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Battlefield 2042: Zombie-Modus in Portal wegen XP-Farming deaktiviert

"Hoffentlich können wir ihn reparieren" - Ripple Effect Studios ersetzt den Zombie-Modus vorerst durch Gun Game

Dass Portal mit das Beste am problematisch gestarteten Battlefield 2042 ist, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Hier basteln die Spieler aus Versatzstücken und Regeln aller Battlefield-Spiele und mit großem Einfluss auf die grundlegenden Spielmechaniken eigene Modi. Die Bandbreite möglicher Spielerlebnisse ist gewaltig und dass der erste selbst gemachte Zombie-Modus schnell folgen würde, war so gut wie sicher.

Nur, dass dieser Zombie-Modus von DICE erst mal wieder aus dem Spiel genommen wurde, nachdem den Entwickler Berichte über XP-Farming erreicht hatten.

Auf Twitter meldete sich die zuständigen Ripple Effect Studios in Form von Justin Weibe - Senior Design Director von 2042. Man hoffe, das Problem in Bälde zu korrigieren. Das Team habe zu diesem Zweck seine Prüfprozesse gestrafft.

"Hoffentlich"? Ist das die Wortwahl, die jetzt richtig ist?

​​"Wir haben den Zombie-Modus entfernt und ihn durch Gun Game ersetzt", so Wiebe. "Hoffentlich können wir ihn in der Zukunft reparieren und ihn auf Spur mit der übrigen Spielprogression zu halten", so der Tweet (via NME). Ich bin nicht sicher, aber "hoffentlich" statt "wir werden" klingt schon ein wenig niedergeschlagen und wenig ermutigend. Aber vielleicht lese ich da auch etwas hinein?

"Damit das nicht wieder vorkommt, haben wir außerdem unsere Prüfprozesse gestrafft. Danke für eure Geduld und euer Verständnis."

Ab sofort also Gun Game - wie lange es dauern kann, Zombies zu reparieren, darüber verliert Wiebe keine weiteren Worte. Offensichtlich steht man noch am Anfang der Korrekturmaßnahmen. Immerhin pflichtet Wiebe in einem nachfolgenden Tweet bei, dass der Zombie-Modus Potenzial habe. Für den Moment müsse er aber "eine Weile in die Werkstatt zurück".

Die ersten paar Monate waren für Battlefield 2042 alles andere als leicht. Nicht nur startete das Spiel in einem extrem unfertigen Zustand, die Fans monierten auch die Umstellung des Klassensystems auf Charaktere, die den alten Funktionen nur noch lose zuzuordnen waren, sowie - unter vielem anderem - eine gewisse Sterilität der Maps. Überhaupt schien das Spiel ein wenig zu groß als gut für den Spaß war. Überdeutlich wurde das dadurch, dass die Modi für weniger Spieler durch die Bank die spaßigeren waren. Egal, ob es nun Hazard Zone, Rush oder Conquest für 64 statt der "next-gen" 128 Spieler waren, fast immer stimmte die Gleichung "weniger ist mehr".

Die Ansätze für einen guten, langlebigen Shooter sind weiter da - und es ist ja nicht so, als wären die anderen Battlefields der letzten Dekade reibungslos gestartet. Aber die Frage ist, wie lange die Community dem Spiel noch die Treue hält. Die Steamcharts-Zahlen sehen jedenfalls nicht allzu rosig aus. Von November auf Dezember sanken die durchschnittlichen Spieler um 60 Prozent, in den letzten 30 Tagen erneut - diesmal um beinahe die Hälfte. Aktuell rangiert Battlefield 2042 mit durchschnittlich etwas über 10.000 Spielern noch unterhalb von zum Beispiel Hunt: Showdown.

Natürlich bilden die Steam-Zahlen nicht einmal die halbe Wahrheit ab - EA Origin, EA Play-Abonnenten und alles, was auf Konsole passiert, spiegeln sie nicht wider. Dennoch ist die Tendenz nicht von der Hand zu weisen: Es muss dringend etwas passieren. Aber was?

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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