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gamescom angeschaut: Scalebound

PlatinumGames kreuzt Xenoblade Chronicles, Dragon's Dogma und Monster Hunter.

Was ist das überhaupt?

Das neueste Spiel von Hideki Kamiya, unter anderem Schöpfer von Okami und Bayonetta. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken ist Scalebound kein reines Action-, sondern ein Action-Rollenspiel, inspiriert von seiner Faszination für Drachen und Kaijus. Ihr übernehmt die Rolle von Drew, der eines Tages in die Welt von Draconis transportiert wird und dort zusammen mit einem Drachen gegen Söldner oder andere riesige Kreaturen kämpft.

Warum sollte es mich interessieren?

Weil PlatinumGames? Weil Hideki Kamiya? Weil riesige Monsterkämpfe in einer offenen Fantasy-Welt? Okay, ernsthaft. Während ihr Protagonist Drew direkt steuert und wilde Kombos vom Stapel lässt, könnt ihr euren Drachen gleichzeitig befehligen, der ansonsten alleine im Kampf reagiert. Laut Kamiya fokussieren sich sowohl die Handlung als auch das Spielgefühl auf den Bund zwischen Drew und seinem Drachen, deren Lebensleisten miteinander verbunden sind.

Was die übergreifende Handlung anbelangt, wollte PlatinumGames noch nichts verraten, aber aus einem bestimmten Grund ist Drew direkt an seinen Drachen gekoppelt, weshalb sein rechter Arm wie eine schuppige Klaue aussieht. Zudem kann er seinen gesamten Körper mit einer Drachenrüstung überziehen, um stärkere Angriffe auszuteilen.

All das in einer von Avatars Pandora inspirierten Welt, die euch sogar den gleichzeitigen Kampf mit mehreren Spielern erlaubt. Jeder befehligt seinen eigenen Drachen, dessen Äußeres ihr selbst verändern und anpassen dürft.

Was kann noch schiefgehen?

Das gezeigte Material war noch von einer frühen Pre-Alpha-Version, weshalb einige Elemente seltsam aussahen, genauso wie die Laufanimation von Drew, der ein wenig hölzern wirkte. Zwar habe ich Vertrauen in Kamiya und sein Team, aber es besteht trotzdem die Möglichkeit, dass PlatinumGames die Größe des Projekts unterschätzt und viele Details bis zur Veröffentlichung nicht komplett ausgearbeitet werden können.

Ebenso habe ich noch meine Bedenken, was den Multiplayer-Modus betrifft. Wenn jeder mit seinem eigenen Drachen kämpft, könnte es ziemlich hektisch auf dem Bildschirm werden. Der Koop-Modus von Bayonetta 2 funktionierte tadellos, aber epische Schlachten mit haushohen Monstern sind schon ein anderes Kaliber.

Wie wird es denn?

Wenn alle Elemente letztendlich so ineinandergreifen, wie man es bei der Präsentation erklärte, könnte Scalebound einer der wichtigsten Titel für die Xbox One werden. Eine riesige und vor allem farbintensive Welt zum Erkunden, mit dem eigenen Drachen an der Seite, den man selbst konfigurieren darf. Wer bekommt da nicht sofort Lust?

Um das Kampfsystem mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Ja, es wird sicherlich nicht den gleichen Tiefgang wie Bayonetta oder The Wonderful 101 besitzen, aber sicherlich ein fantastischen Spielgefühl vermitteln. Zudem dürft ihr mehrere Waffen benutzten. In der Präsentation zeigte man beispielsweise ein an Monster Hunter erinnerndes Breitschwert. Für eine Priese Dragon's Dogma sorgt die Möglichkeit, auf Monster zu klettern und sie dort aus bearbeiten zu können. Statt mühsam auf sie zu springen, besitzt Drew eine Art Grapple-Move, mit dem er sich zur Kreatur ziehen kann.

Wer die bisherigen Videos gesehen hat, dem sind sicherlich Drews Kopfhörer aufgefallen, die im ersten Moment leicht unpassend erscheinen. Laut Kamiya verwendet Drew seine Kopfhörer, um sich besser auf die Kämpfe konzentrieren zu können. Die Musik soll dabei seine Persönlichkeit repräsentieren und die jeweilige Gefühlslage in den Situationen widerspiegeln. Der Sounddesigner von Scalebound war übrigens für die dynamische Musik in Metal Gear Rising: Revengeance verantwortlich. Man darf sich also auf einen grandiosen Soundtrack freuen, der nicht nur gut klingen, sondern das Spiel aktiv unterstützen wird.

Wann kommt es und für was?

Erscheint exklusiv für die Xbox One, wenn es fertig ist.

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Björn Balg

Redakteur

Freier Autor und wahrscheinlich der letzte Mensch ohne einen Facebook-Account. Liebt Trash und verbringt zu viel Zeit mit dem Ansehen von Katzenvideos.

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