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gamescom angespielt - Rise of the Tomb Raider PS4 VR

Croft Manor, dank VR näher als je zuvor

Was ist das überhaupt?

Es ist Rise of the Tomb Raider - siehe Test zu Rise of the Tomb Raider hier. Ein verbrieft gutes Spiel. Dazu gibt es alle DLCs, die auch nicht schlecht sind. Das ist schon mal eine Menge Spiel. Neu ist der das Add-on "Blutsbande", das es auch für PC und Xbox One geben wird. Ihr bekommt eine kleine, ein bis zweistündige, Rätsel- und Puzzle-lastige Passage, in der sich Lara ihr berühmtes Anwesen sichern muss. Das schlägt ihr so sehr auf das Gemüt, dass ihr im Alptraum-Modus dann im Haus Zombies jagen geht, es ist praktisch der Action-Abschnitt dazu. Weil das zum 20-jährigen Tomb-Raider-Jubiläum nicht genug wäre, bekommt ihr noch ein paar lustige Classic-Skins und einen brutalen Schwierigkeitsgrad ohne Speicherpunkte dazu. Für alle, die zu viel Freizeit haben. All das wird für alle Versionen verfügbar sein, die alten, wie die neue PS4-Fassung. Exklusiv für diese wird dann noch Blutsbande-VR dabei sein. Ihr könnt die ganze Mini-Episode mit einem PS-VR-Set spielen. Nicht jedoch das ganze Spiel.

Warum sollte es mich interessieren

Rise of the Tomb Raider ist wie gesagt ein gutes Spiel, eine angemessene Fortsetzung des Reboots von 2013 und damit für jeden, der was mit Action-Adventures anfangen kann, eine sichere Bank. Mehr Content vom Start weg in Form der DLCs ist sicher auch nie verkehrt und Blutsbande beginnt spannend genug, um einen unterhaltsamen Ausflug durch Croft Manor zu versprechen. Der Zombie-Modus... Ich kann Zombies nicht mehr sehen, aber mit Lara durch das albtraumhaft ausgeleuchtete Haus zu schleichen und Zombies aufzulauern, ein paar andere thematisch an die beiden Reboot-Spiele angelegte Monster inklusive... Doch, das müsste als kleiner Zeitvertreib für ein paar Stunden gehen.

Einen Twist zum bisher eher Tempo- und Ranglisten-orientierten Multiplayer bietet ein neuer Survival-Modus mit zufällig generierten Landschaften. Durch diese müsst ihr euch zu zweit durchkämpfen. Wärme und Nahrung sind zu finden, Feinde auszuschalten und irgendwann findet man auch ein zu plünderndes Grab. Dieses habe ich mit dem Entwickler in der kurzen Demo leider nicht gefunden, denn wie gesagt, die Landschaft um euch herum ist jedes Mal neu und auch wenn das Grab sicher da ist, es zu finden, kann etwas dauern. Der Modus machte einen durchdachten und unterhaltsamen Eindruck und ist eine sehr sinnvolle Idee, um das eigentlich sehr auf Solo ausgelegte Spiel mit einem Koop anzureichern.

Der spannende Teil war natürlich VR und trotz meiner persönlich eher ablehnenden Haltung - oder sollte ich sagen: abwartenden - war ich für ein paar Minuten gut unterhalten. Das PlayStation VR war absolut in der Lage, die Räume detailreich und klar vor die beiden inneren Augen zu projizieren und dass dies kein Vive-Powerhouse-PC war, wurde nur klar, wenn ihr euch Dinge sehr genau angeschaut habt. Dann wurde doch deutlich, dass irgendwo ein wenig gespart werden musste, aber dafür kommt dann ja wohl Neo. Die Bewegung wurde nicht durch das noch zu suchende Wunder gelöst: Ihr habt die direkte Stick-Steuerung, die bei vielen für Übelkeit sorgt, oder alternativ das nicht sonderlich immersive, aber sehr effektive Herumhopsen per Teleport. Dem kommt natürlich sehr entgegen, dass Blutsbande ohne Zombies sich um Puzzles und Erkundung dreht. Als wäre es dafür gemacht worden... Egal, der durch die Wand gewachsenen Baum im mysteriösen, verbotenen Westflügel wirkt durch die neue Darstellung deutlich bedrohlicher als auf dem flachen Screen. Selbst wenn man an ihm vorbeispringt oder alternativ gegen milde Übelkeit ankämpft. Wir sind ja noch am Anfang von VR.

Was kann noch schiefgehen?

Nicht viel. Unerwartete und ehrlich gesagt angesichts des Gezeigten sehr unwahrscheinliche Technik-Aussetzer mal ausgenommen, könnt ihr euch das auf die Liste der 2016er-Titel setzen.

Wann kommt es und wofür?

Am 11.10. ist es auf der PS4 dann endlich soweit, die One-Exklusivität ist beendet. Da mit Ausnahme des witzigen VR-Modus alles auch für die anderen Plattformen erscheint, muss keiner zu neidisch auf den anderen sein.

Über den Autor

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Martin Woger

Chefredakteur

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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