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Wonder Boy: The Dragon's Trap bleibt auch auf dem Handy ein tolles Action-Adventure

Und ist die momentan günstigste Art, das Spiel zu erleben.

Hey, das nur kurz am Rande, weil ich so selten länger auf der Toilette kleben bleibe, als ich sollte - beziehungsweise nur selten ein iPhone-Spiel dafür verantwortlich ist: Wonder Boy: The Dragon's Trap ist für Android- und iOS-Mobilgeräte erschienen und kostet momentan nur 7 Euro, wo auf Steam 20 anfallen.

Was genau an diesem "Proto-Metroidvania", wie Martin so schön sagte, so besonders ist, lest ihr in Cheffes ursprünglichem Test zu Wonder Boy: The Dragon's Trap. Hier in aller Kürze nur so viel: Es handelt sich um ein liebevolles Remake des dritten Teils einer zu Unrecht seit den frühen Neunzigern etwas untergegangenen Marke.

Wonder Boy: The Dragon's Trap ist ein Jump-and-Run mit Freiheiten und Adventure-Ambitionen, wenn es auf dem Abenteuer, sich von einem Fluch zu kurieren, durch diverse effizienzsteigernde Ausrüstungsgegenstände und offener als damals gewohnt angelegte Level geht. Wie gut sich das bis heute gehalten hat, erkennt man daran, dass man es durch den hübschen neuen Anstrich von Lizardcube fast für einen neuen Release halten könnte, wäre da nicht die prominent beworbene Möglichkeit, das Spiel auch in seinem handgepixelten Originalzustand zu erleben.


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Der dürfte für diejenigen, die Wonder Boy 3 seinerzeit auf dem Master System oder dem GameGear erlebten, auch die bevorzugte Darstellungsweise sein. Gut, dass man auf iOS und Android mit einem Ziehen von drei Fingern über das Display zwischen altem und neuem Look hin- und herwischen kann. Das funktioniert sogar stufenlos. Bevorzugt ihr also eine Zwei-Drittel/Ein-Drittel-Mischung aus alt und neu (oder umgekehrt) - Wonder Boy: The Dragon's Trap ist fein damit.

Nett, diese Synthese aus alt und neu.

Ich bin noch unschlüssig, welche Aufmachung mir besser gefällt: In Lizardcubes Neuinterpretationen der Charakterdesigns und Umgebungen steckt eine Menge Liebe und eigener Stil. Die Animationen sind selbstredend n-Mal besser, aber es wirkt bisweilen vielleicht ein wenig "flach". Wundert eher wenig, wenn man bedenkt, dass hier im Grunde der alte Spielcode läuft und seine neuen Kleider nur wie ein Kostüm mit sich rumschleppt.

Trotzdem: gute Arbeit, eindeutig charakterstärker als das Original ... dem ich letztendlich trotzdem lieber die Treue halte. Ach ja: Wer viel Leidenschaft für den originalen Erhalt der Soundkulisse mitbringt, darf zwischen der schönen Remake-Musik und Chiptune ebenfalls nach Belieben wechseln. Sogar die Soundeffekte lassen sich separat aus den 90ern einfliegen.

Ja, du mich auch!!

Die Steuerung war im Vorfeld natürlich der große Knackpunkt und natürlich spielt sich der Titel vor allem wegen einer beinahe Mario-artigen Trägheit des Wunderknaben mit einem physischen MFi-Controller am besten. Aber selbst mit den Touch-Kontrollen hatte ich nach etwas Eingewöhnung nur wenige Probleme. Nett ist, dass sich alle Eingabefelder samt der toten Zone auf dem virtuellen Steuerkreuz in Zehn-Prozent-Schritten skalieren und sogar flexibel auf dem Screen verschieben lassen. Wer auf großen Smartphones unterwegs ist, dürfte nur wenig hieran auszusetzen haben. Und Puristen schleppen eh ein entsprechendes Joypad mit.

Kurzum: Runde Sache, das hier. Immer noch. So, jetzt aber runter vom Klo ...


Entwickler/Publisher: Playdigious, Lizardcube/Dotemu - Erscheint für: iOS, Android (alle anderen Plattformen bereits bedient) - Preis: ca. 9 Euro, aktuell 7 (bis zu 19,99 Euro anderswo) - Erscheint am: erhältlich - Sprache: Deutsch - Mikrotransaktionen: nein - Getestete Version: iOS, iPhone 8

Über den Autor
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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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