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Gran Turismo Sport - Motoren, Antriebe, Tuning und die Beherrschung eures Fahrzeugs

Auto ist nicht gleich Auto.

Dass man nicht automatisch gut Autos fahren kann, nur man virtuell alles im Griff hat, sollte klar sein - und gilt umgekehrt genauso. Was man sonst von der Straße kennt, zeigt sich in einem Videospiel nämlich nicht so sehr, denn hier spürt man nicht, wie sehr man etwa in die Kurven gedrückt wird. Letzten Endes geht es dabei um eine gute Beherrschung eures Fahrzeugs.

Für euch bedeutet das, dass ihr nicht wie der letzte Rambo aggressiv durch die Gegend fahren und alles rammen solltet, was euch im Weg steht. Versucht daher, Situationen auf der Piste richtig einzuschätzen und geht keine unnötigen Risiken ein. Vor allem dann nicht, wenn ihr euch in einer Gruppe mit mehreren Fahrzeugen befindet. Baut ihr Mist und kollidiert mit jemandem, verliert ihr dadurch Zeit. Und beliebt macht ihr euch zumindest in Online-Rennen mit einer aggressiven Fahrweise sowieso nicht.

Bei der Zusammenstellung eures Fuhrparks solltet ihr immer folgendes bedenken: Je mehr Vehikel ihr habt, desto mehr Eigenheiten müsst ihr berücksichtigen. Ist es daher sinnvoll, sich möglichst viele Fahrzeuge zu kaufen? Eigentlich nicht. Aber ihr könnt das natürlich tun, wenn ihr Geld im Überfluss habt. Nur solltet ihr euch im Endeffekt zwei bis drei Fahrzeuge pro Klasse rauspicken, mit denen ihr im Wettbewerb antreten wollt.

Bei den Anfängern ist das noch kein großes Thema, denn die Leistung der Wagen ist weistgehend identisch. Dennoch kann es nicht schaden, ein paar Übungsrunden zu drehen, damit ihr euch mit den fahrbaren Untersätzen und ihren individuellen Gepflogenheiten vertraut machen könnt.

Wie sehr das nötig ist, hängt von eurem Können ab. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad und den zusätzlichen Fahrhilfen könnt ihr euch auch ohne Übung auf die Pisten wagen. Nur wer online gegen andere konkurrieren möchte, sollte wirklich die Stärken und Schwächen seiner auserwählten Fahrzeuge im Schlaf kennen.

Gran Turismo Sport - Motoren und Antriebe

In Gran Turismo gibt es wie gewohnt zahlreiche verschiedene Fahrzeuge. Und alle verfügen über ihre individuellen Eigenschaften. Es gibt Straßen und Rennwagen, daher sind je nach gewähltem Auto auch Motoren und Antrieb unterschiedlich positioniert - Front (F), Mitte (M) und Heck (R).

Bei Wagen mit Frontantrieb und Frontmotor (FF) werden vor allem die Vorderreifen stark beansprucht, denn die vorderen Reifen sind ebenso für die Lenkung wie für die Übersetzung der Zugkraft verantwortlich. Und sobald die Reifen einer zu starken Belastung ausgesetzt sind, kommt es zum Untersteuern.

Beim Heckantrieb wird euer Wagen durch die Hinterräder bewegt. Solche Fahrzeuge können mit starken Motoren schnell hohe Geschwindigkeiten erreichen, allerdings gibt es auch hier Probleme, wenn sowohl Antrieb als auch Motor sich hinten befinden. Dadurch wird die Lenkung schwieriger und Kurven lassen sich nicht mehr so einfach nehmen. Es kommt gerne mal zum Übersteuern, wodurch das Heck ausbricht.

Eine gute Balance erzielt ihr mit einer Kombination aus Heckantrieb und Mittelmotor (MR). Hier könnt ihr eine hohe Beschleunigung erreichen, aber gleichzeitig noch die Kurven gut nehmen. Achtet nur darauf, dass ihr bei den hohen Geschwindigkeiten nicht ins Schleudern geratet, denn das kann schnell mal passieren. Natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit, ein Auto mit Frontantrieb und Heckmotor (FR) zu fahren. Diese liegen insgesamt etwas stabiler auf der Piste, aber mit ein paar Einbußen bei der Kraft.

Zu guter Letzt habt ihr noch Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb (4WD). Bei diesen Vehikeln verteilt sich die Motorkraft auf alle vier Reifen, was Stabilität bei hohem Tempo gewährleistet. Aber natürlich gibt es auch hier einen Nachteil, denn ihr seid in den Kurven schwerfälliger.

Im Endeffekt gibt es nicht die optimale Wahl, vor allem keine, die für alle Strecken gilt. Letztendlich sollte die Wahl des Fahrzeugs von der Strecke abhängen, die ihr als nächstes fahren werdet. Schaut euch genau an, worauf es dort ankommt, denn die Wahl des falschen Fahrzeugs kann euch im Rennen wertvolle Zeit kosten.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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