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Overwatch 2: Trotz Buff kann mich Lifeweaver noch nicht begeistern

Benötigt selbst einen Rettungsanker.

Lifeweaver wirkt wie eine Mischung aus vielen Helden. Der neunte neue Held in Overwatch 2 vereint aber nicht nur bekannte Mechaniken, sondern bringt auch mehrere neue Fähigkeiten ins Spiel, die es so bisher nie gab. Das klingt in der Theorie unfassbar spannend, in der Praxis hat mich der thailändische Held bisher aber eher enttäuscht.

Der Rettungsanker lässt das Schiff sinken

Über die Fähigkeiten des Helden habe ich bereits in einem anderen Artikel ausführlich geschrieben. Kurz zusammengefasst, kann Lifeweaver mit seinem Angriff entweder Schaden austeilen oder in kleinen Stößen, die für noch mehr Heilung aufgeladen werden können, bis maximal 65 Leben pro Stoß heilen.

Dazu kann er Teammitglieder greifen und zu seiner Position ziehen, während diese für die Reisedauer unverwundbar werden und eine Plattform erschaffen, die Freund und Feind in die Luft aufsteigen lässt. Einen kleinen Dash, der ihn minimal heilt, besitzt er ebenfalls. Seine Ult ist ein großer Lebensbaum, der Verbündete in Wellen heilt und von Feinden zerstört werden kann.

Hier könnt ihr die Fähigkeiten von Lifeweaver noch einmal nachlesen.

Die Angriffe von Lifeweaver fühlen sich ein wenig nach Ramattra in seiner normalen Form an, was mir sehr gefällt. Als Unterstützer hätte ich mir mehr Heilung oder generell Utility erhofft, dafür bringt er viele Kontrollmöglichkeiten mit, die von Fans teilweise kritisch beäugt wurden.

Immerhin kann ein Troll diese wunderbar ausnutzen, um die eigenen Mitspieler an Plays zu hindern oder sie im schlimmsten Fall sogar umzubringen - besonders, da Helden sich unter Verwendung ihrer Bewegungsfähigkeiten aus dem Griff befreien können. Wer keine besitzt, hat halt Pech gehabt. Dabei muss es nicht immer ein fieser Troll sein. Lediglich eine von Lifeweaver missverstandene Lage kann dazu führen, dass er die Entscheidung zum Rückzug für euch trifft. Das macht mir als Mitspieler doch ein wenig Bauchschmerzen.

Die Blüte ist hübsch, benötigt zum Blühen aber auch ein wenig Zeit. Zumindest wird hier transparent vor Abschuss der Heilungskugel gezeigt, wie viel Heilung ihr schon aufgeladen habt.

Bereits wenige Tage vor dem Start der vierten Saison kündigte Game Director Aaron Keller sogar einen Buff für den pansexuellen Helden mit Blütenthema an. Dadurch konnte er die Heilung seiner "Heilende Blüte" ein wenig schneller aufladen. Statt 1,2 Sekunden zu vollen Aufladung benötigt er jetzt nur noch eine Sekunde. Doch kann das Lifeweaver für mich zu einer guten Wahl machen, die ich anderen Unterstützern vorziehen würde?

Lifeweaver ist nie meine erste Wahl

Bisher lautet meine Antwort "Nein". Klar, es macht Spaß, die Grenzen von Lifeweaver auszutesten und die neuen Mechaniken und Interaktionen kennenzulernen. Dennoch fühlen sich die anderen Supporter mit ähnlichen Spielweisen nützlicher an.

Ein Mercy muss zwar auch die Waffen zwischen Heilung und Schaden wechseln, kann Verbündeten aber viel, viel mehr Leben geben. Statt des Rettungsankers, der durch die Neupositionierung nicht immer die beste Wahl ist, ist Kirikos Suzu, der Kameraden unverwundbar macht, deutlich flexibler einsetzbar.

Eigentlich eine coole Idee, wenn man als Mitspieler nicht so rasend wenig dagegen tun könnte. Immerhin ist die Abklingzeit bei satten 20 Sekunden.

Auch Ana heilt deutlich mehr und ist dank ihres Schlafpfeils und der Anti-Heilung besser in der Lage, dem Team in vielen Situationen einen Vorteil zu verschaffen. Und Zenyatta? Seine Ult heilt kontinuierlich und kann nicht abgebrochen werden. Zudem kann er den Schaden auf Gegner erhöhen.

Lifeweavers Blütrnplattform klingt auch gar nicht mehr so interessant, wenn wir uns klarmachen, dass Helden, wie Widowmaker, Lucio, Baptiste, Hanzo und viele andere bereits selbst eine Möglichkeit besitzen, den Highground ganz ohne komplizierte Koordination zu erklimmen. Auch mit seinem kurzen Dash bietet Lifeweaver nichts, was nicht auch andere Unterstützer bieten.

Lifeweaver Plattform kann auch von Gegnern genutzt werden. Sobald sie aber einmal hochgefahren ist, wird sie automatisch nach einigen Sekunden zerstört.

Lifeweaver fehlt eine spezielle Nische

All das wirkt für mich um einiges nützlicher als eine Plattform, die zu Beginn eines Angriffs nützlich ist, um den Highground zu erreichen oder ein Greifhaken, der in der Hand eines Nichtprofis durchaus mehr ruinieren als helfen kann. Es gibt für fast jede Situation einen Helden, der es besser macht als Lifeweaver.

Mit der kleinen Heilung und der längeren Reisezeit der "Heilende Blüte" ist es nur schwer einen Verbündeten effektiv zu heilen und ihn vor dem Tod zu retten. Trotz Lifeweavers grünem Daumen ist mir schon der ein oder andere Held eingegangen. Dazu kann es frustrierend sein, ständig zwischen Heilung und Schaden hin- und herzuwechseln. Wieso nutzt Lifeweaver seine Waffen nicht einfach beidhändig, so wie Kiriko? So wirkt der Held nur unnötig klobig.

Der Ult-Baum von Lifeweaver sieht beeindruckend aus. Am Ende würde ich mich trotzdem lieber für Zenyatta entscheiden.

Ja, bei Lifeweavers Fähigkeiten wurden ein paar fragwürdige Entscheidungen getroffen. Oder wie würdet ihr das nennen, wenn seine passive Fähigkeit auch Gegner heilen kann? Zum Glück ist Overwatch 2 ein Titel, der sich stetig im Wandel befindet. Sollte Lifeweaver auch nach einigen Tagen oder Wochen nicht die gewünschte Nische füllen, kann das Team ja immer noch den Werkzeugkasten auspacken und ein wenig an dem Schönling herumschrauben.

Wie Aaron Keller bereits auf Twitter angekündigt hat, überlegt sich das Team bereits, wie sie alternative Methoden zur Steuerung von Lifeweavers Dash und einen sauberen Wechsel zwischen Primär- und Sekundärwaffe umsetzen können. Das nenne ich mal schnellen Einsatz.

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