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Neue Mario Kart 8 Strecken: Ich könnte den ganzen Tag nur Marios Piste 3 spielen…

… aber das liegt auch an den anderen Strecken des Booster-Streckenpasses.

Die zweite Charge an neuen (und alten) Strecken aus dem Mario Kart 8 Booster-Streckenpass sind da und ich muss sagen, ich verlebe hiermit eine gute Zeit und halte die Anschaffung für lohnend. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nicht auch Kritik gäbe, denn tatsächlich schwankt die Qualität der Strecken stark. Eine überstrahlt für mich alle anderen: Marios Piste 3, jener Kurs, den SNES-Besitzer auch heute noch rückwärts mit verbundenen Augen fahren können.

Ich war nie ein Freund der allzu verspielten Strecken. Die, die sich Runde um Runde verändern oder die euch durch einen Sprung nach dem anderen schicken. Sobald ich in einem Mario Kart den Bodenkontakt verliere, macht es mir weniger Spaß. Deshalb liebe ich die Strecke aus dem allerersten Mario Kart auf dem Super Nintendo, mit der man damals Tage verbrachte, nur um noch hier und da ein paar Zehntel von seiner persönlichen Bestzeit abzuschleifen (und dann über Carsten zu fluchen, den man ohnehin nie einholte).

Das Ding mit dem Zug ist nach wie vor nett. Hat heute aber nicht mehr den Spektakelfaktor wie auf dem N64.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir diese Strecke in 3D erleben. Schon auf der Wii gab es eine polygonale Version dieses absolut ebenerdigen Stücks Rennstreckenperfektion. Und auf der Switch, vor allem auf dem OLED-Modell, sieht das knallige Grundfarbenkarussell einfach wundervoll aus. Das dazu passende Musikstück neu arrangiert zu hören, setzt dem Ganzen die Krone auf und ich glaube, mehr Spaß als hier werde ich mit dem Booster-Pass so schnell nicht haben.

Die von realen Städten inspirierten Tracks – diesmal New-York-Speedway und Sydney-Spritztour aus dem Mobile-Ableger Mario Kart Tour – sind nette Dreingaben, die es nicht annähernd auf die Berühmtheit älterer Kurse bringen werden. Schneeland vom GBA-Mario-Kart ist dagegen immer noch große Klasse (wenn auch für mich nicht ganz mit derselben Nostalgie verbunden wie Marios Piste 3) und obwohl ich kein großer Freund des N64-Mario-Kart bin, ist die Kalimari-Wüste auch in der Switch-Umsetzung gut gelungen.

Reduktion aufs Wesentliche könnte der Untertitel dieser Strecke lauten.

Eiscreme-Eskapade am Schluss des zweiten Cups ist die einzige wirklich neue Strecke im Bunde. Sie hat mit langem Flugabschnitt, schmaler Streckenführung und einer elend langen, aber fürs Fahrverhalten irrelevanten kerzengeraden Steigung für mich wenig mit Rennfahren zu tun – selbst nach der weit gefassten Mario-Kart-Definition.

Was am Ende bedeutet, dass ich von acht Kursen eine absolut herausragend fand, eine sehr gut (Schneeland), eine gut (Kalimari), zwei in Ordnung (die City-Tracks), zwei zu geschäftig und zufallsanfällig (Waluigi-Flipper, Pilz-Schlucht) und eine doof (die Neue). Das ist insgesamt eine eher mittelmäßige Ausbeute, gemessen an den Höhepunkten aber immer noch gefälliger Nachschub in einer eher langsamen Spielezeit. Kann man machen – und falls man es sowieso schon gemacht hat, weil man vielleicht Nintendo Switch Online Erweiterungspass haben wollte, ist man hiermit vermutlich ganz ordentlich bedient.

Es geht wie immer ruppig zu.

Wenn mir mein Spaß an Marios Piste 3 aber eines zeigte, dann dass ich mehr SNES-Strecken in Mario Kart 8 Deluxe sehen will. Davon ist zumindest in den jüngsten Leaks zu möglicherweise kommenden Strecken für Mario Kart 8 Deluxe. Mal schauen, was noch passiert.

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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