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Star Wars: Knights of the Old Republic 2 (Switch) - Test: Alt, aber gut?

Das Nötigste.
Eine weitere zweckmäßige Portierung eines Star-Wars-Klassikers von Aspyr. Macht Spaß, ist auf der Switch aber kein Pflichtkauf.

Nach dem ersten Teil von BioWare hat es nun auch das von Obsidian Entertainment entwickelte Star Wars: Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords auf die Nintendo Switch geschafft. Ein Spiel, für das man sich damals besser etwas mehr Zeit gelassen hätte, statt es möglichst rasch nach dem Vorgänger auf den Markt zu werfen. Die Geschichte ist bekannt, aufgrund der harschen Deadline ist KotOR 2 nicht perfekt.

Viele Jahre später haben Fans daran gebastelt und die umfassende Restored-Content-Mod erstellt. Das Besondere an der Switch-Version des Rollenspiels ist, dass Entwickler Aspyr diese Restored-Content-Inhalte offiziell als DLC nachliefert – kostenlos! Leider erst mit einer ordentlichen Verzögerung, das dritte Quartal wird angepeilt. Das heißt, wer KotOR 2 jetzt kauft, spielt die ursprüngliche Version. Und wenn der Restored Content später erst einmal da ist, sind eure bisherigen Spielstände nicht damit kompatibel. Nicht gerade optimal, aber nun gut. Es ist, wie es ist.

Die unvollkommene Version

Was ihr hier vorerst auf der Switch habt, ist also zuerst einmal die ursprüngliche, nennen wir sie unvollkommene Version von Knights of the Old Republic 2. Die Geschichte knüpft ein paar Jahre später an den Vorgänger an und auch spielerisch gibt es nicht die großen Unterschiede zum ersten Teil. Ihr reist durch die Galaxie, löst Quests und Rätsel, versammelt Mitstreiterinnen und Mitstreiter um euch und kämpft gegen die Sith.

Was machen diese Zylonen hier?

Jeder Charakter kämpft grundsätzlich für sich selbst, wenngleich ihr primär für die Positionierung sowie die Auswahl von Spezialangriffen und Machtangriffen verantwortlich seid. Die Kämpfe basieren auf einem klassischen RPG-System, bei dem Parameter wie Genauigkeit und Schaden eine wichtige Rolle spielen. Das macht sie strategisch und es lohnt sich, sich mit den ganzen Fähigkeiten und Werten und natürlich mit der Ausrüstung auseinanderzusetzen, um eure Figuren zu perfektionieren und bestens für die Auseinandersetzungen zu rüsten.

KotOR 2 macht auch heute noch Spaß

Das macht auch heute noch Spaß. Abseits des gut funktionierenden spielerischen Kerns beschränkt sich Aspyr bei der Portierung erneut auf das Nötigste. Wie bei vielen anderen Star-Wars-Klassikern, die das Unternehmen auf Switch und Co. brachte, ändert sich primär etwas an der Auflösung der Texturen, an der Bildrate, die weitestgehend bei 60 fps bleibt, und auch ein paar andere Optimierungen sind mit an Bord. Es ist das Mindeste, was man erwarten kann, wenngleich KotOR 2 somit weit davon entfernt ist, moderne Hardware auszureizen.

Lässt sich noch gut spielen, aber technisch hat sich nicht viel getan.

Ganz einwandfrei ist die Portierung definitiv nicht. Hier und da verschwindet auf einmal die Musik und wird durch eine Art Störgeräusch ersetzt. Da hilft nur ein Neustart. In manchen Gegenden bricht wiederum die Framerate deutlich ein, was bei einem solch alten Spiel mit marginalen Änderungen auf moderner Hardware ehrlich gesagt nicht passieren darf.

Star Wars: Knights of the Old Republic 2 (Switch) Test - Fazit

Rein spielerisch funktioniert Star Wars: Knights of the Old Republic 2 auch heute noch trotz der Schwächen durch die damals überstürzte Entwicklung noch recht gut. Technisch ist das hier wieder eine zweckmäßige Portierung mit ein paar Optimierungen, die nicht weltbewegend ausfallen. Es reicht aus, um KotOR 2 auf der Switch spielbar zu machen. Mehr aber auch nicht. Spannend dürfte dann der Restored-Content-DLC werden, sobald er erscheint. Schade, dass man diesen erst zeitverzögert abliefert. Ich hätte es gerne gesehen, wenn beides zusammen verfügbar ist. Er wird KotOR 2 auf der Switch noch einmal aufwerten. Grundsätzlich ist es kein schlechtes Spiel, erwartet euch aber von der Portierung keine Wunder. Wenn ihr es auf der Switch spielen möchtet – ob zum ersten Mal oder erneut –, könnt ihr es guten Gewissens kaufen.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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