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Tops aus 2012 - Alexander

DayZ vs. WarZ und ein Mario der in die Jahre gekommen ist aber dennoch gab es auch erfrischende Sachen 2012.

2012, was war gut, was weniger, was hat beeindruckt, was hat entsetzt. Jeder Redakteur von Eurogamer hat das Jahr Revue passieren lassen und sich Gedanken in beide Richtungen gemacht. Zu diesem Ergebnis Alexander Bohn gekommen:

Tops aus 2012


XCOM: Enemy Unknown, oder "wie man Remakes richtig macht"

Ich war erst skeptisch, dann optimistisch und schließlich nervös, als sich Firaxis' Neuauflage meines Lieblingsspiels der Fertigstellung näherte. Anscheinend umsonst. Denn obwohl ich vermutlich einige Dinge anders angepackt hätte, hätte man mich im Vorfeld gefragt, wie man UFO ins neue Jahrtausend bringen müsste, ist das hier mein Wohlfühl-Spiel des Jahres. Die Stimmung und der Vibe des Originals werden auf den Punkt getroffen. Schön, dass so viele Leute das ähnlich sahen. Die Reihe hat auch diesseits der 2000er also noch eine Zukunft. Ich freue mich schon jetzt auf die unbekannten Feinde, die da noch kommen mögen.

Mehr Gründe, XCOM: Enemy Unknown zu lieben, findet ihr im Test.


DayZ - Ein Traum geht in Erfüllung

Kein anderes Spiel beherrschte in diesem Jahr meine Vorstellungskraft mehr. Wenn ich es mal nicht spielte, schaute ich mir Videos dazu im Netz an, und wenn ich keine Videos dazu im Netz anschaute, dachte ich darüber nach, wie es wäre, genau das jetzt zu tun. Dabei ist die Standalone-Version lange überfällig, denn die Mod ist immer noch ein fürchterlich unfertiger Frankenstein. Trotzdem: Mit Namalsk und Taviana entdecke ich gerade zwei neue, riesige Welten mit ihren eigenen Regeln und erlebe immer wieder aufs neue haarsträubende Abenteuer. DayZ ist ein spannender, intensiver und schlicht wegweisender Geschichtengenerator.

Neugierig? Lest in unserem Artikel DayZ - Die Hölle, das sind die Anderen, was DayZ so besonders macht.

Bodycount in the house - ich verspreche es bleibt die einzige 90ies-Anspielung in diesem Text.


Indie-Studios, die Gedanken lesen können

Sobald ich in diesem Jahr dachte, „ich sähe mal gerne wieder ein Spiel nach Art von ...", da war auch schon ein talentiertes Indie-Studio mit einem erschreckend ausgereiften Titel bei der Hand, der beinahe genau meiner Vorstellung entsprach. Gerade war mir nach etwas in der Art von Starflight, da warpte auch schon das exzellente FTL: Faster Than Light aus den Tiefen des Nichts auf meinen PC. Als ich ein dringendes Bedürfnis nach einem schnellen Top-Down-Gemetzel hatte, war Hotline Miami mit Baseballschläger und Katana zur Stelle. Es gibt noch ungezählte weitere Beispiele interessanter, aber riskanter Konzepte, die in diesem Jahr dank Entwickler gewordener Geeks endlich Realität wurden.

Ihr habt diese Titel verpasst? Dann lest euch schleunigst unsere Tests zu FTL: Faster Than Light und Hotline Miami durch.


Ein gutes Jahr für Survival

Das Jahr des Maya-Weltuntergangs - hat übrigens gar nicht wehgetan - war eine goldene Zeit für Fans von Survival-Titeln: Herausragende Spiele, wie das verstörend toll erzählte The Walking Dead, das unfassbar ausgereifte 2D-Silent-Hill Lone Survivor, die deprimierend bittere Pille I Am Alive und das meditative Miasmata nahmen sich des Überlebens-Themas auf unterschiedliche und extrem packende Arten an. Man kommt sich beinahe albern vor, einem grotesk aufgeblasenem Resident Evil 6 hinterher zu weinen. Und dann gab es ja noch die Ankündigung eines neuen Amnesia - das Horrorspiel mit dem besten Untertitel, der Welt: "A Machine for Pigs". Überleben wird wieder groß geschrieben. Alles gut!

Einzelheiten dazu in unseren Tests zu Telltales The Walking Dead und I Am Alive.

Amnesia - das Horrorspiel mit dem besten Untertitel, der Welt: "A Machine for Pigs". Überleben wird wieder groß geschrieben.

Was sie da gerade hören, sind die brechenden Herzen tausender Spieler.


Mit Selbstvertrauen zu neuen Marken: Capcoms Dragon's Dogma

Auch wenn sie mit dem auf vielen Ebenen enttäuschenden Resident Evil 6 und dem katastrophalen Operation Raccoon City eine ihrer größten Marken arg beutelten, war für Capcom 2012 doch nicht alles schlecht. DmC: Devil May Cry korrigierte hoffentlich nachhaltig die Tendenz der Japaner, Pech mit extern entwickelten Spielen zu haben und mit dem tollen Dragon's Dogma haben sie es sogar hinbekommen, eine verdammt ambitionierte neue Marke auf den Markt zu bringen. Die überzeugte durch ein unerwartet feste geschnürtes Action-RPG-Korsett, denkwürdige Kämpfe und ein Gefühl für Reise und Abenteuer, das vielen anderen Titel abgeht. Dragon's Dogma ist für mich die interessanteste neue IP des Jahres.

Interessiert? Dann lest mehr über Dragon's Dogma in unserem Test.