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Wo Long ist der nette Einstieg ins Souls-Genre, wenn euch Dark Souls und Elden Ring zu anstrengend waren

Hier Long! Fallen Dynasty hat viel Potenzial.

Nach der ersten Demo zu Wo Long: Fallen Dynasty im September, die nur zehn Tage verfügbar war, wurde es recht still um das neue Spiel von Team Ninja. Aber das bedeutet nicht, dass sich am Spiel aktuell nichts tut. Entwickler und Publisher nehmen das Feedback aus der Demoversion ernst. So war es ja auch bei Stanger of Paradise: Final Fantasy Origin, wo wir bereits Fumihiko Yasuda im Interview sprechen konnten. Nun sind wir bei Koei Tecmo gelandet und Bloodborne Produzent Masaaki Yamigawa leitet zusammen mit Yasuda das Team hinter Wo Long. Dass das Spiel nicht nur gut aussieht, sondern auch ein gut durchdachtes und intuitives Gameplay bietet, seht ihr im obigen Video.

Um die Vollversion spielen zu können, müsst ihr euch noch bis zum 23. März 2023 gedulden, denn dann erscheint Wo Long: Fallen Dynasty für die aktuellen PlayStation- und Xbox-Generationen und für den PC. Nach meiner zweiten Session mit dem Soulslike, kann ich nun beruhigt sagen, dass Wo Long ein richtig gutes Action-Spiel wird. Dass sich das neue Spiel von Nioh unterscheidet, war mir bereits nach Stranger of Paradise bewusst, denn Team Ninja ist sehr gut darin, ihre Kampfelemente so anzupassen, dass sich das Spielgefühl ein wenig verändert, ohne dabei ihre Handschrift zu verlieren. So war Wo Long ein durchaus eigenständiges Spiel und kein Klon von einem bereits erfolgreichen Franchise.

So wurde Wo Long: Fallen Dynasty auf der Tokyo Games Show 2022 von Koei Tecmo ausgestellt.

Ob Wo Long: Fallen Dynasty aber nun ein neues Bloodborne wird, ist schwer zu sagen. Mir gefällt das Setting und vor allem die Leichtigkeit, mit der sich meine Hauptfigur übers Feld bewegt, egal welche Klasse ich für sie ausgewählt habe. Zudem hat sich aber auch jede Klasse anders gespielt (im Video seht ihr ja drei verschiedene Elemente). Ich, als Gelegenheits-Soulslike-Spielerin, kann sagen, mir hat Wo Long eine große Tür ins Genre geöffnet. Zwar habe ich viele Spiele aus der Kategorie Soulslike bereits angespielt, so richtig Spaß haben sie mir aber nicht bereitet. Bei Wo Long: Fallen Dynasty ist der Groschen dann endlich gefallen. Das lag vor allem an der zuverlässigen Übersicht: Die Moralpunkte zeigten mir, ob ich mich schon an Zwischenbosse herantrauen sollte und wann es Zeit für den Endboss ist. Auch das überschaubare Areal in der zweiten Version, hat mir geholfen, verschiedene Kampfstile und Wege auszuprobieren.

Mir ist aber auch bewusst, dass die Vollversion mehr bieten muss, als nur einen leichten und übersichtlichen Einstieg ins Genre. Ob Wo Long: Fallen Dynasty damit Hardcore-Fans zufriedenstellt, das wird am Ende die große Frage sein. Potenzial hat der Titel durchaus, denn durch die eigenständigen Klassen, durch die sich das Kampferlebnis immer frisch anfühlt, erhöht sich auch der Wiederspielwert. Zudem bietet die Vorlage der drei chinesischen Königreiche eine Fülle an Optionen für versteckte Orte, Items und Gegner. Gerade als Genre-Kenner dürft ihr einen Blick ins Spiel werfen, denn hier erwarten euch einige erfrischende Elemente im Kampfsystem, wie beispielsweise die Leichtigkeit der Figur oder die Fusion von Elementar-Fähigkeiten. Epische Gegner und eine eindrucksvolle Welt, die ihre Geschichte vor allem mit ihrer Umgebung erzählen will, gehört bei Wo Long ganz selbstverständlich dazu.

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Ana Kudinov

Video Editor

Ana macht bei Eurogamer.de seit 2020 die Video-Redaktion. Sie streamt in ihrer Freizeit und spielt viel Strategie- und Indiespiele am PC - kann aber grundsätzlich mit jedem Genre und jeder Konsole etwas anfangen. Ana liebt es sich über Japan und Anime zu unterhalten und verbringt dementsprechend auch viel Zeit mit JRPGs und anderen Besonderheiten aus dem asiatischen Raum.

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