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No Man's Sky: Spieler erreicht Mittelpunkt des Universums

Schätzt, man könnte in 30 Stunden oder weniger bis zum Ende gelangen.

No Man's Sky erscheint erst am 10. August, aber Ende vergangener Woche konnte sich ein besonders Ungeduldiger bereits eine Kopie auf Ebay sichern. Für eine horrende Summe von umgerechnet knapp 1300 Dollar, was nahelegt, dass er seit Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach nicht viele Geschäfte bis auf das unumgängliche getätigt haben wird.

Hat er auch nicht.

VORSICHT, SPOILER ZUM SPIELABLAUF.

Er konnte bereits zum Mittelpunkt des Universums vordringen, was laut Hello Games' Chefentwickler Sean Murray so etwas wie das "Ziel" des Spiels ist.

"Entgegen dem, was viele Leute denken, habe ich eine Menge Dinge getan, die das Spiel zu bieten hat", schreibt er unter dem Usernamen Daymeeuhn auf Reddit.

"Das heißt nicht, dass ich alle Hauptevents abgeschlossen habe. Ich muss noch auf den Grund eines großen Ozens schwimmen, muss noch eine Raumstation zerstören. Ich habe definitiv noch Dinge zu erledigen."

Eine der spannenden Fragen: Wie lange brauchte er für den "Abschluss" des Spiels? Etwa 30 Stunden, schreibt er, was den Versprechen von Sean Murray mal stärker, mal weniger stark widerspricht, je nachdem, welche seiner Aussagen man in Betracht zieht.

Im März 2016 sagte er in einem Interview mit Gamespot: "Während man sein Schiff, seinen Anzug, seine Waffen und anderes Zeug aufrüstet, kann man viel weiter reisen, viel einfacher, und man kann auch Abkürzungen nehmen. Plötzlich wirkt diese galaktische Karte weniger einschüchternd, aber es ist immer noch eine große Herausforderung. Wir sprechen hier über Hunderte Stunden Spiel, wenn der Spieler nichts anderes tut".

Aus einem früheren Interview mit Game Informer aus dem Dezember 2014: "Wenn man weiß, was man tut und all das - einige Speedrunner werden mich eines Besseren belehren -, aber es sind um die 40 bis 100 Stunden. Eine gute Länge. Das setzt voraus, dass man nichts anderes tut, als vorwärts zu reisen, und exakt weiß, was zu tun ist. Ich hoffe, das ist nicht das, was die Mehrzahl der Spieler machen wird. Ich hoffe, sie werden abgelenkt und kommen letztlich ans äußere Ende der Galaxie, in einer Handelsroute, die ihnen gefällt [...]".

In jedem Fall besteht zwischen den Aussagen Murrays und denen von Daymeeuhn ein Graben, dazu Zweifel über die inhaltliche Größe des Weltraumspiels. Wie hat er das so schnell geschafft?

Er entdeckte ein Item namens Atlas Stone, den man für sehr viele Credits verkaufen kann. Damit wiederum finanzierte er Upgrades, die das Erkunden deutlich schneller vorantrieben als erwartet.

Jedes Mal, wenn man einen ganz bestimmten Ort im Universum findet - Daymeeuhn gibt an, das sei sehr einfach -, erhält man einen dieser Steine. Sie sind zehnmal so wertvoll wie alles andere im Spiel, so Daymeeuhns Erfahrung. Am selben Ort gibt es zwei "Warp Fuels", mit denen man in das nächste System reist, das nächste Areal entdeckt und den nächsten Atlas Stone erhält.

Daymeeuhn ruft Entwickler Hello Games dazu auf, den Wert des Atlas Stone merklich zu reduzieren, um die Geschwindigkeit der möglichen Exploration wieder ins Lot zu rücken.

In jedem Fall haben wir nun eine nette Debatte darüber, wie man No Man's Sky spielen kann und sollte. Und wir werden viele Nachahmer sehen, Leute, die noch schneller sein wollen, den Weg Richtung Mittelpunkt optimieren.

No Man's Sky "durchzuspielen", nun, das dürfte in einem Titel über "Erkundung und Überleben in einer unendlich prozedural generierten Galaxie" ohnehin ziemlich zeitaufwendig werden. Besonders wenn es da draußen noch so viel zu entdecken gibt, von dem außer den Entwicklern noch keiner etwas ahnt.

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Sebastian Thor

Freier Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei, aktuell als freier Redakteur.

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