World of Warcraft wurde nicht als Free-to-play entworfen

Game Producer Jason Hutchins erteilt Hoffnungen einen Dämpfer, dass das Abomodell nach Mists of Pandaria fallen könnte.

Heute Abend findet im Kölner E-Werk die offizielle deutsche Premierenfeier von World of Warcraft: Mists of Pandaria statt, dessen Launch dann um Mitternacht über die Bühne geht. Anlässlich des Events ergab sich die Gelegenheit zu einem kleinen Interview mit Game Producer Jason Hutchins und dem Lead Environment Artist Gary Platner. Natürlich kam das Gespräch unter anderem auch auf die wachsende Konkurrenz durch MMOs ohne monatliches Abonnement oder mit free-to-play-Modell.

Auf die Frage, ob die beiden von Plänen hinsichtlich einer free-to-play-Umstellung von World of Warcraft wüssten, konnte man das Kopfschütteln der Entwickler fast hören. Jason Hutchins betonte ausdrücklich, er sei sich keinerlei Plänen diesbezüglich bewusst.

"Das Spieldesign ist hier entscheidend. Free-to-play-Spiele sollten von vornherein für dieses Geschäftsmodell konzipiert worden sein. World of Warcraft wurde nicht als free-to-play entworfen. Wir bieten außerdem viel Unterhaltungswert fürs Geld und haben uns auch mit Mists of Pandaria darauf konzentriert, hochqualitative Inhalte abzuliefern," so Blizzards Game Producer.

Wenn schon kein neues Geschäftsmodell - wird dann wenigstens eine Portierung für Konsolen langsam verführerisch für Blizzard? Immerhin ist es nicht mehr so lange hin, bis die nächste Generation auf der Matte steht.

Allzu weit wagten die Developer sich mit ihrer Antwort nicht aus dem Fenster. Man wisse noch nichts über die kommende Hardware und müsse sich erst einmal ein Bild davon machen, bevor man konkrete Pläne nennen könne.

Und welche Hardware-Features müsste eine neue Konsole mitbringen, wenn sie für einen Port in Frage kommen sollte? Auch hier zögerten die Entwickler. Hutchins gab aber zu bedenken, dass zum Beispiel das Keyboard-Maus-Interface ein wichtiger Bestandteil von World of Warcraft sei. "Wir müssten erst einmal sehen, welche Eingabegeräte und Möglichkeiten die kommenden Konsolen an Bord haben und was sich damit anstellen lässt."

Und wie steht es um Interfaces wie das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift und anderen Technologien? Was macht den Entwicklern bei Blizzard derzeit feuchte Hände? Auch hier antwortete Hutchins pragmatisch: "Wir arbeiten mit vielen Partnern zusammen, wenn es um Hardware und neue Technologien geht, die das Spielerlebnis verbessern könnten. Einige Sachen sind ziemlich spannend, aber ich habe bis jetzt nichts gesehen, das alles auf den Kopf stellt. Viel häufiger geht es bei uns um Fortschritte, die das Spiel besser aussehen lassen und die Performance zu steigern - hier haben wir mit der neuen Erweiterung einiges umsetzen können. Da gibt es zum Beispiel das neue Ambient Occlusion System. Wir arbeiten außerdem daran, die Modelle, Texturen und älteren Inhalte im Laufe der Zeit zu verbessern." Ein großes Grafikupdate sei somit nicht zu erwarten, eher Verbesserungen in kleinen Schritten.

Das gesamte Interview mit Jason Hutchins und Gary Platner lest ihr demnächst an dieser Stelle.

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Über den Autor:

Frank Erik Walter

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Tagsüber arbeitet Frank als freier Journalist. Nachts jagt er seit 2010 flüchtige MMOs für Eurogamer.de und die MMO PRO. Skittles und Tetris sind sein Kryptonit.

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