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Two Point Campus Test - So beginnt sie wieder, die Suchtspirale

Nur noch ein Semester.
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In vielerlei Hinsicht Two Point Hospital ähnlich und das ist nichts Schlechtes. Es gibt immer etwas zu tun, was euch vor den Bildschirm fesselt.

Ich könnte es mir einfach machen und sagen: Wenn euch Two Point Hospital gefallen hat, werdet ihr auch mit Two Point Campus euren Spaß haben. Fertig. Aber das wäre... nun, zu einfach. Wenngleich es auch die Wahrheit ist. Egal. Was ich damit sagen möchte, ist, dass Two Point Campus die gleichen, fast schon suchterzeugenden Elemente bietet wie sein Vorgänger. Auf den ersten Blick wirkt es aber wie ein Two Point Hospital mit etwas anderem Anstrich.

Was einerseits zu erwarten war und andererseits verständlich ist, wenn man auf ein ähnliches Spielprinzip setzt und einfach die Thematik wechselt. Das hat den Vorteil, dass die Two Point Studios auf etablierte Systeme aufbauen können. Wer Two Point Hospital gespielt hat, findet sich hier sofort prima zurecht und muss nicht außerordentlich viel Neues lernen. Unterschiede gibt es hier und da im Detail und mal mehr, mal weniger offensichtlich.

Two Point Campus lässt euch Zeit für Pausen

Einer der wichtigsten Unterschiede ist, dass es diesmal im Grunde zwei Phasen gibt. Einmal die jeweiligen Semester und die Pausen dazwischen. Die Pausen sind quasi die primären Bauphasen, wobei ihr natürlich auch inmitten eines Semesters umbauen könnt, aber da geht es mehr darum, verschiedene Aufgaben und Bedürfnisse zu erfüllen und zu schauen, dass die Leistungen der Studierenden stimmen. In den Pausen könnt ihr euch so lange Zeit zum Umbauen und Dekorieren nehmen, wie ihr möchtet. Anschließend wählt ihr die angebotenen Kurse fürs nächste Semester, das eine gewisse Zeit lang läuft, und schon beginnt der Spaß.

Jetzt hab' ich Lust auf Kuchen.

Verfügbare Kurse unterscheiden sich in der Kampagne je nach Map. Die Struktur der Kampagne ähnelt wiederum der von Two Point Hospital. Ihr fangt in einer Universität an und wenn ihr den ersten Stern erreicht, schaltet ihr den nächsten Level frei und das geht dann immer so weiter. Wenn ihr möchtet, könnt ihr aber überall auch versuchen, alle drei Sterne zu erreichen. Wer den Vorgänger gespielt hat, kennt im Grunde den Ablauf.

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Persönlichkeit

Bei der Gestaltung eurer Universität habt ihr diesmal erweiterte Möglichkeiten. Ihr kümmert euch nicht nur um das Innere, sondern könnt auch selbst die Gebäudegrenzen innerhalb eines begrenzten Rahmens bestimmen. Ebenso befasst ihr euch mit dem Gelände rund um eure Universität, denn auch dort halten sich die Studentinnen und Studenten natürlich auf. Sie wollen bespaßt werden, schöne Plätze haben und so weiter. Regelmäßig äußern sie Wünsche, denen ihr nachkommen könnt oder auch nicht, das liegt an euch.

Auch hier gibt es wieder abwechslungsreiche Schauplätze.

Gleichzeitig nehmen die Leben der Studentinnen und Studenten einen etwas wichtigeren Part ein. Es geht darum, sie bei Laune zu halten, damit sie auch ihre Bestleistungen abrufen. Ob das durch Freundschaften, Beziehungen, Clubs oder musikalische Auftritte geschieht, bestimmt ihr. Jeder von ihnen hat seine eigenen Bedürfnisse und es erfordert einiges an Aufmerksamkeit und Zeit, sich um sie alle zu kümmern. Die Bindung ist so etwas stärker als zum Beispiel zu euren Patientinnen und Patienten in Two Point Hospital.

Was nicht fehlen darf, ist der aus dem Vorgänger bekannte Humor. Euer Krankenhaus war zuvor nicht ganz normal, was zu behandelnde Krankheiten und Behandlungsmethoden anbelangt, und eure Universität ist es ebenso wenig. Ihr bietet unter anderem Kurse wie die Ritterschule an, lasst eure Studentinnen und Studenten die Agentenschule durchlaufen oder schaut zu, wie sie gigantische Pizzen und Kuchen kreieren, bei denen man selbst Hunger bekommt.

Studentinnen und Studenten wollen bei Laune gehalten werden, damit ihre Leistungen stimmen.

Und ich weiß nicht, wie es euch ging, aber über eine längere Phase hinweg war ich bei Two Point Hospital in dieser kleinen - okay, es war eine große... - Suchtspirale gefangen. Es gab immer etwas zu tun und zu erledigen, ich wollte noch diesen Meilenstein, diesen Erfolg erreichen, dort etwas umbauen, hier etwas optimieren und die Stunden vergingen wie im Flug. Two Point Campus versprüht ein ähnliches Gefühl, wenngleich ihr durch die Semester und die Pausen dazwischen Punkte habt, die alles etwas mehr abgrenzen. Aber die halten euch nicht davon ab, "nur noch ein Semester" zu sagen. Und dann werden es letztlich doch drei Stück. Was im Gesamten ja für Two Point Campus (und seinen Vorgänger) spricht, dass sie so an den Bildschirm fesseln können.

Two Point Campus Test - Fazit

Aus diesem Grund würde ich wirklich sagen, dass ihr Two Point Campus blind kaufen könnt, wenn ihr an Two Point Hospital eure Freude hattet. Aufs Wesentliche heruntergebrochen ist es ein Two Point Hospital mit Universitäten statt Krankenhäusern. Es versprüht den gleichen Charme und Humor mit einigen erweiterten und neuen Features in einer anderen Umgebung. Wenn ihr euch an Krankenhäusern so langsam sattgesehen habt, kommen die Universitäten somit genau zur richtigen Zeit. Ich bin schon gespannt, wie viele Stunden ich diesmal in Two Point Campus versenke. Eines ist sicher: Es werden garantiert nicht wenige sein.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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