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So will Neil Druckmann mit der Struktur seines nächsten Spiels für bessere Adaptionen sorgen

Über den Fluch der Videospielverfilmungen.

Serien- und Filmadaptionen zu Videospielen sind derzeit sehr beliebt - leider aber nicht immer so gut wie ihre Vorlagen. Neil Druckmann von Naughty dog und Craig Mazin, Showrunner der HBO-Serie zu The Last of Us sprechen über die Grenzen zwischen Film und Spiel und wie sie diese lockern wollen.

Wo es mit den Videospielverfilmungen hingehen soll

Über das Thema der Videospieladaptionen sprechen Druckmann und Mazin in einem Artikel der New York Times. Oft transportieren diese nicht im Ansatz das Gefühl ihrer Vorlagen oder sind einfach nur peinlich. Selten waren Adaptionen in der Vergangenheit wirklich gut und erfolgreich. Druckmann hofft, den "Fluch der Videospiele" mit der Adaption von The Last of Us zu brechen und eine wirklich gute TV-Umsetzung zu liefern. Mazin vermutet lachend, dass ihre Adaption alles nur noch schlimmer machen werde.

Woran kann das liegen? Druckmann hat einige Theorien dazu, warum Serien und Filme zu Videospielen einfach nicht so recht funktionieren wollen: "Manchmal haben Adaptionen nicht funktioniert, weil das Ausgangsmaterial nicht stark genug war. Manchmal haben sie nicht funktioniert, weil die Macher das Ausgangsmaterial nicht verstanden haben."

Das Verhältnis zwischen Film und Videospiel wandle sich jedoch aktuell zum Besseren, sagt Druckmann und denkt, dass beide Medien miteinander verschmelzen können. Dafür müsste die Branche nur offener für den Wechsel zwischen den Medien sein. Er selbst wolle, dass sein nächstes Projekt "mehr wie eine Fernsehserie strukturiert" sein werde, wie alles, was Naughty Dog bisher gemacht habe.


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So fällt es sicher leichter, das Spiel später zu verfilmen, jedoch dürfte dafür das Spiel als Medium nicht andersherum unter der Annäherung der beiden Medien leiden. Wie genau sich Druckmann diese neue Struktur vorstellt, erklärt er leider nicht. Was sind eure Gedanken dazu? Was brauchen Videospiel-Adaptionen, um wirklich gut zu sein?

Für mich persönlich war Arcane zu League of Legends das Highlight des Jahres. Ich denke, hier hat das alles gut funktioniert, weil man nicht das Gameplay verfilmt hat - das sollte bitte auch niemand bei einem MOBA tun - sondern sich nur die in einigen Texten und kurzen Trailern existierende Lore geschnappt und diese mit einem neuen Medium erzählt hat.

Hier gibt es im Gegensatz zu Spielen, bei denen die Geschichte aktiv gespielt und durch die eigene Handlung erfahren wird, noch mehr Spielraum für die Filmemacher, als wenn sie sich an einem roten Faden entlanghangeln müssen, dem die Spieler bereits im Game gefolgt sind. Alles haben sie bereits gesehen und erlebt, Abweichungen von diesen Bildern und Gefühlen werden deshalb oft von Fans abgestraft. Es ist also nicht so leicht, wenn dieselbe Geschichte in Konkurrenz mit der Spielerfahrung tritt, selbst wenn die Story wirklich Tiefgang hat.

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