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Anstoss 2007

Das Wunder von Gütersloh

Eine kluge Entscheidung von Ascaron, den ganzen Fußball-Weltmeisterschafts-Hype an sich vorüber ziehen zu lassen und "Anstoss 2007" erst zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison zu veröffentlichen. Vor ein paar Wochen noch drängten gänzlich neue, noch nie gehörte Namen auf den Fußballmanager-Markt. Darunter sogar uralte Spiele, die mit ein paar kleinen kosmetischen Änderungen den Leuten das Geld aus der Tasche locken sollten. Ein peinlicher Versuch. Damals wäre "Anstoss 2007" sicher nicht die verdiente Aufmerksamkeit zuteil geworden - jetzt steht der Titel allein auf weiter Flur. Konkurrenz droht erst wieder im Oktober von der neuen Edition des EA "Fussball Managers 2007".

Während die ersten beiden Programme der "Anstoss"-Serie 1994 und 1997 unter den Genre-Fans Begeisterungsstürme auslösten, hatte die Reihe in den letzten Jahren weniger Beifall. Etliche schwere Bugs führten zu einem erheblichen Abstieg auf der Beliebtheitsskala. Mit der 2007er Edition ist "Anstoss" jedoch wieder ganz da. Von Grund auf einer Verjüngungskur unterzogen, hinterließ schon die Beta einen hervorragenden Eindruck. Die Kaufversion, die zum 15-jährigen Bestehen von Ascaron auch alle Vorgänger ab "Anstoss 2 Gold" enthält, schießt dann auch (fast) ein Golden Goal. Und obwohl er Manager schon jetzt sehr stabil läuft, werkelt Ascaron auch weiterhin unermüdlich an einer Optimierung. Den ersten Patch gab es bereits am 13. August zum Download. Am 28. August sowie am 11. und 25. September werden weitere Updates folgen, die verbliebene Ungereimtheiten im Code beseitigen sollen.

Komplex und doch einfach

Bevor Du einen Spieler einem anderen Verein überlässt, solltest Du prüfen, ob er für Deine Mannschaft mit seinen Fähigkeiten nicht unentbehrlich ist.

Schon der Einstieg in die Fußballmanager-Karriere offenbart die große Stärken von "Anstoss 2007": Du wirst mit einer ungeheuren Optionsvielfalt konfrontiert, die jedoch so vorbildlich aufbereitet ist, dass selbst blutige Anfänger damit auf Anhieb klarkommen. Noch kein Manager vorher bot derart gut strukturierte, aufgeräumte Menüs, in denen sich wirklich alles genau dort befindet, wo man es vermutet. Kein langes Herumsuchen mehr - willst Du beispielsweise wissen, wo es zum Stadionausbau geht, bist Du vom Manager-Büro aus mit ganzen zwei Mausklicks am Ziel.

Doch bevor Du als frisch gebackener Manager an Deinen Arbeitsplatz gelangst, verleihst Du Deinem Alter Ego wie in einem Rollenspiel ganz individuelle Charaktereigenschaften. Du verteilst Punkte auf Fertigkeiten wie Verhandlungsgeschick, Psychologie oder Autorität und wenn Du willst, versiehst Du Dein Profil mit Deinem eigenen Konterfei. Dann entscheidest Du noch, ob Du "ganz unten" anfangen oder mit Deiner Karriere bereits in der ersten oder zweiten Liga einsteigen willst. Und schon hast Du die Geschicke Deiner Lieblingsmannschaft in der Hand.

Mehr Spaß ohne Lizenz

Im Monatsplaner legst Du per Drag & Drop Deine Termine fest.

Lieblingsmannschaft? Na ja, in "Anstoss 2007" musst Du Dich mit Deiner Elf erst einmal vertraut machen. Sämtliche Vereine und Spieler tragen mangels Lizenz Fantasienamen. Wenn Du auf Authentizität Wert legst, greifst Du besser auf Electronic Arts´ "Fussball Manager 06" zurück. Oder bemühst den "Anstoss 2007"-Editor. Angesichts der unvergleichlichen Spieltiefe und Benutzerfreundlichkeit von "Anstoss 207" lässt sich das Fehlen der Originalnamen jedoch leicht verschmerzen. Außerdem eröffnet die Lizenzlosigkeit witzige Spielmöglichkeiten, die die FIFA in einem von ihr lizenzierten Programm bestimmt nicht gerne sehen würde: Wer als Manager ein bisschen abseits der Legalität operieren möchte, kann aus der Schwarzen Kasse unauffällig ein paar Euro zur Schiedsrichterbestechung abzweigen oder auch seine Einstellung zum Spieler-Doping "variabel" gestalten.

Je nachdem, ob Du Dich im Fußballmanager-Genre schon auskennst oder nicht, wählst Du den einfachen oder den realistischen Schwierigkeitsgrad. Wenn Du Deine Fähigkeiten als Manager auf eine besonders harte Probe stellen willst, entscheidest Du Dich für den "Core-Modus" - hier hast Du keine Möglichkeit abzuspeichern und einen alten Spielstand neu zu laden. Im Core-Modus musst Du also all Deine Fehlentscheidungen tatsächlich selbst ausbaden.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

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