Ohne Pferd seid ihr in Red Dead Redemption 2 ziemlich aufgeschmissen. Die anmutigen wie praktischen Nutztiere dienen nicht nur der Fortbewegung, sondern erfüllen zahlreiche weitere Funktionen. So könnt ihr auf eurem treuen Begleiter etwa zahlreiche Gegenstände wie Waffen oder die Felle erlegter Tiere lagern. Wie zu erwarten war, hat sich Rockstar aber nicht damit begnügt, lediglich ein Pferdchen zu integrieren - stattdessen stehen euch 19 verschiedene Rassen zur Verfügung, die jeweils in verschiedenen Variationen und Farben daherkommen.

Die Unterschiede der der Pferde sind jedoch nicht nur ästhetischer Natur: Jede Gattung hat ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen, sodass es für verschiedene Situationen auch unterschiedlich geeignete Reittiere gibt. Trotzdem kristallisiert sich unter allen Rassen so etwas wie das "beste Pferd" heraus. Welches das ist, lest ihr am Ende des Artikels.

Obwohl ihr verschiedene Rösser besitzen könnt, müsst ihr euch stets für ein primäres entscheiden. Alle anderen werden in den verschiedenen Ställen aufbewahrt. Dort könnt ihr jeden Gaul begutachten, ihm eine umfrisierte Mähne verpassen, neue Ausrüstung kaufen und vieles mehr.

Wichtig ist, zu verstehen, dass euer Pferd keine Maschine, sondern ein Lebewesen ist. Es hat seinen eigenen Willen, benötigt Aufmerksamkeit, Liebe - und natürlich Nahrung. Wie auch Arthur Morgan verfügt euer Gaul über eine eigene Gesundheits- und Ausdauerleiste mitsamt den entsprechenden Kernen. Diese leeren sich wie beim Protagonist automatisch im Laufe der Zeit. Gönnt eurem Pferdchen eine Pause, indem ihr es an einen Balken anbindet, oder gebt ihm etwas leckeres zu futtern wie Haferkekse.

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Pferde sind in Red Dead Redemption 2 weit mehr als Autos mit Hufen.

Beachtet zudem die Laune eures treuen Gauls. Ist es völlig erschöpft, droht es euch genauso abzuwerfen wie in Extremsituationen. Ihr reitet nur wenige Meter an einem hochgefährlichen Alligator vorbei? Das wird das Tier nervös machen. In solchen Fällen könnt ihr es mit L3 beruhigen, was jedoch stets nur bis zu einem gewissen Grad funktioniert. Schlimmstenfalls wirft euch das Pferd ab und zischt wie ein geölter Blitz davon.

So könnt ihr eure Pferde striegeln und sie verkaufen

Durch regelmäßige Streicheleinheiten, Fütterungen und natürlich viele Reitstunden steigert ihr nicht nur die Verbundenheit zu eurem Pferd (wodurch es euch beispielsweise seltener abwirft), sondern auch dessen Werte wie Gesundheit und Ausdauer. Aus diesen Gründen ist es auch ratsam, nicht alle naselang den Gaul zu wechseln. Ein gut trainiertes und an euch gewöhntes Pferd ist nahezu jedem "fremden" Tier überlegen. Stirbt euer Ross (etwa in einer Schießerei oder nach einem schweren Sturz), habt ihr keine Möglichkeit, es wiederzubeleben. Achtet also gut auf euren Freund.

Wollt ihr euer Pferd hingegen verkaufen, müsst ihr dafür entweder einen Stall oder einen Hehler besuchen. Achtet zudem darauf, ob es sich um ein legal erworbenes oder ein gestohlenes Tier handelt. Rechtmäßig erhaltene Pferdchen gehen in Ställen für einen höheren Preis weg, während euch Hehler mehr für gemopste in die Hand drücken.

Hier noch ein paar weitere Hinweise:

  • Wird euer Begleiter schmutzig (weil ihr durch Schlamm reitet oder es lange nicht striegelt), verliert es schneller an Gesundheit. Striegelt das Pferd oder reitet durch Wasser, um es wieder zu säubern.
  • Drückt X/A im Rhythmus des Galopps, um den Ausdauerverlust zu verringern.
  • Ihr könnt euer Pferd durch Steuerkreuz oben zu euch rufen. Je höher eure Verbundenheit, über desto weitere Entfernungen hört es auf euch.
  • Manchmal hört euer Pferd ein wenig zu gut: Steuert ihr auf ein Hindernis wie einen Baum zu, wird es diesem nicht ausweichen, sondern dagegendonnern, wodurch ihr gemeinsam stürzt. Seid daher besonders beim Galopp durch Wälder vorsichtig.
  • Ihr könnt keine Pferde züchten. Das wäre aber womöglich auch etwas viel des Guten.

Hinweis: Die Tabelle ist noch nicht vollständig und wird in den kommenden Tagen kontinuierlich ergänzt.

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Jedes der zahlreichen Pferde in Red Dead Redemption 2 ist einer (oder in einigen wenigen Fällen sogar mehreren) Kategorien zugeordnet. Tiere innerhalb dieser Gruppierung weisen grundsätzliche ähnliche Werte auf und bieten verschiedene Vor- und Nachteile.

  • Reitpferde
    Diesen Typ ist der am weitesten verbreitete. Entsprechend sind die Werte dieser Pferde auch eher unterdurchschnittlich.
  • Zugpferde
    Wie der Name bereits verrät, sind diese Tiere häufig vor Karren und Wagen gespannt. Sie sind sehr stämmig, aber eher langsam und Reitpferden insgesamt leicht überlegen.
  • Rennpferde
    Wie zu erwarten: In Sachen Geschwindigkeit und Beschleunigung macht diesen Gäulen so schnell niemand was vor. Dafür mangelt es ihnen an Ausdauer und Gesundheit.
  • Streitrösser
    Das Gegenstück zu Rennpferden: Hohe Ausdauer und Gesundheit zulasten der Beschleunigung und Geschwindigkeit.
  • Arbeitspferde
    Diese Pferde besitze einen langen Atem und bewegen sich bezüglich ihrer Gesundheit und Geschwindigkeit irgendwo im Mittelfeld. Ihre Beschleunigung ist niedrig.
  • Überlegen
    Die allgemein besten Pferde.

Hier nun alle Pferde im Überblick:

Pferd
Kategorie
Gesundheit
Ausdauer
Geschwindigkeit
Wendigkeit
American Standardbred
Rennpferd
3-4
3-4
3-4
3-4
Appaloosa
Arbeitspferd
3-5
4-6
3-4
3
Ungarisches Halbblut
Streitross
4-5
3-4
3
3
Morgan
Reitpferd
2
3
3
2
Shire
Zugpferd
4
3-4
3
2
Tennessee Walker
Reitpferd
3-4
3-5
2-3
2-3
Nokota
Rennpferd
3
3
4-7
3-5
Kentucky Saddler
Reitpferd
3
2
3
2
American Paint
Arbeitspferd
3-5
4-5
3-4
3-4
Englisches Vollblut
Rennpferd
3
3
4-7
3-5
Mustang
Streitross/Arbeitspferd
4
4
3
2
Weißer Araber
Überlegen
5-7
5-7
6
6
Tigerstreifen-Brauner Mustang
Streitross/Arbeitspferd
5
5
4
3
Niederländisches Warmblut
Arbeitspferd
4-5
5-6
3-4
3
Ardenner
Streitross
5-7
4-5
3
3
Andalusier
Streitross
5-7
4-5
3
3
Missouri Foxtrotter
Renn-/Arbeitspferd
5
6
7
5
Turkmene
Rennpferd/Streiross
7
5
6
5
Brabanter
Zugpferd
3
3
3
3
Suffolk Punch
Zugpferd
3
4
3
2
Red_Dead_Redemption_2_Pferde_Karte
Hier findet ihr alle Wildpferde auf der Map von Red Dead Redemption 2.

RDR2: Der Fundort des weißen Araber und wie ihr ihn zähmt

Bei einem genaueren Blick auf die obige Tabelle wird schnell deutlich, welches das beste Pferd im Spiel ist: der Araber. Dieses ganz besonders anmutige Rasse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die allermeisten dafür könnt ihr in verschiedenen Ställen für sehr, sehr sportliche Summen erstehen. Lediglich eine Unterkategorie könnt ihr kostenlos ergattern: den weißen Araber.

Diese Pferde treiben sich vor allem rund um den Lake Isabelle im Norden der Karte herum. Schaut euch dort ein wenig um und untersucht die Pferde mit eurem Fernglas, um auch sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um einen Araber handelt. Wäre das geklärt, kommt der schwierigste Teil: Ihr müsst den Gaul fangen und einreiten.

Beginnt damit, euch dem Ross so langsam wie möglich zu nähern. Beruhigt das Tier währenddessen kontinuierlich mit Viereck/X und bleibt stehen, sollte es sich aufbäumen. Notfalls könnt ihr es auch mit dem Lasso fangen, aber besser ist es, diese "Gewaltanwendung" zu vermeiden. Habt ihr euch schließlich nah genug herangeschlichen, könnt ihr aufsatteln - sehr zum Missfallen eures künftigen Begleiters.

Der weiße Araber schlägt sofort aus und versucht euch mit aller Gewalt abzuwerfen. Dieses Rodeo übersteht ihr nur mit viel Feingefühl, indem ihr den linken Stick jeweils in die entgegengesetzte Richtung drückt. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, sodass ihr womöglich mehrere Anläufe benötigt. Habt ihr das Pferd schließlich eingeritten, müsst ihr nur noch den Sattel eures anderen Gauls auf dem weißen Araber zu befestigen, um es zu eurem Hauptpferd zu machen.

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