensichtliche Anfänger in Among Us, die noch keine Erfahrung mit dem Spiel haben und noch nie an jemand so durchtriebenen wie euch geraten sind.

Lüftungsschächte und Kameras: Lasst euch nicht erwischen!

Was nach einem Tipp klingt, möglichst in den Lüftungsschächten auszuharren und diese für die Fortbewegung zu nutzen (Taste "Vent"), ist im Grunde auch eine Warnung, denn nicht nur kann man das Quietschen einer Lüftungsklappe hören, in der Zeit, in der man hinein und wieder hinaus huscht, kann man schnell mal beobachtet werden. Eine gute Idee ist es, die Türen des Raumes, in dem ihr wieder auftauchen wollt, per Sabotage zu verschließen.

Verwegenheits-Bonuspunkte gibt es dafür, wenn ihr jemanden mit euch einschließt, den ihr dann erledigen könnt. und die Leiche unverzüglich selbst melden könnt, sofern kurz zuvor niemand anderes da war.

Es lohnt sich auch, sich die Position der Überwachungskameras auf jeder der drei Karten einzuprägen. Nicht nur, damit ihr nicht zufällig jemanden einen Kopf kürzer macht, während ihr beobachtet werdet. Wie im Bild oben zu sehen, wachen die vier Kameras auf der Skeld über verschiedene Korridore. Ob eine Kamera gerade besetzt ist und jemand im Security Raum die Geschehnisse des Ganges beobachtet, seht ihr daran, dass die Kamera rot blinkt.

Ein extrem cooles Manöver auf der Karte Skeld ist es zum Beispiel, von der Cafeteria den linken Ausgang zur Medbay nehmend, auf die Kamera zu achten. Blinkt sie rot, biegt ihr direkt in die Medbay ein, öffnet im Laufen das Sabotage-Menü und verschließt die Tür zur Security. Unten links in der Ecke der Medbay ist ein Vent, durch das ihr dann in den Security Raum gelangen könnt - sofern in der Medbay niemand ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit, habt ihr dann jemanden im Security Raum ganz für euch.

Among Us auf Deutsch spielen

Trotz all des Erfolgs, den Among Us gerade hat, gibt es keine Möglichkeit, das Spiel auf Deutsch zu spielen. Auch ist es in der Lobby-Erstellung keine der Sprachen, die man angeben und nach denen man gezielt suchen könnte. Vielleicht lässt sich der Entwickler Innersloth ja doch noch erweichen und erstellt eine Lokalisation?

Deutsche Partien lassen sich dennoch spielen, wenn ihr den Titel mit euren Freunden spielt, was angesichts der kostenlosen iOS- und Android-Versionen kein größeres Problem sein sollte. Erstellt einfach als Host einen Raum, stellt ihr auf privat und gebt den sechsstelligen Zugangscode, der euch in der Lobby unten mittig eingeblendet wird, an eure Freunde weiter.

Mehr Tipps und Tricks zu Among Us:

Among Us Crossplay: So funktioniert es und diese Plattformen werden unterstützt

Among Us Maps: Alle Karten mit Strategien und Vents

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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