CD Projekt verpflichtet Cyberpunk Entwickler entgegen früherer Versprechen zu Crunch

"Wir sind am Ende unserer Mittel, die Situation zu meistern. "

  • Nachdem CD Projekt sich im letzten Jahr vom Crunch lossagte, geht es nun wieder los
  • Ein Tag am Wochenende soll verpflichtend gearbeitet werden
  • Es handelt sich um bezahlte Überstunden

Cyberpunk 2077 Entwickler CD Projekt Red verpflichtet seine Mitarbeiter ab sofort zu Sechs-Tage-Wochen, während man auf den Release im November hinarbeitet.

Das ist insofern eine Überraschung, als dass es im letzten Jahr noch ganz anders klang.

"Mit dem heutigen Tag ist das gesamte Studio im Overdrive", schreibt der Chef von CD Projekt Red, Adam Badowski in einer Mail an die Angestellten, die Jason Schreier für Bloomberg [kostenpflichtiger Artikel] aufgetan hat.

"Ich übernehme die volle Verantwortung für diese Entscheidung," so Badowski Weiter. "Ich weiß, das widerspricht direkt dem, was wir über Crunch gesagt haben, es widerspricht auch direkt dem, woran ich persönlich schon seit einer Weile glaube - nämlich, dass Crunch nie die Antwort sein sollte. Aber wir sind am Ende aller anderen möglichen Mittel, die Situation zu meistern."

Seit seiner Ankündigung 2012 wurde Cyberpunk 2077 mehrmals verschoben, zuletzt vom April auf den September und schließlich auf Mitte November.

In diesem Jahr sind zunächst der PC und die Current Gen Konsolen dran, bevor die kostenlosen Upgrades auf die Xbox Series X und PS5-Versionen 2021 zur Verfügung gestellt werden.

Nun soll also auch ein Tag am Wochenende verpflichtend gearbeitet werden. Die Überstunden werden den Angestellten bezahlt, allerdings wurde bereits vor dieser Meldung von langen Arbeitszeiten berichtet.

Badowski antwortete auf den Bloomberg-Bericht folgendermaßen auf Twitter:

"Diese letzten sechs Wochen sind unser letzter Sprint eines Projektes, in das wir alle viel Zeit unseres Lebens investiert haben. Etwas, das uns zutiefst wichtig ist. Der Großteil des Teams hat Verständnis für diesen Push, besonders im Hinblick darauf, dass wir das Spiel gerade zur Zertifizierung geschicht haben und uns jeder Tag der Veröffentlichung eines Spiels näherbringt, auf das wir stolz sein wollen. "

"Das ist eine der schwersten Entscheidungen, die ich je treffen musste, aber jeder wird gut für jede Zusatzstune entlohnt, die er hineinsteckt. Und, wie in den letzten Jahren auch, gilt, dass 10 Prozent des 2020er Profits der Firma wird direkt unter dem Team aufgeteilt."

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel. test

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