CoD: Warzone-Profi zieht blank: Fünf Kameras sollen Cheating-Vorwürfe entkräften

Wir ihr seht, seht ihr alles!

In einem Versuch, Kritikern zu entgegnen, die ihn des Mogelns bezichtigten, hat ein professioneller Spieler von Call of Duty: Warzone sein Streaming-Setup überarbeitet. Jetzt zeichnen fünf Kameras jede seiner Bewegungen in Match auf.

Charlie "MuTeX" Saouma, Call of Duty-Streamer mit 644,000 Followern auf Twitch mit professioneller eSport-Vergangenheit in diesem Spiel, schritt zu der Maßnahme, nachdem ihn YouTuber BadBoy Beaman auf dem Kieker hatte:

"Kein BS ...," so ein Tweet, nach seinem Stream, "ihr werdet euch vielleicht über mich lustig machen deshalb … aber heute wurde die 5. Cam installiert.

"LMFAOOOOOOOOO.

"Aber ohne Mist, es ist irgendwie stark, dass ihr Leute jetzt alles sehen könnt."

BadBoy Beaman hatte diese Woche ein Video veröffentlicht, in dem er Gameplay-Material von MuTeX als verdächtig einstufte.

MuTeX, der in Solo Quads mit 61 Kills den Weltrekord hält und Tausende Dollar in Warzone-Turnieren gewann, wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Immerhin hängen sowohl seine Gefolgschaft als auch sein Auskommen davon ab, dass er tatsächlich so gut ist, wie es den Anschein hat.

Allerdings nutzt MuTeX einen DualSense Controller am PC und gestand, dass er Cronus Software auf dem Rechner am Laufen hat, mit dem er Warzone spielt und streamt. Cronus wird allgemein mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtet, weil man dadurch Zugang zu Mods und Scripts erhält, die einen unfairen Vorteil verschaffen könnten.

Diesen Vorwürfen begegnete MuTeX in einem Video, in dem er sagt, er habe Cronus damals legitim in LAN-Turnieren von Call of Duty: WW2 benutzt - ein bedeutend älteres Spiel - und dann "vergessen" es zu löschen.

Auf diese Äußerung, Cronus sei bei MuTeX seit WWII - dem Spiel, nicht der historischen Epoche unsäglichen menschlichen Leids - nicht mehr im Einsatz gewesen, wollte Beaman mit einem weiteren Video widerlegen.

MuTeX, der für das eSports Team Dallas Empire Call of Duty spielte, bevor er wegen unflätiger Äußerungen rausflog, meldete sich also mit fünf Cams zurück, mit denen er beweisen will, dass die Anschuldigungen haltlos sind.

Eine Kamera zeigt den Controller, eine weitere sein Gesicht, eine den PC und seine Beine, die nächste alle drei Bildschirme und die fünfte schräg von hinten das gesamte Set-up.

Nicht, dass das jetzt unbedingt das Gerede beerdigt hätte. Aber der Verdächtigte selbst zeigt sich zufrieden. "Unglaublicher Stream <3," schrieb er auf Twitter. "Ich musste all diesen Leuten zeigen, dass sie nie den Glauben an mich verlieren dürfen, ich werde niemals IM LEBEN cheaten verdammt noch mal. 15.000 Zuschauer sahen mir auf fünf verschiedenen Kameras beim Grillen zu. 30+ Matches einfache und verrücktes Gameplay."

Activision hat seit einer Weile mit Cheatern zu kämpfen und ist noch auf der Suche nach dem Königsweg. Viel Glück dabei. Habt ihr vielleicht schon mal darüber nachgedacht, einfach nett zu fragen?.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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