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Hearthstone: Mord auf Schloss Nathria bringt Mechaniken aus 2016 wieder zurück

Murlock Holmes deckt auf.

Blizzard hat uns einen ersten Blick auf die neue Hearthstone-Expansion mit dem mysteriösen Namen "Mord auf Schloss Nathria" gewährt. Auf einem Testserver durfte ich bereits mit den neuen Karten spielen und habe mich an einigen Stellen in das Jahr 2016 zurückversetzt gefühlt.

Neues Set, neues Glück

Deckempfehlungen kann ich noch keine aussprechen, dafür brauche ich wohl mehr als nur ein paar Stunden des Ausprobierens, aber die grundlegenden Mechaniken, die neu dazukommen oder zu meiner Freude wieder ausgegraben werden, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Am 2. August kommt das neue Set mit 135 neuen Karten ins Spiel. Das neue Schlüsselwort "Durchfluten" verbessert eine Karte, nachdem eine vorgegebene Anzahl an befreundeten Dienern auf dem Feld gestorben sind. Der neue Kartentyp "Schauplätze" wird wie ein Diener platziert, kann jedoch nicht angegriffen werden. Mit dem Rüstungssymbol wird angezeigt, wie häufig ihr den Schauplatz einsetzen könnt. In eurem Zug könnt ihr den speziellen Effekt der Karte einsetzen und müsst dann die Abklingzeit von einer Runde abwarten.

Hier seht ihr einen solchen Schauplatz. Ist der auf dem Feld, könnt ihr ein beliebiges Ziel für seinen Effekt auswählen.

In Mord auf Schloss Nathria liegt der Fokus stärker auf Diener als auf mächtigen Zaubern. Klar, ein paar davon gibt es auch, aber wo es einen neuen "Durchfluten"-Effekt gibt, müssen eben viele Diener sterben - und hey, es heißt immerhin "Mord" auf Schloss Nathria. Durchfluten, Todesröcheln, Evolution und Decks, die darauf abzielen, einen Diener eines bestimmten Namens aus eurem Deck zu schießen, wie ein Revolverheld seine Kugeln in einem Western. Die Spielfelder waren nur selten leer.

Mein persönliches Herz der Karten ist zurück

Was Hearthstone in seiner neuen Expansion ebenfalls zurückbringt, ist mein geliebter Zufallsfaktor. Es gibt wieder mehr als nur eine Handvoll Karten, die euch vor das Glücksrad stellen. Angefangen mit den Evolutionskarten vom Schamanen, die eure Diener in zufällige Diener mit höheren Kosten verwandeln. Im Kahr 2016 wurde diese Mechanik mit Geflüster der alten Götter eingeführt und ich habe das Deck damals unheimlich gerne gespielt. Selbst, wenn man verliert, macht es Spaß zu sehen, in was sich euer Board so verwandelt. Ein anderes Deck, mit immer stärker werdenden "Flüchtiger Geist"-Dienern hat mich an die Jade-Mechanik aus der Gadgetzan-Erweiterung aus demselben Jahr erinnert.

Die flüchtigen Geister kommen, um zu bleiben. Über die Evolution freue ich mich weit mehr, als über ein Jade 2.0, da bin ich ehrlich.

Wir dürfen wieder Zauber, Geheimnisse und Diener entdecken, Effekte, die es erlauben zufällige legendäre Diener für 0 Mana zu spielen und Karten, mit denen wir zufällige gegnerische Karten stibitzen oder sogar mit einer unserer eigenen tauschen können. Ja, Anduin ist wieder auf Identitätsdiebstahl aus. Der witzige Murlock Holmes geht mit euch sogar auf Spurensuche, um Karten eures Gegners zu kopieren. Auch, wenn er sich taktisch nicht ganz so gut nutzen lässt und das Glück manchmal über den Skill siegt, habe ich Karten wie diese vermisst, weil diese verrückten Mechaniken Hearthstone für mich einfach ausmachen.

Sehr interessant könnte das Deck-Building mit dem legendären Prinz Renathal werden. Dieser setzt die Deckgröße und das anfängliche Leben auf 40. Herzlichen Glückwunsch Hexenmeister, deine Ära ist wohl gekommen - schon wieder. Zehn extra Leben sind extrem wertvoll, bei den zusätzlichen Karten könnte es schon schwieriger werden. Immerhin wollt ihr ja trotzdem ein sicheres und konstantes Deck haben, bei dem jede einzelne Karte sinnvoll ist und zu einem größeren Ganzen beiträgt. Bei Decks, die darauf ausgelegt sind, viele Karten zu ziehen, fällt das etwas weniger ins Gewicht.

Zum Schluss noch eine Karte von Mord auf Schloss Nathria, die in Hearthstone alles verändern könnte.

So viele Fragen. Wie viel länger ziehen sich die Matches mit einem Prinzen im Deck? Sieht der Effekt auf dem Papier stärker aus, als er tatsächlich ist? Oder wird jeder zweite Spieler einen Renathal in sein Deck werfen, bis dieser später generfed wird? Immerhin ist er für alle Klassen zugänglich. Falls sich die Vorteile wirklich so stark bemerkbar machen, kann zumindest jeder Spieler davon profitieren. Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt, wie sich diese Karte auf die Meta auswirken wird.

Über den Autor

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Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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