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Diablo Immortal: Blizzard über Zukunftspläne und welche Inhalte es für Solo-Spieler gibt

Viel geplant.

Wie ist Blizzards Diablo Immortal im Vergleich zu klassischen Spielen der Reihe aufgebaut und welche Zukunftspläne hat man für den neuen Teil? Und wie viel davon könnt ihr überhaupt alleine spielen?

Antworten auf diese Fragen lieferte das Studio in der vergangenen Woche während eines Gruppeninterviews.

Keine klassischen Akte

Diablo Immortal setzt laut Principle Game Designer Joe Grubb nicht auf Akte, sondern auf Zonen. Diese bieten euch jeweils eine Story und Dungeons, während ihr sie erkundet. Gleichzeitig sei das Spiel so für eine zukünftige Erweiterung vorbereitet.

"Wir haben die Spielsysteme von Grund auf mit Blick auf die Erweiterung entwickelt", erklärt er. Das ermöglicht es uns, neue Raidbosse in regelmäßigen Abständen ins Spiel zu bringen. Wir haben in der Beta erfolgreich damit experimentiert. Die Zonen und die Hauptgeschichte sind so aufgebaut, dass wir sie erweitern und neue Zonen hinzufügen können, die Geschichte am Leben erhalten, neue Dungeons hinzufügen."

"Es enthält eine Vielzahl von Werkzeugen, die wir in Zukunft optimieren und anpassen können. Und auch unser Event-System erlaubt kurzfristige Änderungen. Da es sich primär um ein Spiel für Mobilgeräte handelt, wollten wir keine langen Pausen zwischen neuen Inhalten in Immortal haben. Wir stellen uns also die Frage, was passiert nächste Woche, was passiert in zwei Wochen. Der Battle Pass wechselt in einem neuen Monat, dann kommen langfristig betrachtet Inhaltsupdates in regelmäßigen Abständen und irgendwann neuen Klassen. All das wurde also so aufgebaut, dass wir uns von der Akt-Struktur der Seasons lösen können, um diese Inhalte in Zukunft regelmäßig und kostenlos anbieten zu können."

Die Endgame-Inhalte von Diablo Immortal

Zu einem MMO gehören auch Endgame-Inhalte. Was hat Diablo Immortal dahingehend zu bieten? Etwa das Paragon-System, in dem ihr aufsteigt, was sich ebenso auf Monster und Beute auswirkt. Es gibt den Raid-Dungeon für acht Spieler und Spielerinnen. Habt ihr ihn bezwungen, warten weitere Schwierigkeitsgrade auf euch. Wie erwähnt, sollen mit der Zeit auch neue Bosse hinzukommen und es gibt den PvP-Modus Cycle of Strife.

Ihr seid in der Lage, Clans zu gründen und euch mit anderen zu messen. Ihr kämpft buchstäblich um die Herrschaft auf dem Server. Ihr könnt Kopfgeldjagden durchführen, das Bestiarium füllen, Herausforderungen absolvieren.

Franchise General Manager Rod Fergusson ergänzt, dass man sich nicht auf klassische Strukturen verlassen möchte. Neue Inhalte sollen dynamischer abgeliefert werden.

"Es wird aufregend sein, neue Dungeons, neue Raidbosse, neue Charakterklassen und neue Zonen zu haben, die die Geschichte erweitern. Wie gesagt, der Plan ist, dieses Spiel über Jahre hinweg zu unterstützen. Und ich weiß, dass ich es bereits gesagt habe, aber ich möchte nur klarstellen, dass all das kostenlos sein wird. Wie Joe schon gesagt hat, werdet ihr alles, was das Spiel zu bieten hat, kostenlos erleben können. So wird es auch nach dem Launch weitergehen."

Wie viel ihr alleine spielen könnt

Was Solo-Inhalte in Diablo Immortal anbelangt, könnt ihr laut Grubb die gesamte Hauptquest alleine spielen, wenn ihr möchtet. Wer will, nimmt aber auch andere Spieler und Spielerinnen mit. Ganz so, wie ihr es haben wollt.

Gleichzeitig ist es natürlich ein MMO, es gibt also verschiedene soziale Systeme, darunter die erwähnten Clans. In der Welt gibt es etwa auch Zufallselemente, auf die ihr stoßt und bei denen ihr vielleicht die Hilfe anderer Spieler benötigen könntet. Ebenso sei es möglich, sich einem Clan anzuschließen und nie das Schlachtfeld zu betreten. Man könne auch auf eine "sehr eigenständige Art von Wert für seinen Clan sein", sagt er.

Damit meint er unterschiedliche Aktivitäten, die letztlich zum einem großen Ganzen beitragen. Es gebe viele solcher synchronen und asynchronen Aktivitäten in Diablo Immortal.

"Einige Leute, die wirklich Spaß an Diablo haben, werden vielleicht sagen: 'Oh, es ist ein MMO, das ist zu sozial für mich.'", ergänzt Fergusson. "Es liegt letztlich wirklich an den Spielern, wie sie sich einbringen wollen. Mir gefällt die Art, wie die sozialen Aspekte nahtlos integriert sind. Wenn man einen Dungeon machen will und quasi am Eingang gefragt wird: Hey, willst du den Schwierigkeitsgrad ändern, um mehr Belohnungen zu bekommen? Und hey, willst du sehen, ob sich dir noch jemand anschließen will? Dieser Moment ist großartig, denn es ist alles optional. Ich kann mich entscheiden, es allein zu versuchen, aber ich kann auch andere mitbringen und den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen und noch mehr Belohnungen erhalten."

Daraus könnten dann wiederum Bekanntschaften oder Freundschaften entstehen. Oder auch nicht.

Diablo Immortal erscheint heute für PC, iOS und Android.


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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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