Valheim - Hausbau: So errichtet ihr eine stabile und sichere Unterkunft

Vom ersten Spatenstich bis zum Ziehen der eigenen vier Wände.

Ein ambitionierter Haus- und Basenbau ist nichts für die letzten zehn Minuten vor dem Schlafengehen. Je nachdem, wie akribisch und kunstfertig ihr zur Tat schreitet und wie hoch die Ansprüche an das "Home sweet Home" ausfallen, kann dieser Prozess reale Stunden oder Tage verschlingen.

Valheim gibt euch sämtliche Werkzeuge an die Hand, um Haus und Hof zu errichten, zu erweitern und in Schuss zu halten. Die Möglichkeiten sind auf den ersten Blick erschlagend. Unser Guide nimmt euch mit auf die Baustelle und zeigt, worauf zu achten ist beim Schöner-Wohnen-Projekt. Erfahrt mehr über Stabilitätsstufen der Bauelemente, das Vorbereiten des Geländes, den besten Ort für einen Schornstein, Abnutzung, Zerfall und vieles mehr.

Schnellübersicht:

Wie baut man eine Basis in Valheim?

Die unbedingt nötigen Vorbereitungen für das Errichten einer Unterkunft nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. Ihr braucht einen Hammer, ein paar Ladungen Holz aus der Natur und eine überdachte Werkbank und schon lässt sich die erste windschiefe Bretterbude binnen weniger Minuten zusammenzimmern (siehe Valheim - Einsteigertipps für die ersten Stunden).

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Jeder fängt mal klein an und solange man die Grundlagen von Valheim erlernt, ist es nur mäßig sinnvoll, mit dem Bau der großen Basis zu beginnen. Hauptsache man kann übernachten.

Für den Anfang und die ersten Erkundungstouren im Auenwald reicht das vollkommen. Hauptsache ein Bett zum Schlafen, ein Feuer zum Aufwärmen, vielleicht eine Kochstelle und ein paar Kisten zum Lagern nicht benutzter Gegenstände. Hier spielt es auch keine entscheidende Rolle, wo ihr die Hütte hinsetzt. Später kann man immer noch höher hinaus.

Wo sollte ich meine Basis errichten?

Wo ihr möchtet. Ihr könnt buchstäblich überall mit dem Hämmern beginnen, solange eine funktionierende Werkbank in der Nähe ist. Das Spiel schreibt keine Bauflächen vor. Ein paar Dinge sollte man dennoch beachten, sonst kann es passieren, dass man nach zwei Stunden Plackerei feststellt: Mensch, woanders ist das Gras doch ein bisschen grüner.

  • Im besten Fall baut ihr an einer Stelle, von der ihr es nicht weit zu anderen Biomen habt (beispielsweise in der Nähe des Schwarzwalds und der Berge). Es gibt nette Fleckchen im Auenwald mit einer Nähe zu mehreren Arealen. So sind Farming-Ausflüge zum Erzabbau einfacher durchführbar. Außerdem ist der Auenwald als Startgebiet kein so heißes Pflaster, dass man täglich um seine Existenz bangen müsste.
  • Ein Zugang zu offenen Gewässern kann nichts schaden. Bestenfalls ist das Meer um die Ecke und ihr habt keine langen Märsche vor euch, wenn ihr Touren mit dem Boot unternehmen möchtet.
  • Empfehlenswert fürs Wohnhaus ist eine Fläche, die bereits halbwegs geebnet ist. So erspart ihr euch ein paar Eingriffe mit der Hacke.
  • Sehr hilfreich, aber nicht unbedingt nötig ist die Spitzhacke (bekommt man nach dem ersten Boss, siehe Valheim - Eikthyr besiegen), mit der sich Erdmassen in wenigen Sekunden abtragen und einebnen lassen.
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Ein kleiner Steg am Wasser mitsamt Boot und ihr seid bestens gerüstet zum Bereisen der Weltmeere.

Vorbereitungen für den Bau

Ihr habt also einen Ort gefunden. Vielleicht eine verlassene Farm mit den Ruinen mehrerer Holzhütten drauf oder ein schnuckeliges Fleckchen auf einem Hügel. Nun entscheidet, wo genau euer Haus stehen soll. Je nachdem, wie groß es geplant ist, verschlingt dieses Vorhaben mehr oder weniger Fläche. Mit Hacke und Spitzhacke (sehr nützlich!) macht ihr euch daran, den Boden einzuebnen.

Die Fläche muss nicht haargenau geradegezogen sein, nur so ungefähr. Sorgt dafür, dass keine Erdhäufchen im Weg sind und später durch euren Fußboden ragen. Bevor ihr nun loslegt, hier ein paar Bauhinweise:

  • Ihr könnt jedes Bauteil, egal ob einfacher Zaun, massive Wand oder kleines Dekorationsobjekt, mit dem Mausrad drehen und an die Beschaffenheit des Baus anpassen. So lassen sich nahtlose Übergänge zwischen Wänden, Rahmen und anderen Elementen schaffen.
  • Probiert einfach ein bisschen herum. Gerade anfangs, wenn man noch keine Erfahrung hat, hilft es ungemein, sich die Funktionalitäten durch Probieren zu erschließen.
  • Keine Panik, wenn mal etwas nicht passt oder sich im Nachhinein als doch nicht so tolle Idee herausstellt. Im Baumenü lässt sich jede errichtete Struktur und jede Fertigungsanlage wieder abreißen und ihr bekommt sämtliche dafür aufgebrachten Komponenten zurück.
  • Mit der Shift-Taste könnt ihr das Gebäudeüberlappen abschalten und müsst euch beim Verbinden von Strukturen nicht an die strikten Objektgrenzen halten. Das kann sich besonders für den Feinschliff als nützlich erweisen.
  • Plant ihr eine größere Basis mit mehr Fläche, sind womöglich weitere Werkbänke erforderlich, um das bebaubare Areal zu vergrößern.

Den Boden legen

Wer nicht gerade in einem Erdloch hausen oder sehr spartanisch wohnen möchte, sollte einen trittfesten Fußboden verlegen. Wählt den "Holzboden 2x2" oder für kleinere Eingriffe den "Holzboden 1x1" im Baumenü und platziert das erste Stück Boden dort, wo ihr den Untergrund fürs Haus eingeebnet habt. Legt nun weitere Stücke daneben bzw. davor und entscheidet durch die finale Platzierung aller Stücke, wie breit und lang euer Gebäude im Grundriss werden soll.

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Die Platten für den Holzboden stecken ab, wie groß die Unterkunft werden soll.

Hier schadet es nichts, im Vorfeld ungefähr zu wissen, welche Größenordnung angedacht ist, spätestens beim Legen des Bodens. Lieber ein wenig größer als zu beengt. Mehr Platz kann nie schaden und eine zu winzig bemessene Hütte lässt sich im Nachhinein nur mühsam korrigieren, wenn ihr Wände und Dach wieder einreißt - oder zumindest Teile davon. Das ist sehr viel Arbeit.

Stabilität der Bauelemente

Nachdem der Fußoden liegt und damit das Haus in seiner Größe abgesteckt ist, hier ein ganz wichtiges Thema: die Belastbarkeit der erbauten Strukturen. Valheim nutzt eine Farbcodierung zur Kenntlichmachung der Stabilität einzelner Bauelemente (diese könnt ihr einsehen, wenn ihr im Baumodus ein Teil mit dem Cursor anvisiert). Die Reihenfolge sieht folgendermaßen aus:

  • Blau: bombenfest
  • Grün: sehr stabil
  • Gelb: stabil
  • Orange: halbwegs stabil
  • Rot: kaum Stabilität

Habt ihr orangefarbene oder rote Elemente in eurer Basis, werden diese nicht genug vom Boden oder anderen Bauteilen gestützt. Das heißt nicht, dass ein rotes Dach sofort einkracht. Auch rote Elemente bleiben stehen, wenn sie sozusagen das Ende der Fahnenstange sind und nicht zusätzlich belastet werden. Ihr solltet es nicht wortwörtlich auf die Spitze treiben, nicht darüber hinaus bauen und die Stabilität unnötig gefährden.

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Je weiter ein Bauteil von einer tragenden Struktur entfernt ist, desto wackeliger wird das Ganze. Rot bedeutet, dass alles ab diesem Punkt wegbricht.

Gelegte Holzflächen für den Fußboden haben direkten Kontakt zum Untergrund und sind immer blau eingefärbt. Je weiter ihr euch davon entfernt und je mehr Bauelemente ohne direkten Bodenkontakt - oder einen Stützpfeiler - aneinanderhängen, desto wackeliger gerät die Konstruktion. Da ihr bei einem Einsturz keine Materialien verliert, könnt ihr ruhig ausprobieren, wie weit man gehen kann. Als Stütze für hohe Decken bieten sich zum Beispiel die herkömmlichen Holzpfosten oder gleich die vier Meter hohen Holzpfähle aus Kernholz an.

Weiter mit: Valheim - Wände, Dach, Schornstein, Zerfall und Abnutzung

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Über den Autor:

Sebastian Thor

Sebastian Thor

Freier Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei, aktuell als freier Redakteur.

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