Assassin's Creed Valhalla: Zorn der Druiden Test - Mehr vom Gleichen im Regenbogenland

Verwandte, Handel und andere Dinge.

Sieben Monate nach Release habe ich Assassin's Creed Valhalla immer noch nicht komplett durch - also all das, was es außerhalb der Hauptstory noch so gibt. Und jetzt ist mit Zorn der Druiden der erste Story-DLC da. Der bringt neue Geschichten mit sich und... noch mehr zum Sammeln. Argh! Wenn euch das im Basisspiel auf die Nerven ging, macht es die Erweiterung nicht besser. Aber wenn ihr euch nach neuen Abenteuern mit Eivor in nicht weit von Englaland entfernten Landen sehnt, ist Zorn der Druiden einen Blick wert.

Im Kern habt ihr in Zorn der Druiden einen komplett neuen Bereich zum Erkunden, der ungefähr zwei Drittel der Gesamtgröße Irlands ausmacht. Neue Story, neue Feinde und so weiter, das entspricht den Erwartungen. Ebenso neue kosmetische Objekte, Rüstungen und dergleichen. Für mich - und für euch vielleicht ebenso - von Interesse ist zudem, dass es erfreulicherweise keine Abschnitte in der Zukunft gibt, das Geschehen konzentriert sich allein auf Eivors Erlebnisse in Irland, die ein wenig ins Übernatürliche abdriften.

Eivor räumt in Irland auf

Darin übernehmt ihr einmal mehr die Rolle der Ein-Mann- oder Eine-Frau-Armee und räumt unter euren Feinden auf. Ihr werdet durch einen Brief eines Verwandten nach Irland gelockt, wo euch erneut Schlachten, politische Intrigen und Festungen erwarten. Und ein neuer Kult beziehungsweise Orden, der finstere Ziele verfolgt und den ihr nach und nach ausmerzt. Ich sag's ja: im Grunde das Gleiche wie im Hauptspiel, nur mit einem leicht anderen Anstrich. Und mit Regenbögen!

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In Irland gibt's wieder das ein oder andere zu entdecken.

Irland ist grob gesagt so groß wie zwei, drei Regionen aus dem Basisspiel - wobei das von den jeweiligen Regionen abhängt. Weitläufig und mittelgroß, wenngleich es kein riesiges neues Land darstellt. Erfreulich ist, dass die Darstellung des neuen Schauplatzes Englaland in nichts nachsteht. Irland wurde von den Entwicklern ebenso schön detailliert umgesetzt wie die anderen Regionen und bietet euch viel von den Aktivitäten, mit denen ihr vertraut seid. Ihr müsst fast nichts Neues lernen. Ob das gut oder schlecht ist, sei erst einmal dahingestellt.

Zorn der Druiden lockt mit Handel und Belohnungen

Einen nicht gerade kleinen Teil nimmt das neue Handelssystem im DLC ein. Über Irland hinweg verteilt findet ihr mehrere Handelsposten, die ihr erobern könnt. Von Feinden säubern, nach der Besitzurkunde suchen und schon gehören sie euch. Ihr könnt sie dann mit je drei Gebäuden erweitern, ähnlich wie eure Siedlung in Englaland - das Material dafür sammelt ihr durchs Plündern von Klostern. Ihr kennt das. Jeder der Handelsposten generiert dann verschiedene Güter, die nach Dyflin geschickt werden und dort von euch zum Beispiel gegen neue Ausrüstung und andere Dinge getauscht werden können, darunter auch Rüstungen aus früheren Teilen (darunter Origins).

Was Belohnungen betrifft, hat Zorn der Druiden einiges zu bieten, von neuen Reittieren - endlich auf einem großen Luchs reiten - über Rüstungen bis hin zu einem neuen Raben, Frisuren und Tattoos. Es ist erfreulich, hier eine große Auswahl zu sehen und nicht allein ein, zwei neue Dinge pro Kategorie.

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Neu sind auch die Regenbögen.

Im Großen und Ganzen serviert euch der DLC ein schön erzählte Geschichte, in der euch genügend Zeit bleibt, die Charaktere kennenzulernen. Wenngleich es leider nicht ohne den ein oder anderen Tiefpunkt auskommt. Erinnert ihr euch an die Vogelhäuschen aus früheren Spielen? Die sind zurück und bescheren euch neue, weitestgehend optionale Aufgaben. Jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem euch die Hauptstory dazu auffordert, mehrere dieser Quests abzuschließen. Optional, schön und gut, aber verpflichtend? Das hätte jetzt nicht sein müssen. Ein paar der Bonusziele bei diesen Aufgaben erinnern ebenso an frühere Teile der Reihe, indem ihr zum Beispiel keinen töten dürft oder unentdeckt bleiben müsst.

Wie viel davon jetzt echte irische Geschichte ist und was Ubisoft hinzugedichtet hat, kann ich euch nicht sagen. Interessant ist es definitiv, euren Verwandten bei seinem Vorhaben zu unterstützen, Dyflin zu einem zentralen Handelspunkt und Irland zu machen und ein wenig tiefer in die Mythologie des Landes einzutauchen. Es gibt ein paar schöne Momente zu hören und zu sehen - unter anderem, wenn die Dichterin Ciara auf der Harfe spielt und dazu singt - und ihr bringt einige Stunden hinter euch (15+), wenn ihr in Irland quasi einmal komplett aufräumen möchtet.

Assassin's Creed Valhalla: Zorn der Druiden Test - Fazit

Lohnt sich der DLC am Ende? Ich sag's mal so: wenn es euch nicht stört, dass ihr hier weitestgehend vergleichbare neue Aktivitäten wie im Basisspiel bekommt, dann ja. Es ist eine schöne, neue Geschichte rund um Eivors Verwandten und es gibt ein paar schicke Belohnungen abzustauben, bei denen sich Ubisoft im Hinblick auf die Menge eher von der gönnerhaften Seite zeigt. Ich würde nicht sagen, dass das hier ein DLC ist, der andere DLCs in den Schatten stellt, aber für euer Geld bekommt ihr doch einiges geboten. Auf jeden Fall ist es eine gute Ergänzung fürs Hauptspiel, wenn es euch nach Irland zieht und ihr Regenbögen sehen möchtet. Ich hab' Spaß dabei und das zählt letzten Endes.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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