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Splatoon 3 Test - Mehr vom Gleichen, aber ist das jetzt was Schlechtes?

So sieht Multiplayer-Spaß aus.
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Nicht nur für Fans ein umfangreiches Pflichtprogramm auf der Switch: Splatoon 3 liefert Altbekanntes in erweiterter und verbesserter Form.

Euch haben Splatoon und Splatoon 2 gefallen? Prima, dann zieht eure Schuhe an, geht in den nächstbesten Laden oder zum Händler eures Vertrauens und kauft euch Splatoon 3. Oder lasst die Schuhe aus und ordert es online. Wie ihr möchtet. Ihr werdet mit Teil drei nichts falsch machen, wenn ihr mit den Vorgängern bereits euren Spaß hattet. Es war ja nicht zu erwarten, dass Nintendo die Dinge groß umkrempelt, aber es ist auch nichts gründlich in die Hose gegangen. Also alle happy in Splatsville?

Manche Dinge ändern sich einfach nicht, zum Beispiel die gute Laune, die Splatoon immer zu versprühen versucht, wenn ihr das Spiel startet. Das ist in Teil drei nicht anders, der sich einmal mehr als farbenfroher Tinten-Shooter präsentiert. Der Vorgänger ist mittlerweile fünf Jahre alt, aber erwartet nicht, dass sich in dieser Zeit viel geändert hat. Wie gesagt, Nintendo ändert nichts Grundlegendes an seinem Erfolgsrezept, warum auch?

Kontrastprogramm zu Call of Duty und Co.

Splatoon 3 ist eine freudige Abwechslung zwischen all den Multiplayer-Shootern, die sich "dark" und "gritty" präsentieren. Farbenfroh, verspielt und trotzdem ist es ein knallharter Wettbewerb. In den klassischen Revierkämpfen seid ihr weiterhin in Vier-gegen-vier-Matches unterwegs und kämpft darum, den größten Teil der Map mit eurer Tinte einzufärben. Was nicht immer einfach ist, denn ihr müsst Umgebung und Gegner gleichermaßen im Auge behalten und schnell reagieren, wenn das andere Team irgendwo vorprescht, denn ihr habt nicht mehr als drei Minuten für alles.

Wenn der Eiffelturm einen schlechten Tag hat.

Das alles spielt sich klassisch unterhaltsam und vor allem weiterhin gut. Ihr könnt Stunden damit zubringen oder einfach ein paar Matches zwischendurch spielen, wie ihr möchtet. Wer es etwas ernsthafter haben will, stürzt sich ab Level 10 in die Ranglistenspiele: Herrschaft, Turm-Kommando, Operation Goldfisch und Muschelkampf warten hier als Spielmodi auf euch.

Womit wir wieder beim Thema mehr vom Gleichen wären. Aber nicht alles ist eins zu eins identisch, faul waren die Entwickler mitnichten. Es gibt etwa neue Moves wie die Tintenfischrolle, die euch ein kleines Unverwundbarkeitsfenster gibt, wenn ihr sie auslöst, um aus der Tinte herauszuschießen. Mit dem Wandsprung rast ihr indes vertikale Flächen nach oben und hüpft für einen kurzen Moment in die Luft, was Gegner in den richtigen Situationen überraschen kann. Es sind fast subtile Änderungen, aber sie sind da und erweitern das Gameplay auf eine positive Art, wenn ihr sie gut zu nutzen vermögt.

Endlich moderne Features

An anderer Stelle gibt es Ergänzungen, die eigentlich Standard sein sollten, aber in manchen Online-Aspekten bewegt sich Nintendo ja nicht immer ganz auf der Höhe der Zeit. Das neue Lobby-System macht vieles einfacher und ihr könnt euch mit Freundinnen und Freunden zusammenschließen. Ferner schaut ihr euch Wiederholungen früher Matches an und in eurem Spind platziert ihr Sammelgegenstände und Auszeichnungen. Letztes ist jetzt nicht die essenzielle Ergänzung, aber passt zur restlichen Anpassungsvielfalt der Reihe.

Die Revierkämpfe sind schnell und intensiv.

Wer es mag, kann sich außerdem mit saisonalen Events und freischaltbaren Belohnungen beschäftigen. Alle drei Monate gibt’s einen neuen Belohnungskatalog, durch den ihr euch hindurcharbeiten könnt. Und natürlich kehren auch die Splatfeste wieder zurück. Neu sind hier Kämpfe mit drei Teams, wie sie bereits während des öffentlichen Splatfest-Tests zu sehen waren. Könnte eine gute Auflockerung werden, allerdings gab es hier und da noch kleinere Balancing-Probleme.

Mit den Aktivitäten ist man hier längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Der Horde-artige und kooperative Modus Salmon Run ist zurück, erneut müsst ihr Horden von Salmoniden abwehren und euch Runde für Runde durchschlagen, Bossgegner inklusive. In einer kleinen Seitengasse von Splatsville könnt ihr euch indes mit einer ganz anderen Art von Splatoon befassen. Hier findet ihr das Revierdecks-Kartenspiel. Ihr erstellt eigene Decks und nehmt es mit den Bewohnern von Splatsville sowie Freundinnen und Freunden gleichermaßen auf. Für zwischendurch eine nette Abwechslung.

Keine Lust auf Multiplayer? Dann ab in die Story

Wer sich auch mal alleine mit Splatoon 3 beschäftigen möchte, kann sich in die Solo-Kampagne stürzen. Denkt dabei an die Octo Expansion von Splatoon 2 und ihr wisst in etwas, was hier auf euch zukommt. Das gilt besonders für den Schwierigkeitsgrad. Ob das jetzt genauso Hardcore wie die Octo Expansion ist, sieht vermutlich jeder anders. Aber es geht definitiv in die Richtung und das ist nichts Schlechtes. Über einen unscheinbaren Gullideckel in Splatsville gelangt ihr zu diesem Modus, der euch mehrere Hub-Welten erkunden und dort Herausforderungen lösen lässt. Nach und nach schaltet ihr alles frei, so steigt mit der Zeit auch die Lernkurve.

Erfolge rücken euch ins Rampenlicht.

Dutzende Levels erwarten euch hier und die Kampagne erfüllt weiterhin eine Art Tutorial-Funktion, zumal sie euch auch die neue Waffen näherbringt, die Splatoon 3 zu bieten hat. Dazu zählt neben einigen anderen der Stringer-Bogen, der gleich drei Pfeile verschießen kann. Kurzum: Teil drei hat einiges an ausgefallener neuer Ausrüstung zu bieten, mit der ihr versuchen könnt, in den Levels die Oberhand zu behalten oder die jeweiligen Rätsel der Story-Levels zu lösen. Die Aufgaben reichen von komplexeren Vorgängen und Abläufen, bei denen ihr mehrere Ziele nacheinander erfüllen müsst, bis hin zu einfachen Vorgaben wie dem Einfärben eines großen Moai-Kopfes.

Zu den Bosskämpfen kann ich euch aufgrund Nintendos strikter Begrenzungen beim Testembargo nicht viel sagen. Nur so viel: Es lohnt sich, sie selbst zu erleben. Versucht, Spoiler im Vorfeld zu vermeiden und freut euch auf die unterschiedlichen Charaktere und Erlebnisse, die euch dabei erwarten. Alleine der Story-Modus rechtfertigt im Grunde schon den Preis des Spiels, er ist wirklich umfangreich, lässt euch euren Charakter verbessern (was für spätere Bosse auch durchaus empfehlenswert ist) und bietet noch versteckte Geheimnisse. Da seid ihr eine Weile beschäftigt.

Splatoon 3 Test - Fazit

Letztlich lässt sich sagen, dass Splatoon 3 viel Spiel für seinen Preis liefert. Die gute Nachricht für Solo-Spieler ist, dass auch für sie eine Menge geboten wird. Ihr wachst an den Herausforderungen in der Kampagne, die euch prima auf das Online-Erlebnis in Splatoon 3 vorbereitet. Dort erwarten euch dann kompetitive und kooperative Modi, in denen ihr euer Gelerntes unter Beweis stellen könnt, und ein Kartenspiel. Wer sich auf alles einlässt, ist erst einmal eine Weile vollends beschäftigt.

Splatoon 3 ist einfach das, was zu erwarten war. Mehr vom bewährten Gleichen, das hier genauso gut und noch besser funktioniert als zuvor. All das garniert man mit mehr Abwechslung, überfälligen Online-Features und einem kunterbunten Background, der einfach gute Laune verbreitet, auch wenn er für manche zuweilen etwas merkwürdig erscheinen mag. Oder um es kurz zu machen: Ihr seid Splatoon-Fan? Kaufen! Ihr interessiert euch für Splatoon? Das hier ist ein prima Einstiegspunkt, um zu einem zu werden.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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