Witcher-Entwickler CD Projekt steht nicht zum Verkauf, betont dessen Chef

Landet CD Projekt in Zukunft unter dem Dach eines anderen Unternehmens? Nein, sagt der Chef von CD Projekt.

CD Projekt steht nach Angaben von Unternehmenspräsident Adam Kiciński nicht zum Verkauf.

Über dieses Thema sprach Kiciński mit der polnischen Zeitung Rzeczpospolita (danke, VGC) und betonte, dass man weiterhin anstrebe, unabhängig zu bleiben.

CD Projekt möchte unabhängig bleiben

"Wir sagen schon seit Jahren, dass wir unabhängig bleiben wollen und nicht vorhaben, Teil eines größeren Unternehmens zu werden", sagt er. "Wir sind auch nicht auf der Suche nach einem strategischen Investor".

Auch gegen feindliche Übernahmen sei CD Projekt gut geschützt, merkt er an: "Es gibt Bestimmungen, die feindliche Übernahmen erheblich erschweren."

CD Projekt investiert in kleinere Studios

Vielmehr investiert CD Projekt in andere, kleinere Unternehmen. Zum Beispiel kaufte CD Projekt jüngst das Entwicklerstudio The Molasses Flood (The Flame in the Flood), ebenso das in Vancouver ansässige Studio Digital Scapes, das nun unter dem Namen CD Projekt Red Vancouver arbeitet. The Molasses Flood soll wiederum an einem neuen Spiel auf Basis einer IP von CD Projekt arbeiten, also entweder Cyberpunk 2077 oder The Witcher.

"Im Rahmen unseres Strategie-Updates haben wir mehr Aktivitäten im Bereich Fusionen und Übernahmen angekündigt, die wir in den letzten Monaten mit zwei Transaktionen bestätigt haben", sagt Kiciński.

"Wir schließen nicht aus, dass wir in Zukunft weitere solche Transaktionen durchführen werden. Der Zweck unserer Akquisitionen ist es, unsere Entwicklungsteams zu stärken und zusätzliche Unterstützung für die Umsetzung unserer Strategie zu erhalten."

"Bei dieser Art von Investitionen sind wir vor allem an Erfahrung und Kompetenz interessiert, und wir legen großen Wert darauf, dass das Team in die Kultur unserer Gruppe passt."

Großes Vertrauen in Cyberpunk 2077

Des Weiteren legt man weiterhin großen Wert auf Cyberpunk 2077 und ist hier vom langfristigen Erfolg überzeugt.

"Cyberpunk 2077 ist das größte, ehrgeizigste und definitiv das komplizierteste Projekt in unserer 27-jährigen Geschichte", betont er. "In fast jedem Aspekt haben wir versucht, einen Schritt weiterzugehen, so wie wir es mit jedem Witcher-Spiel getan haben."

"Die Veröffentlichung eines Spiels in einem neuen Franchise bringt viele Herausforderungen und Risiken mit sich, besonders wenn das Konzept so komplex ist. Wir haben eine riesige, pulsierende futuristische Stadt namens Night City zum Leben erweckt, in der sich die nicht linearen Geschichten der Charaktere abspielen."

"Wir sind stolz auf viele Aspekte des Spiels, aber wie wir wissen, ist nicht alles nach unseren Vorstellungen gelaufen. Nichtsdestotrotz ist der Bekanntheitsgrad von Cyberpunk, den wir aufgebaut haben, enorm, und das Spieluniversum, seine Charaktere und Details haben Fans auf der ganzen Welt."

"Wir glauben, dass Cyberpunk 2077 auf lange Sicht als ein sehr gutes Spiel wahrgenommen wird und sich wie unsere anderen Titel über Jahre hinweg verkaufen wird - vor allem, wenn die Hardware mit der Zeit leistungsfähiger wird und wir das Spiel verbessern."

"Wir arbeiten ständig an Updates, und wir arbeiten auch an einer Version für die neueste Konsolengeneration. Natürlich hat uns die ursprüngliche Veröffentlichung eine Menge gelehrt. Sie hat uns einen Kick gegeben und uns motiviert, Änderungen vorzunehmen, die uns in Zukunft besser machen werden."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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