Danke, Hideo Kojima, dass wir die Death-Stranding-Babys aus den Controllern hören können!

Babyphone der anderen Sorte.

Ihr erinnert euch an die limitierte Death-Stranding-Version der PlayStation 4? Die mit dem ... nun ... dezent Urin-farbenen Controller? Hideo Kojima hat heute dazu getweetet und erzählt, dass man die Stimme des Bridge Babys aus dem Controller kommen hören wird.

Yeah!

Sein Tweet liest sich jetzt schon, als wäre es ein exklusives Feature dieses Controllers, aber ich bin ziemlich sicher, dass das Spiel einfach nur Audio-Ausgabedaten an den integrierten Lautsprecher des DualShock 4 schicken wird, was bedeuten würde, dass jeder normale DS4 auch die unheimlichen Säuglinge zum Brabbeln bringen wird. Doch lest selbst:

Ja, ich leg' mich fest: Das wird jeder Controller können, nicht nur der der Special Edition.

Und sonst so? Es ist halt die Sorte Spielerei, die Kojima überhaupt erst in Videospielen etablierte. Nette Gimmicks über das Erlebnis am TV heraus, etwas wie Lichtsensoren in GBA-Modulen, Games, die euch aktiv dazu auffordern, die Lautstärke der Glotze raufzudrehen, nur um euch dann die Ohren mit einer Explosion wegzupusten, Endgegner, die Gedanken lesen können, indem sie in eure Speicherstände lunzen. Einen externen Lautsprecher zu nutzen, ist da schon gar nicht mehr so abwegig (und wurde vor allem schon von dem einen oder anderen Titel auf PS4 gemacht, Astro Bot zum Beispiel).

Das Spiel an sich bleibt gewohnt fesselndes Beobachtungsmaterial, was sich bewundernswerter Weise auch nicht weiter ändert, je mehr ich davon sehe. Klar, "creepy" ist es schon irgendwie auf eine seltsame Art. Ich meine, ich habe selbst ein Kind und bin eigentlich ziemlich Baby-affin, aber über die Implementierung dieser Kreaturen - "Bridge Babies", weil sie die Welt der lebenden und der Toten verbinden - da bin ich mit mir selbst noch nicht im Reinen.

Schräg ist es schon, vor allem, wie Guillermo del Toros Charakter warnt, bloß keine emotionale Bindung zu dem Bridge Baby einzugehen, was natürlich manipulativer Schmu der Sorte "ihr werdet euch für eure Worte und Taten schämen" sein dürfte. Aber hey, niemand macht sie so wie Kojima und deshalb wird es am Ende so oder so faszinieren - auch und vor allem die eigene Position und wie sie sich im Verlauf des Spiels verschiebt, dürfte interessant werden.

Wer es noch nicht gelesen hat, für den hat Martin zusammengetragen, worum es in Death Stranding geht - zumindest dem Anschein nach. Hier ist alles möglich, auch, dass sich die ganzen Spekulationen noch als Quatsch herausstellen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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