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Returnal: Die besten PC-Einstellungen, um mehr fps zu erhalten

Schneller, schneller!

Returnal ist auf dem PC angekommen und siehe da, es ist gar nicht so gruselig, wie es den Anschein hatte. Zumindest in Bezug auf die Hardware und die empfohlenen Spezifikationen.

Wir können bestätigen, dass Returnal auch mit älteren Grafikkarten und mittelmäßigem RAM gut auskommt. Die Portierung ist größtenteils gut durchdacht, mit optionalem Raytracing, verschiedenen Upscaling-Tools, Ultrawide-Unterstützung für 21:9- und 32:9-Monitore und haufenweise anpassbaren Anzeige- und Steuerungseinstellungen.

Inhalt:

Es gibt einige technische Probleme, die behoben werden müssen, aber das ist nichts, was nicht mit einem Patch behoben werden könnte. Wenn eure Framerate nicht ganz da ist, wo ihr sie gerne sehen würdet, braucht Returnal nur ein paar kleine Änderungen, um die Performance zu verbessern, ohne die Bildqualität maßgeblich zu verschlechtern. Dazu später mehr, aber zuerst sollten wir uns an die PC-Spezifikationen zurückerinnern, die auf den ersten Blick so erschreckend waren.

Returnal war eines der ersten PC-Spiele, das 32 GB Arbeitsspeicher für die empfohlene Konfiguration verlangte - eine seltsam großspurige Forderung, zumal gerade mal um die 15 Prozent der Steam-Benutzer so viel Arbeitsspeicher zur Verfügung haben. Publisher Sony hat diese Forderung inzwischen auf weitaus vernünftigere 16 GB für die empfohlene 1080p/60fps-Konfiguration reduziert, obwohl man immer noch 32 GB für das Spielen auf einem 4K-Monitor vorschlägt.

Um kurz auf die RAM-Frage einzugehen: Nein, ihr braucht keine 32 GB, selbst wenn ihr mit 4K und maximalen Einstellungen spielt. Wir haben all unsere Tests (mit dem ziemlich detaillierten integrierten Benchmark-Tool von Returnal) auf dem üblichen Testrechner mit einem Core i5-11600K und 16 GB DDR4 durchgeführt. In Spitzenzeiten wurden lediglich 6 GB System-RAM verwendet. Das heißt aber nicht, dass man es mit 8 GB probieren sollte - 16 GB sind immer noch der richtige Weg - aber es lohnt sich nicht, speziell dafür auf 32 GB aufzurüsten.

Die GTX 1060 ist auch nicht nur auf hässliche 720p beschränkt. Mit der Voreinstellung "Niedrig" von Returnal kommt sie auch mit 1080p zurecht, wobei sie im Benchmark-Tool durchschnittlich 46 fps erreicht und beim normalen Spielen oft 60 bis 70 fps übertrifft. Und bei höheren Auflösungen ermöglicht das Upscaling auch schwächeren als den empfohlenen GPUs eine faire Chance. Die RTX 3070 zum Beispiel erfüllt nicht die offiziellen Spezifikationen für 4K Epic und Raytracing-Qualität, aber mit Nvidia DLSS auf der Einstellung "Ausgeglichen" konnte sie sehr spielbare 56 fps bei vollständig ausgeschöpften Qualitätseinstellungen erreichen. Das schließt Raytracing-Schatten und -Reflexionen mit ein, beide auf ihren höchsten (Epic) Einstellungen.

Die einzige Hardware, die wir getestet haben und die Returnal tatsächlich überfordert, ist das Steam Deck. Besitzer von Valves Handheld-PC haben sich vielleicht schon an seine überraschende Schnelligkeit gewöhnt, aber selbst eine Kombination aus der Voreinstellung "Niedrig" und FSR auf der schnellsten Performanceseinstellung erreichte keinen 30-fps-Durchschnitt. Die Steuerung ist eigentlich gut, aber die Performance ist einfach nicht da.

Es gibt auch noch einige technische Probleme zu lösen. Der Glanz der neuen Ultrawide-Unterstützung von Returnal wird ein wenig dadurch getrübt, dass das Spiel anfangs nicht erkannte, dass wir es tatsächlich auf einem Ultrawide-Monitor spielen wollten. Zuerst wurden nur die Seitenverhältnisse 16:9 und 16:10 angeboten, unabhängig von allen anderen Einstellungen, die wir geändert haben. Erst nach mehreren Neustarts und einigen Runden des willkürlichen Wechsels zwischen Fenster-, Vollbild- und Fenster-Vollbildmodus wurden die speziellen Ultrawide-Optionen plötzlich nutzbar. Seltsam.

Die bessere Nachricht ist, dass der Ultrawide-Support von Returnal großartig ist, sobald alles tatsächlich funktioniert. Die Benutzeroberfläche passt sich gut an und die In-Engine-Cutscenes nutzen die volle Breite; nur die vorgerenderten Cutscenes bleiben im Standard-Breitbildformat. Man kann diese jedoch noch ein wenig anpassen, indem man zwischen schwarzen Balken, unscharfen Erweiterungen oder abgedunkelten, unscharfen Erweiterungen wählt, um die Lücken zu füllen. Ihr könnt das HUD auch zentrierter halten, wenn ihr das möchtet, und unabhängig vom Seitenverhältnis könnt ihr fast jedes einzelne HUD-Element aktivieren oder deaktivieren.

Der andere Schönheitsfehler dieser PC-Version ist das gelegentliche Stottern, das wir bei zahlreichen GPU- und Auflösungskonfigurationen beobachtet haben. Es ist nicht konstant, aber es ist ärgerlich, wenn es passiert. Zumal die Climax Studios ansonsten gewissenhaft daran gearbeitet haben, Housemarques unheimlichen Roguelike-Shooter auf den PC zu bringen. Es ist so nah dran, ein idealer Port zu sein.


Was sind die besten PC-Einstellungen für Returnal?

Um herauszufinden, welche der PC-Einstellungen von Returnal das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, haben wir hauptsächlich die GTX 1070 (gemäß der "Medium"-Spezifikationen) als Basis verwendet, wobei die RTX 3070 zum Testen von Funktionen eingesetzt wurde, die die ältere GPU nicht unterstützen konnte. Bei 1080p lieferte die GTX 1070 GPU 62 fps auf "Niedrig", 59 fps auf "Mittel", 53 fps auf "Hoch" und 46 fps auf "Episch", also in jedem Fall ein spielbares Erlebnis. Sehen wir uns dennoch an, wie sich die einzelnen Grafikeinstellungen auf die Gesamtperformance auswirken, um eine nahezu optimale Grafikqualität zu gewährleisten und gleichzeitig die durchschnittliche Framerate zu erhöhen.

Bildschirm-Optimierungen: Hier geht es ums Upscaling. Bei 1080p solltet ihr eher darauf verzichtet, FSR sieht auf der GTX 1070 zu verwaschen aus. Bei 1440p und mehr ist es aber eine große Hilfe.

Mit einer RTX 3070 und DLSS Balanced brachten wir die epische Voreinstellung von 45 fps auf 70 fps. Mit FSR Quality waren es 71 fps. DLSS sieht schärfer aus, also wenn ihr die Wahl habt, solltet ihr das verwenden.

Beleuchtungsqualität: Es von Episch auf Mittel zu reduzieren, brachte mit der GTX 1070 nichts, also könnt ihr es so lassen.

Schattenqualität: Auf Niedrig und Mittel gab es im Durchschnitt 50 fps, eine Verbesserung um 9 Prozent. Nutzt aber lieber Mittel.

Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion): Die Reduzierung von Episch auf Mittel brachte eine nicht gerade imposante Steigerung auf 49 fps, weniger schick sieht es dadurch aber nicht aus.

Raytracing-Schatten: Auf älteren GPUs nicht verfügbar, aber die RTX 3070 brachte Raytracing nicht ins Wanken. Mit aktivierten Raytracing-Reflexionen und -Schatten (siehe unten) auf Episch fiel die durchschnittliche Performance 21 Prozent niedriger aus als mit komplett deaktiviertem RT. Wenn ihr es nutzen wollt, könnt ihr auch die epische Qualität verwenden, durch Mittel gewinnt ihr nicht mehr als 4 fps.

Screen Space Reflections: Das Deaktivieren brachte auf der GTX 1070, lasst es also aktiv, sofern ihr nicht komplett auf Raytracing setzt.

Raytracing-Reflexionen: Der Wechsel von Episch zu Medium zeigte mit der RTX 3070 keinerlei Auswirkungen auf die Framerate. Wenn ihr es euch leisten könnt, es zu nutzen, könnt ihr es also auf episch lassen.

Modelqualität: Eine weitere Einstellung, bei der der Wechsel von Episch zu Medium rein gar nichts bei den fps ändert.

Texturqualität: Hier gab es nur leichte Gewinne. Auf Mittel stieg die Framerate gegenüber Episch von 46 fps auf 48 fps. Wer dringend mehr fps braucht, kann hier reduzieren.

Volumetrischer Nebel: Nur 1 fps mehr beim Wechsel von Episch zu Medium. Solltet ihr nur machen, wenn es zwingend nötig ist.

Partikelqualität: Lasst das auf Episch. Mal abgesehen davon, dass die mittlere Einstellung auf der GTX 1070 keine Gewinne brachte, sorgt die niedrige Einstelllung für lästige Pop-ins.

Anti-Aliasing-Qualität: Auch hier könnt ihr es auf Episch lassen. Die fps-Gewinne rechtfertigen nicht die Kanten, die ihr dann seht.

Es gibt noch ein paar weitere Einstellungen im Grafikmenü, darunter Tiefenschärfe, Filmkörnung, Bloom und Emissive Intensity, aber keine davon beeinflusst die Performance, also stellt sie einfach so ein, wie ihr es haben möchtet. Ansonsten haben wir im Grunde nur drei Qualitätsoptionen und einen Upscaler, die zuverlässig einen Unterschied machen, was es zumindest einfacher macht, diese Anleitung zu den besten Einstellungen zu schreiben. Zusammengefasst:

  • Bildschirm-Optimierungen: Aus bei 1080p, DLSS Quality oder FSR Ultra Quality bei 1440p, DLSS Balanced oder FSR Quality bei 4K
  • Schattenqualität: Mittel
  • Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion): Mittel
  • Texturqualität: Mittel
  • Volumetrischer Nebel: Mittel
  • Alles andere: Episch

Mit dieser Kombination erreichte die GTX 1070 einen Durchschnitt von 57 Bildern pro Sekunde bei 1080p, was nahe genug an 60 Bildern pro Sekunde liegt. Das Spiel läuft deutlich flüssiger als auf der Episch-Voreinstellung und sieht insgesamt etwas besser aus als auf den hohen Voreinstellungen.

Wer eine RTX-Grafikkarte oder eine ausreichend hochwertige Radeon-Grafikkarte besitzt, kann auch Raytracing-Schatten und -Reflexionen ausprobieren; die Framerate ist in Returnal nicht so hoch wie in den meisten anderen Spielen, die Raytracing unterstützen. Ihr könnt diese Einstellungen wahrscheinlich auch auf epischer Qualität belassen, da eine Herabstufung nicht viel dazu beiträgt, die verlorenen Frames zurückzubekommen. DLSS und FSR hingegen schon.

In diesem artikel

Returnal

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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